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Hannah (15) übt sich im Neubau der Waldorfschule im plastischen Arbeiten.

Waldorfschule

Platz für neue Klasse

Die Waldorfschule warb beim Tag der offenen Tür für eine neue Vorschulklasse. Zudem konnten die Besucher das neue Gebäude der Schule besuchen, das bei Kindern und Lehrern gut ankommt.

Sie soll ein Novum werden an der Freien Waldorfschule Vordertaunus in Oberursel: eine Vorschulklasse. Darin sollen die Mädchen und Jungen ein Jahr vor ihrer Einschulung betreut werden – und das bereits im kommenden Schuljahr. Dafür machte die Schule beim Tag der offenen Tür am Samstag Reklame.

„Es gibt viele Kindergartenkinder, die im Alter von fünf Jahren anfangen, sich dort zu langweilen. Sie sind aber für die Schule noch nicht bereit. Da ist eine Vorschulklasse genau richtig“, weiß Michael Erfurt, stellvertretender Schulleiter der Waldorfschule. An der Schule gebe es schon 15 Interessenten. Insgesamt sollen bis zu 18 Kinder die Vorschulklasse besuchen, was der Pädagoge als gute Vorbereitung auf die Einschulung sieht. „Wir haben schon länger mit dem Gedanken gespielt, doch erst jetzt haben wir den Platz für eine weitere Klasse gehabt“, erläutert Erfurt.

Denn im Herbst ist der etwa eine Million Euro teure Anbau der Schule nach viermonatiger Bauzeit fertiggestellt und bezogen worden. So ist die Oberstufe – die 12. und 13. Klasse – in das Nebengebäude gezogen, wodurch Platz für die Kleinen geschaffen wurde. Auch werde über die Einrichtung eines Ruheraums im Hauptgebäude der Waldorfschule, die derzeit 317 Schüler zählt, nachgedacht.

Im Neubau hingegen sind außer der Oberstufe auch Kunst- und Werkräume zu finden, was eine wesentliche Verbesserung zu ihrer früheren Unterbringung in Containern auf dem Schulhof bedeute, wie Kunstlehrerin Cathia Hilper betont. „Die Räume sind lichtdurchflutet und sehr funktional, im Kunstraum haben wir ein großes Waschbecken“, erklärt sie.

Außerdem gebe es nun viel mehr Platz als früher, wie Celine und Maxim (beide 15) betonen. Dadurch mache der Unterricht größeren Spaß. In den Werkräumen sei nicht nur genügend Platz für Werkzeuge wie Sägen, Bohr- oder Schleifmaschinen, sondern hier könnten sie nun in einer modernen Umgebung in Ruhe arbeiten und Holzgegenstände oder Keramikfiguren fertigen.

Solche Sachen will auch der achtjährige Julian aus Neu-Anspach mal bauen. „Ich würde sehr gern in diese Schule gehen, denn sie gefällt mir gut“, meint er. Er habe sich das Gebäude angeschaut und sei im Mathematikunterricht der zweiten Klasse gewesen: „Die haben da schon Malrechnen gemacht“, freut er sich und ist auch ganz begeistert von der Solaranlage auf dem Dach der Waldorfschule. „Ich will hierhin wechseln“, steht für Julian fest, auch wenn es für ihn bedeutet, dass er täglich aus dem Usinger Land nach Oberursel fahren muss.

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