+
Gemeinsam ist man stärker. Das gilt nicht nur fürs Stellen des Kerbebaums, das, wie auf diesem Archivbild zu sehen, viele Hände fordert. Das gilt ebenso für das Oberurseler Kulturjahr 2019, in dem es auch um Kooperation geht.

Volksfest

Orschel feiert die Kerb: Kulturjahr hat begonnen - Konzept für die Kerb in Arbeit

Der Kalender fürs Kulturprogramm in diesem Jahr zeigt sich gut gefüllt. Die Kerb bekommt neuen Schwung, der Weihnachtsmarkt kommt zum Marktplatz zurück, und Kooperation wird großgeschrieben.

Oberursel - Nach der Aufregung im vergangenen Jahr, in dem sowohl die Taunus-Kerb als auch der Weihnachtsmarkt mit deutlich weniger städtischem Geld auskommen mussten, gehen beide Veranstaltungen in diesem Jahr mit deutlich mehr Unterstützung an den Start. Beschlossen ist, wie berichtet, dass für den laufenden Haushalt 7000 Euro für die Kerb und 13 000 Euro für den Weihnachtsmarkt draufgelegt werden.

„Wir haben die Kritik aufgenommen und reagiert“, sagte Bürgermeister Hans-Georg Brum (SPD), der gestern bei der Vorstellung des Kulturprogramms zugleich betonte, dass beim Kulturetat insgesamt „die finanzielle Ausstattung begrenzt ist“. Summa summarum stünden bei den verschiedenen Posten, die in irgendeiner Form das kulturelle Leben betreffen, rund 2,2 Millionen Euro im Haushalt. Das sei im Vergleich mit anderen Kommunen nicht besonders viel. Umso wichtiger sei deshalb die Kooperation mit Ehrenamtlichen, Vereinen und anderen Akteuren.

Viele Aktive

Seit Jahren gehört der Kunstgriff dazu, der als Kulturverein für den Orscheler Sommer verantwortlich zeichnet. „Das ist eine wirkliche Erfolgsstory“, lobte Brum das Engagement. Die Veranstaltungsreihe beginnt am 9. Juni mit dem Fischerstechen.

Bei der „Oberurseler Feyerey“ (3. und 4. August) verwandelt der federführende Verein Ursellis Historica die Portwiesen in den Schauplatz eines mittelalterlichen Spektakels. Parallel dazu findet vom 2. bis 4. August das Rheingauer Weinfest auf dem Marktplatz statt.

Die in die Diskussion geratene Taunus-Kerb soll neue Impulse bekommen, die dann vom 18. bis 22. Oktober präsentiert werden. Die Hoffnung liegt dabei auf den jungen Leuten des neu gegründeten Brauchtumsvereins Oberursel, der zurzeit zusammen mit der Stadt an der Konzeption für die zentrale Kerb arbeitet. Daneben finden wie immer in den Stadtteilen eigene Kirchweihfeste statt, getragen von den örtlichen Vereinen beziehungsweise der Feuerwehr Weißkirchen.

Das Selbständigenforum Fokus O. ist auch in diesem Jahr mit Autos in der Allee (27. und 28. April.), dem Herbsttreiben (14. bis 16. September) und dem Martinsmarkt (9. und 10. November) dabei. Zudem soll den dort organisierten Einzelhändlern beim Weihnachtsmarkt eine besondere Rolle zukommen.

Der wird vom 28. November bis zum 1. Dezember wieder mit Mittelaltermarkt und Feuerwehr auf dem Marktplatz stattfinden. Aber auch der Epinay-Platz wird bespielt, ebenso der Rathausplatz. Dort sollen vor allem Familien, Kinder und ältere Menschen angesprochen werden. „Es wird ein Weihnachtsmarkt der Plätze“, sagte Udo Keidel-George, Geschäftsführer des Kunst- und Sportfördervereins Oberursel (KSfO). Für die optische Verbindung in den Straßen und Gassen dazwischen will man den Einzelhandel gewinnen, der einen Teil der Beleuchtung und Dekoration übernehmen könnte. „Wir wollen so den Kooperationsgedanken stärken und noch mehr Akteure ins Boot holen“, erläuterte der Abteilungsleiter des Stadtmarketings, Steve Schwab.

Happy Birthday

Vom 14. bis 17. Juni wird das Brunnenfest gefeiert. Das große Volksfest wird vom Vereinsring ausgerichtet und feiert seine 40. Auflage. Die Inthronisation der Brunnenkönigin ist bereits für den 23. März in der Stadthalle angesetzt. Am Brunnenfest-Sonntag (16. Juni) veranstaltet die TSG ihren Brunnenfestlauf.

Jetzt kommt aber erstmal die Fastnacht, die in Oberursels Stadtteilen und insgesamt großgeschrieben werde, wie Brum weiß. „Gerade was die Kinder- und Jugendarbeit betrifft, sind die Karnevalvereine sehr engagiert.“ Außer deren Sitzungen stehen nach der Prinzengala heute Abend im Hotel Rilano die Erstürmung des Rathauses am 23. Februar und der Taunus-Karnevalszug (3. März) im närrischen Kampagnenkalender. Die Fastnacht und viele weitere Veranstaltungen sind zu finden im Internet auf der Seitewww.oberurselimdialog.de.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare