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TSG-Trainer Paul Günther spricht nach der Niederlage zu seiner Mannschaft

Handball

TSGO: Doppelt siegen, das wär’s

Von 17.30 Uhr laden die Aushängeschilder der TSG Oberursel am Samstag zum Heimspieltag. Ein Erfolg der Handballer auf ganzer Linie liegt schon länger zurück.

Fast auf den Tag genau wird es am Samstag ein halbes Jahr her sein, dass die beiden 1. Handballmannschaften der TSG Oberursel hintereinander Heimsiege feierten. Die TSGO lädt ja gerne zu Handballtagen in die EKS-Sporthalle ein; in dieser Saison enden diese stets mit dem Spiel der Landesliga-Männer um 17.30 Uhr und der Partie der Oberliga-Frauen um 19.30 Uhr. Am 21. April lief es noch umgekehrt: Erst schlugen die Orscheler Damen als Titelanwärter die HSG Wettenberg mit 30:23, dann jubelten nach dem 32:31-Sieg gegen TuS Holzheim die Männer, die sich zu diesem Zeitpunkt schon auf eine weitere Spielzeit in der Landesliga Mitte freuen konnten.

Wenn die Mannschaft von Trainer Ergün Sahin am Samstag gegen den TV Breckenheim vorlegt, wäre das ein erster Schritt zum Klassenverbleib. Nach bisher fünf Niederlagen habe der Abstiegskampf bereits begonnen, meint Mannschaftsbetreuer Bernhard Schmidt. „Vielleicht lief es für uns in der Vorbereitung einfach zu gut“, meint er zur bisher schwarzen Serie, die ihren negativen Höhepunkt mit dem 22:24 gegen die bis dato ebenfalls sieglose HSG Goldstein/Schwanheim fand.

Das Team müsse einfach weiterhin mit solch großem Engagement an sich arbeiten und dem Druck standhalten, meint Schmidt. Gegen die routinierten Breckenheimer wird das nicht einfach, auch weil Kreisläufer Aldin Hadziabdic mit einer Knieverletzung (MRT steht noch aus) und Rückraumspieler Bennet Wienand mit einer Knöchelblessur fehlen werden.

Dass am späteren Abend Orschels Handballerinnen ihren ersten Heimsieg der Saison landen, davon geht ihr Trainer Paul Günther felsenfest aus. „So dramatisch die drei Wochen Pause nach den zwei Auftaktniederlagen auch waren“, sagt der 40-Jährige, so gut seien sie für die Psyche gewesen. Seine Spielerinnen wüssten jetzt Bescheid, hat Günther beim 38:29 bei Germania Fritzlar II festgestellt. 80 Angriffe habe seine Mannschaft gefahren, ist Günther immer noch vom Tempo beeindruckt, dass sein Team ging. Wenn wir mit „den gleichen Emotionen und der Leidenschaft und gleichzeitig mit Respekt und Demut vor dem Gegner ins Spiel gehen, bin ich mir sicher, dass wir gewinnen“, sagt der frühere Zweitligaspieler vor dem Aufeinandertreffen mit Eintracht Böddiger.

Zuletzt trotzten die heimstarken Nordhessinnen in Felsberg dem TV Hüttenberg ein Unentschieden ab – genauso wie in der Vorsaison auch der TSGO. Auswärts lässt sich die Eintracht aber manchmal etwas hängen, beim 25:37 in Nieder-Roden ist das kürzlich wieder passiert. Böddiger hat also gegen jene beiden Teams bereits gespielt, die der TSGO im September empfindliche Niederlagen zuführten. Das Gefühl der Niederlage haben indes bis auf Drittliga-Absteiger TuS Kriftel (zwei knappe Siege) schon alle Mannschaften durchgemacht, weshalb Günther mit einem spannenden Rundenverlauf rechnet.

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