+
Innige Beziehung: Tierärztin Dr. Ruth Funk und ihre hübsche Pudeldame Talitha sind ein eingespieltes Team.

Kuriose Freundschaft

Die Tierärztin und der XXL-Pudel

Die Oberurseler Tierärztin Ruth Funk hat schon von Berufs wegen viel mit Hunden zu tun. Aber auch privat haben es ihr die Vierbeiner angetan. Ihr Großpudel Talitha ist zwar keineswegs ein Schoßhündchen, geht mit Frauchen dafür aber durch dick und dünn.

Wer das Wort Pudel hört, der denkt vielleicht an einen kleinen, wuscheligen Hund mit einer geschorenen Frisur. Dr. Ruth Funk, Tierärztin aus Oberursel, kann darüber nur lachen. Denn ihr Großpudel Talitha ist so weit ab von diesem Klischee, wie es nur eben geht. Talitha ist eine stattliche Erscheinung, misst circa 50 bis 60 Zentimeter in der Höhe und ist so gesehen nun wirklich kein „Schoßhündchen“. Mit ihrem weißen kuscheligen Fell ist die Pudeldame wirklich ein Hingucker.

Ruth Funk ist eine Hundenärrin, schon immer gewesen. „Als kleines Mädchen war ich schon verrückt nach Tieren, und meine Eltern erlaubten mir zum Glück das Halten von Schildkröte und Meerschweinchen“, erinnert sie sich. Doch mit einem Hund als Haustier wollte es erst nicht so recht klappen. „Mit zehn Jahren hatte ich sie dann so weit und unser erster Hund, ein Cocker Spaniel namens Emil, zog bei uns ein“, erzählt die 56-Jährige.

Seitdem hatte sie, vom Studium in München abgesehen, immer einen Hund an ihrer Seite. „Obwohl, als ich meinen Mann damals während des Studiums in München kennenlernte, hatte er auch einen Hund“, erinnert sie sich. Bei der Frage, wer ihr denn damals zuerst aufgefallen sei, Herrchen oder Vierbeiner, muss sie schallend lachen. „Mein Mann natürlich“, sagt sie dann verschmitzt. Talitha ist Ruth Funks achter Hund, und die beiden verbindet eine ganz besondere Beziehung, wie die Tierärztin selbst sagt. „Ich hatte mir schon lange einen Großpudel gewünscht. Eine Patientin mit einem solchen Hund kam einmal zu mir in die Praxis und ich war sofort angetan von dem tollen und ruhigen Wesen dieser Tiere“, erzählt sie.

Doch zu diesem Zeitpunkt lebten im Funkschen Haushalt bereits drei Hunde, allesamt Mischlinge aus Tierheimen, so dass an weiteren Familienzuwachs nicht zu denken war. Vor fünf Jahren war es dann so weit. Als sie eine seriöse Züchterin in Neuwied ausfindig gemacht hatte, zog Talitha bei den Funkes ein.

„Talitha ist aramäisch und bedeutet Mädchen“, erklärt Funk. „Ich finde, das passt gut zu ihr.“ Talitha ist auf jeden Fall verspielt wie ein kleines Mädchen. „Sie bringt uns mit ihren verrückten Ideen immer wieder zum Lachen“, freut sich die Veterinärin. „Einmal hat sie sich zum Beispiel ein Handtuch gemopst und ist mit ihrer Beute wie wild durch den Garten gesprungen“, erinnert sich Funk. Auch einige Tricks wie Pfötchen geben hat die Hündin auf Lager.

Talithas Fellpflege ist recht simpel, sie muss nur regelmäßig getrimmt werden. „Dieses Ritual hat sie sehr gern, springt dann meist schon freudig aus dem Stand auf den Behandlungstisch in der Praxis“, erzählt Ruth Funk. „Auch das regelmäßige Bürsten liebt sie sehr.“ Vor allem aber reagiert Talitha genau auf die Stimmung ihres Frauchens. „Sie ist sehr sensibel. Anschreien dürfte ich sie nicht. Falls sie mal etwas macht, was sie nicht soll, dann genügt ein Blick oder ein Wort von mir“, berichtet die Tierärztin.

„Ich glaube, ich hatte noch nie so eine enge Bindung zu einem Hund, wie bei Talitha.“ So richtig blüht die Hündin aber auf, wenn Frauchen mit ihr in der Mittagspause einen ausgedehnten Waldspaziergang macht. „Jeden Tag eineinhalb Stunden, das tut auch mir richtig gut und ist ein Ausgleich zum Job“, sagt Ruth Funk. Und im Urlaub geht Talitha natürlich mit auf Touren-Wanderung oder kraxelt mit rauf auf den Berg. Da hält sich Talitha ganz an den Slogan einer beliebten deutschen Automarke: „Sie läuft und läuft und läuft.“

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare