Der Traum vom Wohnen

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Ob Matterhorn oder Feldberg, Strand von Sylt oder Bett vom Urselbach. Noch träumen die Mitglieder des gemeinschaftlichen Wohnprojekts „WohnTraum“ von ihrem neuen Heim. Doch der Bauantrag bei der Stadt kann bald gestellt werden.

Vorne Blick aufs Matterhorn, hinten raus auf den Strand von Sylt, und das bitte mitten in der Stadt. Das wäre der Wohntraum vieler. Doch die Mitglieder des Vereins „WohnTraum – Gemeinschaftliches Wohnen in Oberursel“ – sind da ganz realistisch: „So was gibt’s natürlich nicht. Aber dennoch wollen wir es uns so schön wie möglich machen.“ Vorne Blick auf den Feldberg, nach hinten zum Urselbach und zum Zentrum Orschels nur wenige Minuten. Das ist die Realität. Und keine schlechte, finden die sieben Mitglieder, die sich jetzt zum monatlichen Stammtisch in den Jahnstuben trafen.

Wie berichtet, will der 2011 gegründete Verein in Zusammenarbeit mit der Oberurseler Wohnungsgenossenschaft (OWG) seinem Traum vom gemeinschaftlichen Wohnen verwirklichen. Die OWG baut in der Berliner Straße das Laubenganghaus mit 15 Mietwohnungen. Für 11 Wohnungen hat der Verein „WohnTraum“ ein Vorschlagsrecht. „Ein schönes Projekt“, wie Thomas Schultheis von der OWG im Gespräch mit der TZ betont.

Beim Stammtisch ist auch ein Ehepaar aus Stierstadt dabei: „Wir wollen uns verkleinern, der Garten ist zu groß, die Knochen machen nicht mehr so mit“, erklären Helga und Lutz Penhard. Das Bauprojekt der OWG in der Berliner Straße interessiere sie. „Von elf Wohnungen sind allerdings schon neun vergeben“, berichtet Vorsitzende Carla Lotti Frisse. Auch verzögere sich der Baubeginn wahrscheinlich ein wenig, da das dem Umweltministerium vorgeschlagene Heizsystem über Erdwärme für das geplante Laubenganghaus aus Gründen des Gewässerschutzes abgelehnt worden sei, berichtet die Vorsitzende weiter. Laut Thomas Schultheis ist nun eine Gasbrennwertanlage mit solarthemischer Unterstützung vorgesehen. „Wir schätzen, es dauert ungefähr zwei Monate, bis die OWG der Stadt den Bauantrag vorlegen kann“, so Frisse. Bezugsfertig soll das Haus Ende 2016 sein.

Gemeinsame Unternehmungen, wie auch beim Zusammenleben im Laubenhaus vorgesehen, würden schon rege organisiert, freut sich Frisse: „Wir gehen öfter zusammen aus, kürzlich waren einige von uns bei der Gala des Vereins Windrose in der Stadthalle.“

„WohnTraum“-Mitglied Dorothee Lieb kann sich das gemeinschaftliche Wohnen schon gut vorstellen. Und eine Oberurselerin, die neben ihr am Stammtisch sitzt, hofft darauf, dass das Leben dann einfacher wird. Das Vorbild des Vereins Silberdisteln aus Kronberg jedenfalls, das sie sich gemeinsam angeschaut hätten, sei extrem schön, finden die beiden Damen.

Jetzt steht bei „WohnTraum“ aber erst einmal der Workshop „Traumtag“ an, der am Sonntag, 26. April, im Kolleg der Jahnstuben veranstaltet wird. „Wir haben bereits zwei Arbeitsgruppen gebildet“, erzählt Frisse, „die eine ist die ,Wohngruppe Berliner Straße‘ die andere heißt ,Wohngruppe ,WohnTraum‘ Ausblick‘ – für diese muss aber erst noch ein Grundstück gefunden werden.“ Dazu wolle man Kontakt mit dem Leiter Stadtentwicklung im Rathaus aufnehmen. Zur Überlegung, wie lange wohl dieser Wohntraum ein Traum bleibt, äußern sich die Mitglieder optimistisch: „Man kann sein Leben nicht kalkulieren, aber man kann sich etwas vornehmen.“

Wer sich für das Projekt „WohnTraum“ interessiert, findet weitere Informationen auf der Internetseite .

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