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Photo-Cirkel Oberursel stellt wieder aus

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Günter Albrecht hat dieses „weiße Dorf“ in Andalusien fotografiert.
Günter Albrecht hat dieses „weiße Dorf“ in Andalusien fotografiert. © Günter Albrecht

Mitglieder zeigen ihre Fotografien noch bis 23. September in der Stadtbücherei. Die Arbeiten sind allesamt weit mehr als nur die Aufnahme eines Moments.

Oberursel -Ein Grasbüschel, das in einer Pfütze hinter dem alten Frankfurter Polizeipräsidium aus dem Asphalt wächst, ein Löwe in Nahaufnahme, im Bild eingefangenes Licht. Und dazwischen immer wieder Menschen aus verschiedenen Perspektiven. Das sind nur einige der Aufnahmen, die derzeit in einer Ausstellung in der Oberurseler Stadtbücherei zu besichtigen sind. Am vergangenen Freitag wurde sie von Winfried Binder, Leiter des Photo-Cirkels Oberursel, eröffnet. In seiner Begrüßung gab Binder einen kurzen Rückblick und hieß die anwesenden Gäste willkommen, unter ihnen Bürgermeisterin Antje Runge (SPD), Stadtverordnetenvorsteher Lothar Köhler (CDU), den Vorsitzenden des Kulturvereins, Klaus Glatthorn, den musikalischen Leiter des Vereins, Rolf Kohlrausch, sowie den Fotoverein Frankfurt.

Fand die Schau in den vergangenen Jahren traditionell jeweils im Frühjahr und Herbst im Foyer des Rathauses statt, wich man dieses Mal coronabedingt in die Stadtbücherei aus. Was dem Charme der Veranstaltung keinen Abbruch tat. Ein knappes Dutzend Fotografen hatte einige Werke zur Verfügung gestellt, und die konnten sich sehen lassen.

Motive frei gewählt

Im Gegensatz zu früheren Jahren, als ein gemeinsames Thema beschlossen wurde, hatten die Mitglieder dieses Mal freie Hand bei der Wahl ihrer Motive. Sie ließen ihrer Fantasie freien Lauf. Gleich am Treppenaufgang begrüßt ein wohlgeformter Männerkörper, aufgenommen von Brigitte Lehmann, die Gäste. Berthold Schinke nutzte eine ganz besondere Gelegenheit zum Fotografieren, bekam er doch von seiner Frau einen Workshop geschenkt, der ihn ins ehemalige Frankfurter Polizeipräsidium führte. Einem Zeugnis aus vergangenen Tagen gleich scheinen seine Bilder, die eindrucksvoll dokumentieren, wie die Natur sich anschickt, den denkmalgeschützten Jugendstilbau zu begrünen.

Hans Jürgen Baumann zieht es regelmäßig zu einst großen Industriestandorten wie Duisburg. Die anscheinend unverwüstlichen Konstruktionen aus Stahl und Beton mit der Kamera einzufangen fasziniert Baumann. Für die aktuelle Ausstellung hat er Modelle im Atelier fotografiert.

Nach Frankreich, genauer gesagt nach Paris und Epinay, hat es Roser Casasús gezogen, um die dortige Architektur aufzunehmen. Etwas ganz Besonderes ist Günther Albrecht in Namibia mit der Nahaufnahme eines Löwen gelungen. Friderun Heil hat sich dem Licht zugewandt und es in vielen Facetten eingefangen.

Wie treffend Fotos einen Moment festhalten, zeigt Winfried Binder in seinen Bildern. Die kurze Zeit blühender Hecken im Sonnenschein, ein neuer Blick auf bekannte Oberurseler Bauten.

Carrie Haub hat ihren Urlaub in Österreich zum Fotografieren genutzt. Einige Motive haben den Weg in die Ausstellung gefunden.

Zweimal im Monat treffen sich die Mitglieder des Photo-Cirkels, besprechen Organisatorisches und natürlich alles rund um die Bilder, fachsimpeln über Kameratechnik und den richtigen Lichteinfall.

Wie bedeutsam der Photo-Cirkel für das Taunusstädtchen ist, betonte Antje Runge, die in ihrer Begrüßung hervorhob, dass Kunst und Kultur zur Gesellschaft dazugehören und inspirieren.

Die Schau kann bis zum 23. September zu den Öffnungszeiten der Bibliothek besucht werden.

Die Eröffnung der Foto-Ausstellung bietet Gelegenheit, sich auszutauschen.
Die Eröffnung der Foto-Ausstellung bietet Gelegenheit, sich auszutauschen. © caro
Politik trifft Kunst: Stadtverordnetenvorsteher Lothar Köhler (links) im Gespräch mit Fotograf Hans Jürgen Baumann.
Politik trifft Kunst: Stadtverordnetenvorsteher Lothar Köhler (links) im Gespräch mit Fotograf Hans Jürgen Baumann. © caro

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