Linksaußen Lara Kürten trifft für die TSG Oberursel zum 6:5, Torfrau Kristina Aurich (PSV Recklinghausen) ist geschlagen.
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Linksaußen Lara Kürten trifft für die TSG Oberursel zum 6:5, Torfrau Kristina Aurich (PSV Recklinghausen) ist geschlagen.

TSGO dreht auf – 41:30

  • VonEckhard Fiukowski
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Laut ihrem Trainer ist noch nicht alles Gold, was glänzt. „Aber schon vieles“, werden die Oberurseler Handballfans zur Leistung des Drittliga-Teams sagen. Eine Spielerin überragte.

War das ein gelungener Auftritt der Handballerinnen der TSG Oberursel in der 3. Liga West. Im ersten Heimspiel konnte der PSV Recklinghausen mit 41:30 besiegt werden. Rund 350 Fans verabschiedeten den Aufsteiger gestern Nachmittag mit Standing Ovations.

Die Gastgeberinnen sprühten nach den deutlichen Niederlagen im DHB-Pokal und zum Rundenauftakt vor Spielfreude. Die Folge waren viele schön herausgespielte Tore, die zunächst meistens vom Kreis erzielt wurden. Die Abwehr stand aber auch recht gut – und wenn ein Wurf durchkam, war noch jemand da: Annika Steitz. Die Torfrau zeigte eine überragende Leistung und hatte großen Anteil am Sieg. „Es waren so viele Leute da, die haben eine tolle Stimmung verbreitet, und wir haben alles richtig gemacht – es war einfach schön“, sagte Annika Steitz später.

Zurück zum Spiel, genauer gesagt zum Angriffsspiel der TSGO: Das kurbelte Kapitän Nadine Okrusch an, sie wurde von ihrer Schwester Michelle unterstützt. Aber auch Jana Sellner und Julia Buße konnten im Rückraum Akzente setzen. Linksaußen Lara Kürten fand zu ihrer alten Stärke zurück, auch weil Steitz sie bei Tempogegenstößen mit präzisen Passen quer über das Spielfeld bediente. Schon beim 17:14 zur Pause hatten die Fans ein gutes Gefühl.

Aufs Tempo gedrückt

Nach der Pause konnte Recklinghausen nur noch 15 Minuten lang Paroli bieten, dann eilte die TSGO zum 32:22 davon. Die Gastgeberinnen drückten immer wieder aufs Tempo und hatten im Gegensatz zum Derby in Gedern eine gute Wurfausbeute. In den letzten zehn Minuten wurde Michelle Okrusch von Michaela Bühran zwar hautnah bewacht, doch die Rückraumspielerin ließ sich das Torewerfen nicht verbieten und erzielte weitere drei Treffer.

„Wir haben ein Tempospiel aufgezogen und genau die Vorgaben erfüllt, auch die Abwehr war wirklich gut“, resümierte Nadine Okrusch. Erleichtert zeigte sich der Trainer. „Das waren 45 Minuten Kampf, und 15 Minuten wurde gut gespielt“, sagte Dirk Lodders. „Wir haben alles gegeben und auch in der Höhe verdient gewonnen.“

Oberursel: Steitz, Gogolin; Sellner, Michelle Okrusch (je 8), Buße (7), Kürten. Nadine Okrusch (je 6), Heilmann (5/5), Pierags (1). Hügl, Frölich, Kahlstatt, Müller, Giebe.

TSG Ober-Eschbach – HSG Gedern/Nidda (Sa., 19.45 Uhr), RL Bascharage – TSG Oberursel (So., 16 Uhr)

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