1. Startseite
  2. Region
  3. Hochtaunus
  4. Oberursel

Sportkreis in Vorreiterrolle

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Strahlende Gesichter bei der C-Lizenz-Übergabe an Frauen mit Migrationshintergrund in der Oberurseler Grundschule am Urselbach.
Strahlende Gesichter bei der C-Lizenz-Übergabe an Frauen mit Migrationshintergrund in der Oberurseler Grundschule am Urselbach. © Gerhard Strohmann

Integration durch Sport – im Hochtaunus wird diese Devise noch aktiver als anderswo gelebt. Zur großen Freude der heimischen Vereine.

Auch Dr. Rolf Müller, der Präsident des Landessportbunds Hessen, Jürgen Banzer, Kreistagsvorsitzender des Hochtaunuskreises, sowie die Kreisbeigeordneten Katrin Hechler und Uwe Kraft befanden sich unter den geladenen Gästen, die zur feierlichen Lizenz-Übergabe für elf Übungsleiterinnen nach Oberursel gekommen waren.

Im September begann die Ausbildung zum Erwerb der C-Lizenz Breitensport mit 13 Teilnehmerinnen aus sieben Ländern unter dem Motto „Sport bewegt Kulturen – Übungsleiterausbildung für Frauen“ in Bad Homburg. Der überwiegende Teil der künftigen Trainerinnen hat Migrations-Hintergrund.

Die Ausbildungsinhalte wurden in diversen Modulen (von Anatomie über Ernährung bis zu Vereinsmanagement, Trainingsplanung und Versicherungsfragen) in 140 Lerneinheiten unter Leitung der Ausbilder Sarah Hense und Carlo Wiegand und weiterer Referenten von Landessportbund (lsb h) und Sportjugend Hessen vermittelt. Der lsb h hatte zusätzlich Kinderbetreuung und einen Sprachkurs angeboten.

Finanziert wurde dieser Lehrgang vom hessischen Innenministerium, der auch für 2017 wieder Gelder für derartige Maßnahmen bereitstellt. Hessenweit war es die 14. Ausbildung im Rahmen des Programms und die sechste vor interkulturellem Hintergrund.

Eine einmalige Sache

„Der Sportkreis Hochtaunus nimmt diesbezüglich eine Vorreiterrolle ein“, lobte Frank Eser, Landeskoordinator im Programm „Integration durch Sport“ der hessischen Sportjugend. Unter Regie des Orga-Teams mit Helmut Reith, Romana Brendel, José Rodriguez und Jérome Hilper gab es bereits 2015 einen ersten Lehrgang für Frauen mit Migrationshintergrund. Vergangenes Jahr stellten alle 13 Städte und Gemeinden im Hochtaunuskreis einen Förderantrag hinsichtlich Unterstützung von Flüchtlingen durch Sportvereine – unter allen Landkreisen Hessens einmalig.

Erfreulich ist auch, dass die meisten der elf neuen Übungsleiterinnen, denen Vizepräsident Ralf-Rainer Klatt die Lizenzen überreichte, bereits in Sportvereinen tätig sind oder in Kürze in den Trainingsbetrieb einsteigen. Wie Ayse Keser beim TEVC Kronberg, Susanne Hecht beim Karateverein Samurai Königstein, Heike Pulch beim TC Steinbach oder Kar Lee Schütte, die sich bei der TSG Köppern im Kinderturnen engagiert.

Auch interessant

Kommentare