Vergangenes Jahr fand der Orscheler Sommer vor allem auf dem Hof der Grundschule Mitte statt. Für dieses Jahr wird überlegt, den Schulhof der Erich-Kästner-Schule zu nutzen, wenn im Rushmoor-Park keine Veranstaltungen möglich sind.
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Vergangenes Jahr fand der Orscheler Sommer vor allem auf dem Hof der Grundschule Mitte statt. Für dieses Jahr wird überlegt, den Schulhof der Erich-Kästner-Schule zu nutzen, wenn im Rushmoor-Park keine Veranstaltungen möglich sind.

Orscheler Sommer

Oberurseler Veranstaltungsreigen startet am 16. Juli

Kunstgriff plant dreigleisig, um für alle Fälle gewappnet zu sein. Die Oberurseler können sich auf Kino und Live-Musik freuen.

Oberursel -Das sind doch mal gute Nachrichten: Den Orscheler Sommer wird es aller Voraussicht nach auch in diesem Jahr geben. "Wir planen dreigleisig, damit wir auf alle Situationen reagieren können", sagt Kunstgriff-Vorsitzender Dirk Müller-Kästner. Der Verein organisiert schon seit vielen Jahren den sommerlichen Veranstaltungsreigen, der diesmal vom 16. Juli bis 11. September über die Bühne gehen soll.

Vieles wird dabei von der Entwicklung der Corona-Pandemie abhängen. "Optimal wäre natürlich, wenn wir den Orscheler Sommer wieder im Rushmoor-Park feiern könnten", sagt Müller-Kästner. Sollte es aber Zuschauerbeschränkungen geben, kommen zwei weitere Varianten ins Spiel. Denn dann müsste man wieder auf Schulhöfe ausweichen, um die Zuschaueranzahl und die Sicherheitsvorgaben besser einhalten zu können. Bereits im vergangene Jahr hatte das mit dem Ausweichen auf den Schulhof der Grundschule Mitte gut geklappt. Verein und Zuschauer seien damit sehr zufrieden gewesen, betont Müller-Kästner. Weniger zufrieden waren freilich die Anwohner. Denen waren die zahlreichen Veranstaltungen auf Dauer nämlich zu laut. Die Beschwerden kann der Vereinsvorsitzende nachvollziehen. "Die Bühne war so aufgebaut, dass es den Anwohnern direkt ins Wohnzimmer geschallt hat", sagt er. Wenn man bedenke, dass bei Konzerten der Soundcheck schon um 16 Uhr beginne, bedeute das, dass die Anwohner von 16 bis 23 Uhr einer Dauerbeschallung ausgesetzt seien. "Verständlich, dass das den Anwohnern zu viel ist", findet der Vereinsvorsitzende.

Deshalb hat sich der Kunstgriff um einen Ausweichort bemüht und ist mit der Erich-Kästner-Schule (EKS) fündig geworden. "Der Schulleiter hat nichts dagegen und freut sich, wenn wir vorbeikommen", sagt Müller-Kästner. Der Vorteil der EKS: Der Schulhof ist abgelegen genug, so dass Anwohner weit weniger gestört würden. Hier wird auf alle Fälle mindestens ein Rock-Konzert stattfinden, bei dem Oberurseler Bands auftreten werden, unter anderem "Hole Full of Love", eine der besten AC/DC-Coverbands überhaupt.

Ob alle Veranstaltungen an der EKS stattfinden werden, wenn der Rushmoor-Park nicht zur Verfügung steht, ist allerdings noch offen. "Wir überlegen, ob wir ,leisere' Veranstaltungen, etwa das Theater, weiterhin auf dem Schulhof der Grundschule Mitte stattfinden lassen", sagt Müller-Kästner.

An der Bühne wird es zumindest nicht scheitern, denn die Stadt Oberursel hat zugesagt, die Kosten für zwei Bühnen, eine an der EKS, eine an der Grundschule Mitte, zu übernehmen. Offen ist aber noch, wie es mit dem Equipment aussieht. "Das lässt sich alles nicht so einfach hin- und her transportieren", gibt Müller-Kästner zu bedenken.

Auch wenn die genauen Details derzeit noch abgeklärt werden müssen: Fest steht, dass der Orscheler Sommer mit einem Theaterstück der Kunstgriff-Theatergruppe eröffnet werden soll. "Derzeit wird schon jeden Donnerstag online geprobt", weiß der Vereinsvorsitzende. Auch die Kinder-Theatergruppe soll im Rahmen des Orscheler Sommers auftreten. Die Abschlussveranstaltung wird das Friedensfest sein, das für den 11. September geplant ist. Auch für das Afrika-Festival am letzten August-Wochenende ist Müller-Kästner optimistisch, dass es sich - in welcher Form auch immer - auf die Beine stellen lässt. "Theoretisch ist das an der EKS möglich", sagt er.

Es sind auch noch weitere Klassiker im Programm des Orscheler Sommers vorgesehen. So wird es Radtouren geben, die Holzwerkstatt im Rushmoor-Park wird wieder aufgebaut und auch Kino ist geplant. Bei Letzterem könnte Müller-Kästner dem Standort EKS noch einen weiteren Vorteil abgewinnen. "Hier kühlt es abends bestimmt nicht so aus wie im Rushmoor-Park."

Von Corona will sich der Kunstgriff jedenfalls nicht von seiner Traditionsveranstaltung abbringen lassen. "Wir wollen und können das auf die Beine stellen. Von daher planen wir so flexibel wie nur irgendmöglich", so Müller-Kästner abschließend.

Von Alexander Wächtershäuser

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