Tempo 80 auf der Kanonenstraße

Die Kanonenstraße ist eine beliebte Fahrstrecke auf dem Weg zum Feldberg. Vom Ortsausgang Oberursel bis zur Großen Kurve soll dort künftig Tempo 80 gelten.

Es ist eine beliebte und viel genutzte Strecke. Auf dem Weg zum Feldberg nutzen viele Auto- und Motorrad-Fahrer die Kanonenstraße. Viel Verkehr bedeutet auch viel Lärm, der Anwohner, aber auch Besucher des Naturparks immer wieder störte. Die Straßenverkehrsbehörde der Stadt hat nach Anhörung von Polizei und Hessen Mobil nun eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 80 Kilometer pro Stunde zwischen dem Ortsausgang von Oberursel und der Großen Kurve angeordnet. Sie gilt in beiden Richtungen täglich in der Zeit zwischen 6 bis 22 Uhr. Hessen Mobil wird die Anweisung in Kürze umsetzen, teilt die Stadt mit.

Rechts und links dieses Streckenabschnitts, der räumlich zum Naturpark Hochtaunus zählt, befinden sich mehrere touristische Ziele, wie zum Beispiel das Keltenoppidum „Heidtränktal“, die von vielen Besuchern aufgesucht werden. „Gerade der Bereich zwischen der Hohemark und dem Sandplacken wird jedes Jahr von vielen Erholungssuchenden genutzt, die – häufig ausgehend vom Taunus-Informationszentrum an der Endstation der U3 an der Hohemark – zu Fuß oder mit dem Fahrrad die in diesem Gebiet liegenden Sehenswürdigkeiten des Naturparks Hochtaunus erkunden, erläutert der Erste Stadtrat Christof Fink (Grüne). „Die vom Straßenverkehr ausgehenden Lärmbelastungen führten in der Vergangenheit zu zahlreichen Beschwerden von Touristen, aber auch von Anwohnern aus dem Umfeld der Hohemark.“ Dies sei in einem Gebiet, das der Erholung diene, so nicht akzeptabel. „Daher nutzen wir in einem ersten Schritt die in der Straßenverkehrsordnung (STVO) geschaffene Möglichkeit, durch Einrichtung eines Tempolimits in einem besonderen Teilbereich des Naturparks diese Belastungen zu reduzieren“, sagt Fink.

Er appelliert an alle Verkehrsteilnehmer, besonders auch an die Motorradfahrer, das Tempolimit zu beachten und durch ihr Fahrverhalten zu einer Reduzierung der Belastungen beizutragen. Er kündigt zudem an, dass in Abstimmung mit der Landespolizei und der Ordnungspolizei der Stadt die Einhaltung durch Geschwindigkeitsmessungen überwacht werde.

„Die nun angeordnete Geschwindigkeitsbegrenzung führt entsprechende Einschränkungen fort, wie sie für große Straßenabschnitte im Bereich des Naturparks Hochtaunus bereits bestehen“, erläutert Fink. „Aus Sicht der Stadt Oberursel sollte der Erholungsgedanke – verbunden mit dem Schutz der Erholungssuchenden vor unnötigem Lärm – bei der Ausgestaltung der verkehrsrechtlichen Regelungen im Vordergrund stehen.“ Dies entspreche dem besonderen Erholungscharakter, den der Naturpark Hochtaunus für viele Menschen hat. In diesem Sinne werde die Stadt auch gemeinsam mit dem Hochtaunuskreis und den anliegenden Kommunen bei der Ausgestaltung weiterer Maßnahmen vorangehen. red

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