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Auf der Kanonenstraße müssen Autofahrer schon seit 2015 zumindest tagsüber vom Gas gehen. In der ?Großen Kurve? gilt zudem rund um die Uhr Tempo 50.

Lärmaktionsplan

Tempo 80 auf Nordumgehung und Kanonenstraße?

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Was kann man tun, um den Verkehrslärm zu reduzieren? Die Vorschläge der Brunnenstadt würde auch den überörtlichen Verkehr erheblich drosseln.

Tempo 30 soll eigentlich die Dinge beruhigen; wird das Thema in Gremien diskutiert, mobilisiert es eher. So geschehen bei der ansonsten diskussionsarmen jüngsten Sitzung des Oberurseler Bau- und Umweltausschusses. Die am 31. Januar beim RP abgegebenen Stellungnahme zum Lärmaktionsplan 2018 (siehe weiteren Text) war eigentlich nur zur Kenntnis auf der Tagesordnung; es gab also nichts zu beschließen. Dennoch wurde deutlich, dass einige Parlamentarier ungern auf die Bremse treten würden.

Oberursel ist von relativ vielen überörtlichen Straßen umgeben. Daher könnten einige Maßnahmen wehtun. Die Stellungnahme der Stadt ist auf einzusehen. Hier die wichtigsten Vorschläge:

  A 5: Tempolimit auf der A 5 in Höhe Weißkirchen und die dort noch immer fehlende Lärmschutzwand.

  A 661, B 455 (Nordumfahrung) sowie B 456 zwischen A 661 und PPR-Kreuzung: Ausweitung der bestehenden Tempo-80-Regelung

  L 3004 (Kanonenstraße) zwischen Hohemark und Sandplacken: Zeitlich unbegrenzt „zumindest“ Tempo 80. Seit 2015 darf dort tagsüber auf Teilen nicht schneller als 80 gefahren werden.

Für einige innerörtliche Lärm-Achsen werden Tempo 30 sowie Flüsterasphalt vorgeschlagen – etwa die Homburger und Frankfurter Landstraße, Hohemarkstraße, Feldbergstraße (hier auch teilweise Einrichtung einer Einbahnstraße ), Nassauer Straße, Oberhöchstadter Straße. Kurmainzer und Weißkirchener Straße sind schon Tempo-30-Zonen.

Die großen, über Lahnstraße, Homburger und Frankfurter Landstraße erreichbaren Firmen sollen sich Gedanken machen, wie sie ihren Autoverkehr reduzieren oder zeitlich entzerren können – etwa durch Förderung von Fahrradfahren, ÖPNV und E-Mobilität.

Auch wenn es zu früh war: Roland Ruppel (OBG) appellierte an den Magistrat, Tempo 30 von Durchgangsstraßen fernzuhalten; Jutta Niesel-Heinrichs (SPD) wollte öffentliche Busse davon ausgenommen wissen. Wer Tempo 30 nicht wolle, solle andere Vorschläge machen, stoppte Bürgermeister Hans-Georg Brum (SPD) die Diskussion. Doch es gebe wenig Spielraum, um, wie gesetzlich gefordert, Verkehrslärm zu reduzieren. „Wir sollten eine Info-Veranstaltung zum Thema Lärmschutzmaßnahmen machen“, stellte Brum in Aussicht.

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