140 Jahre alter Zweigverein

Sabine Forster ist neue Vorsitzende des Oberursler Taunusklubs

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Der Taunusklub Oberursel hat eine neue Vorsitzende gewählt. Sabine Forster ist zwar erst seit einem Jahr Mitglied der örtlichen Tauniden, sie hat sich aber einiges in ihrem neuen Amt vorgenommen.

Dass sie Energie hat, ist ihr schon am Telefon anzumerken: Engagiert erzählt Sabine Forster über sich und ihre Ideen für den Oberurseler Taunusklub. Und diese Energie dürfte denn auch kein Nachteil sein: Hat die 63 Jahre alte Grävenwiesbacherin doch gerade den Vorsitz des Taunusklub-Zweigvereins in der Brunnenstadt übernommen. Und damit die Aufgabe, den knapp 70 Mitglieder zählenden, traditionsreichen Klub – er wurde 1878 gegründet – in die Zukunft zu führen.

Hatte Heinz Völker die Oberurseler Tauniden bis 2014 stolze 30 Jahre geführt, blieben seine beiden Nachfolger Gerhard Müller und anschließend Hans-Jürgen Steinmetz nur kurz im Amt. Warum er seinen Posten vor kurzem niedergelegt hat, dazu will sich Steinmetz auf Anfrage dieser Zeitung nicht öffentlich äußern.

Seine Nachfolgerin Sabine Forster ist erst seit einem Jahr Mitglied bei den Oberurseler Tauniden. Ihr ist daran gelegen, dass der Verein eine Zukunft hat. Deshalb hat sie sich bereit erklärt, für das Amt der Vorsitzenden zu kandidieren – und wurde gewählt.

Die neue Vereinschefin lebt im Usinger Land, ist auch Mitglied des Usinger Taunusklubs. Aber: „Ich wandere mit der Donnerstagsgruppe“, sagt sie über den Oberurseler Klub. Auch darüber hinaus hat sie einen Bezug zur Brunnenstadt: Sabine Forster, die beim Hessischen Rundfunk 19 Jahre lang fürs Personal zuständig war und mittlerweile im passiven Teil der Altersteilzeit ist, hat noch einen Minijob beim städtischen Betrieb Bau und Service Oberursel (BSO). „Außerdem habe ich viele Bekanntschaften in Oberursel“, sagt sie.

Was hat sich die neue Vorsitzende vorgenommen? Zuerst gilt es, die Wegemarkierungen und das Wanderheim an der Geschwister-Scholl-Straße zu erhalten und zu betreuen. Dafür braucht es Unterstützer. Das Vereinsheim, weiß stellvertretende Vorsitzende Waltraud Scafidi, hat auch eine soziale Funktion. Es ist vor allem für jene Mitglieder wichtig, die aus Gesundheits- oder Altersgründen nicht mehr wandern können, aber das Vereinsleben mögen. Zudem hat sich Forster vorgenommen, mehr Öffentlichkeitsarbeit zu machen und neue Mitglieder beziehungsweise Mitwanderer zu finden.

Wandern sei zwar etwa aus der Mode gekommen, aber: „Wandern ist was Schönes“, sagt Sabine Forster. Und das möchte sie auch gern an nachfolgende Generationen weitergeben. Als langfristiges Projekt schwebt ihr sogenanntes Schulwandern vor. Da könne man zeigen, dass Wandern „nicht so verkehrt ist“, wie es die Grävenwiesbacherin ausdrückt.

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