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TSGO-Trainer Paul Günther

Handball, Oberliga

Physis gibt den Ausschlag: TSGO-Damen siegen 33:30

Es war ein hart erkämpfter Erfolg, der erst in den letzten zehn Minuten gesichert wurde. Und es war der erste Heimsieg dieser Saison gegen einen Gegner, der nicht zu den Spitzenmannschaften der Oberliga Hessen zählt.

Es war ein hart erkämpfter Erfolg, der erst in den letzten zehn Minuten gesichert wurde. Und es war der erste Heimsieg dieser Saison gegen einen Gegner, der nicht zu den Spitzenmannschaften der Oberliga Hessen zählt. Dennoch hatte Paul Günther, Trainer von TSG Oberursels Handballerinnen, nach dem 33:30 (16:14) gegen den TSV Eintracht Böddiger nur einen einzigen Kritikpunkt anzubringen. Und es leuchtet durchaus ein, warum das so ist.

Es ist zwar schon ein bisschen her, aber Paul Günther, 40 Jahre alt, hat als Handballer selbst solche Spiele schon erlebt. Auf der einen Seite eine, trotz einigen Spielerinnen mit Drittliga-Erfahrung immer noch junge Mannschaft (der TSGO), auf der anderen Seite eine abgezockte Truppe (des TSV) um Torjägerin Christin Schene (14 Tore) und Ex-Bundesligaspielerin Kathleen Nepolsky (2), die genau weiß, wie sie ihre Kräfte einzuteilen hat. Recht behäbig wirkten die Nordhessinnen, aber oftmals genau dann, wenn den verteidigenden Gastgeberinnen die Geduld abhanden kam, schlug die Eintracht zu.

„Meine Spielerinnen waren dann gierig auf den Ball und vernachlässigten das Abwehrspiel“, erkannte Günther, ohne es als Kritikpunkt zu formulieren. Denn in Sachen Kondition – und das stimmte ihn und die rund 200 Zuschauer in der EKS-Halle optimistisch – hatte die TSGO deutliche Vorteile. „Ich hatte von Beginn an nicht das Gefühl, dass wir Schiffbruch erleiden“, sagte Günther. Erst recht nicht, als er sah, dass der Gegner schon nach 20 Minuten begann, gleich drei Angreiferinnen für die Abwehrphasen jeweils auszutauschen, damit diese wieder Kräfte sammeln konnten.

Demgegenüber könnte in dieser Saison die Physis das große Plus des Titelaspiranten aus dem Taunus sein. In der zweiten Halbzeit hielten die Gastgeberinnen das Tempo hoch und steigerten sich im Angriff, jedoch ließen sie bei einer Drei-Tore-Führung zu viele Chancen aus – Günthers einziger Kritikpunkt. So hielt Böddiger die Partie lange offen, führte nach 49 Minuten sogar noch mit 27:26. Jedoch setzte sich Oberursel dank seiner guten Kondition und wichtigen Toren von Berit Mies und Jana Sellner in den Schlussminuten ab, so dass Trainer Günther „eigentlich total zufrieden“ mit der Leistung war.

TSGO: Claudia Schilling, Ayana Petri; Berit Mies (9/2), Viktoria Heilmann (6/2), Nadine Okrusch (5), Jennifer Krasnansky, Jan Sellner (je 4), Caroline Stahl (3), Michelle Okrusch (2), Lisa Greb, Selina Walde, Johanna Pierags, Sharon Hulin. rem

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