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Oberursel: Unternehmerinnen stärken und voranbringen

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Von: Gabriele Calvo Henning

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Die Unternehmerinnen Maria Sugameli-Borchert und Susanne Schneider (v.l.) wollen als Säulen-Sprecherinnen das Unternehmerinnen-Netzwerk reaktivieren und neue Impulse setzen.
Die Unternehmerinnen Maria Sugameli-Borchert und Susanne Schneider (v.l.) wollen als Säulen-Sprecherinnen das Unternehmerinnen-Netzwerk reaktivieren und neue Impulse setzen. © Priedemuth

Maria Sugameli-Borchert und Susanne Schneider sprechen für das Frauen-Netzwerk beim Selbständigenforum Fokus O. Nach der Pandemie soll dieses wieder stärker zusammenrücken.

Oberursel - Die beiden neuen Sprecherinnen der "Säule Unternehmerinnen" beim Selbständigenforum Fokus O., Susanne Schneider und Maria Sugameli-Borchert, haben sich einiges vorgenommen. Hauptziel in nächster Zeit müsse es sein, die Säule zu reaktivieren und stärker nach außen zu repräsentieren. Die Zeit der Pandemie habe einiges zum Erliegen gebracht, ziehen die beiden Bilanz. Als Inhaberin eines Pflegedienstes mit Standorten in Oberursel und Friedrichsdorf (Schneider) und eines Geschäfts in der Altstadt mit gehobener italienischer Bekleidung (Sugameli-Borchert) wissen sie aus eigener Erfahrung um die Schwierigkeiten durch Corona, mit denen viele im Unternehmerinnen-Netzwerk zu kämpfen hatten und haben.

"Vieles ist aufgelaufen und ich denke, es gibt einen erheblichen Austauschbedarf bei den Frauen", beschreibt es Sugameli-Borchert. Vor diesem Erfahrungshintergrund gelte es nun, gemeinsam neue Ideen zu entwickeln und Impulse zu setzen, um schließlich gestärkt daraus hervorzugehen. "Deshalb ist es uns so wichtig, dass wir jetzt die Frauen wieder zusammenbekommen und zusammenhalten. Es gibt uns immerhin seit 20 Jahren und insofern sind wir schon so etwas wie eine Institution", sagen die beiden Unternehmerinnen, die beide seit einigen Jahren in der Brunnenstadt tätig sind. Als neue Säulen-Sprecherinnen wollen sie genau hier ansetzen.

Ein bisschen Geschichte: Das Unternehmerinnen-Netzwerk hat sich 2003 im Zuge einer "Visitenkartenparty" im Rathaus gegründet, die von der damaligen Oberurseler Frauenbeauftragten Gabi Wölki initiiert wurde. "2004 ist das Netzwerk als eigene Säule dem Fokus O. beigetreten, damals noch unter der Leitung von Claudia Kaczinski", erinnert Schneider an die Anfänge.

Kaczinski, die viele Jahre Säulen-Sprecherin war, ist heute zweite Vorsitzende von Fokus. O. Der Inhaberin einer Versicherungsagentur folgten Vanessa Lamal, Inhaberin einer Design Agentur, und die PR-Expertin Martina Blackert als Sprecherinnen nach.

Vielfältige Aktivitäten im Netzwerk

Vieles ist über die Jahre auf die Beine gestellt worden: Gegenseitige Betriebs- und Firmenbesuche, Netzwerk-Werkstätten und eine eigene Vortragsreihe von Unternehmerinnen für Unternehmerinnen, die bis heute läuft, sind Beispiele für die vielfältigen Aktivitäten, zu denen auch die jetzt wieder reaktivierten Stammtische einmal im Quartal gehören. "Das ist kein Kaffeeklatsch", betonen die neuen Sprecherinnen. Bei allen Zusammenkünften treffen sich Unternehmerinnen als Profis in ihrem jeweiligen Metier. Rund 60 Unternehmerinnen sind im Netzwerk der Säule organisiert. Sie kommen aus unterschiedlichen Branchen und haben einen direkten beruflichen Bezug zu Oberursel, auch wenn nicht alle aus der Stadt selbst kommen. "Wir bündeln diese unternehmerische Erfahrung und machen sie schließlich auch stark für Oberursel", so Sugameli-Borchert.

Als feministisch wollen die beiden das Unternehmerinnen-Netzwerk beim Fokus O. nicht beschreiben. Einen besonderen Blickwinkel aber gebe es schon: "Als Unternehmerinnen haben wir das eine oder andere Thema mehr auf der Agenda", sagt Schneider und denkt an Familie, Kinder und Haushalt, die zusätzlich zum Business zu stemmen sind. Auch hier wolle man Erfahrungen und Expertise weitergeben. Hinzu komme eine persönliche Kommunikation. "Uns interessiert einerseits das Business, aber immer auch der Mensch dahinter", bringt es Schneider auf den Punkt. Neben der Reaktivierung des Netzwerks selbst wollen die Sprecherinnen weitere Mitglieder aquirieren, Gründerinnen unterstützen und sich gegenseitig voranbringen. Auch an der Außenwirkung soll mit bestimmten Events gearbeitet werden.

Einen Austausch mit führenden Oberurseler Frauen wie mit der Bürgermeistern, der Chefin der Stadtwerke oder der Leiterin der Wirtschaftförderung peilen die beiden ebenfalls an. "Es gibt viele interessante Frauen an interessanten Stellen, von deren Erfahrungen wir profitieren können", so Schneider. Und: "Es gibt viele Frauen, die sich mit Kind und Kegel in ihrem Beruf durchsetzen", ergänzt Sugameli-Borchert, Sie alle würden anderen Frauen eines zeigen: "Auch Du kannst es schaffen!"

Eine Säule für Unternehmerinnen

Sie sind selbstständige Unternehmerinnen oder Freiberuflerinnen und sehen ihren beruflichen Mittelpunkt in Oberursel. Als eigenständige Säule wollen sie voneinander profitieren und Synergieeffekte nutzen. Das nächste Unternehmerinnen-Treffen ist für den 18. Mai geplant. Mehr dazu und zum Jahresprogramm 2022 ist im Internet auf der Homepage des Fokus O. zu finden: www.fokus-oberursel.de.

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