Advent in der Stadt

Weihnachtsdorf soll in die Oberurseler Innenstadt locken

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Oberursel bekommt einen weihnachtlichen Treffpunkt in der Innenstadt. Im Dezember gibt es auf dem Rathausplatz donnerstags und freitags Glühwein, Speisen und Unterhaltung. In einer Hinsicht kommt sogar Orscheler-Sommer-Gefühl auf.

Kaum hatte der Advent begonnen, war’s bislang in Oberursel auch schon wieder vorbei mit der Festherrlichkeit in der Kernstadt, steht der Weihnachtsmarkt doch stets am ersten Adventswochenende im Kalender. Das ist zwar auch in diesem Jahr so – doch der Markt bekommt einen kleinen Nachfolger: das Weihnachtsdorf.

„Es ist ein Angebot an die Bürger, zusammenzukommen“, sagte Bürgermeister Hans-Georg Brum (SPD) gestern bei der Vorstellung des Weihnachtsdorfs auf dem Rathausplatz, mit dem das Stadtmarketing zur vieldiskutierten Belebung der Innenstadt beitragen will.

Vom 1. Dezember an locken sechs Stände, von denen einer für Oberurseler Vereine reserviert ist (siehe ZUM THEMA). Geöffnet sind sie donnerstags von 16 bis 22 Uhr und freitags von 15.30 bis 22 Uhr. Auf die Wochenenden wurde verzichtet. „Das Angebot soll keine Konkurrenz zu den Weihnachtsmärkten in den Stadtteilen sein“, erklärte Brum.

Er möchte das Weihnachtsdorf als Versuch verstanden wissen. Heißt: Eine Neuauflage fürs kommende Jahr ist noch nicht geplant, erst mal sollen Erkenntnisse gewonnen werden. Es wird also viel davon abhängen, wie gut das Dorf besucht wird, in dem es Glühwein, herzhafte und süße Speisen, passende Musik sowie eine schöne weihnachtliche Atmosphäre geben soll.

Um den Weihnachtsbaum werden die Buden hufeisenförmig aufgebaut, und die Feuerwehr Oberursel–Mitte stellt Feuerkörbe auf. Kinder können auf einem Karussell ihre Runden drehen. Von den Ständen und Stehtischen aus haben die Besucher Blick auf eine Bühne, auf der es ein Unterhaltungsprogramm geben soll. An drei Freitagen richtet sich der Blick von 19 Uhr an auf eine Leinwand.

Der Verein Kunstgriff kann nämlich nicht nur Orscheler Sommer, sondern auch Winter – der Organisator des Sommerkulturprogramms hatte ohnehin einen Open-Air-Kino-Termin für Dezember geplant, sagte Vorsitzender Dirk Müller-Kästner. Nun kommt das Kino ins Weihnachtsdorf: Am 2. Dezember ist „Das Beste von acht Oberurseler Kurzfilmfestivals“ zu sehen, eine Woche später eine weihnachtliche Fantasy-Komödie und am 16. Dezember „Nightmare before Christmas“. Die Donnerstage hingegen stellt die Stadt unter den weit gefassten Titel „After work“, worunter aber keine lautstarke Party zu verstehen ist.

Am Freitag, 23. Dezember, soll das Dorf zum Treffpunkt jener werden, die über die Festtage nach Hause nach Oberursel kommen und Wiedersehen mit Freunden und Familie feiern wollen. In sozialen Netzwerken werde schon für den Cliquentreff geworben, sagte Stephan Remes vom städtischen Geschäftsbereich Stadtmarketing.

Das Besondere: Nach Weihnachten geht es noch weiter, das Dorf hat auch am 29. und 30. Dezember geöffnet. Am letzten Abend dreht sich alles ums Jahresende. Arbeitstitel: „Best of 2016“.

Bis 15. Dezember können die Besucher Gutes tun: Der Erlös einer Tombola, bei der es unter anderem Eintrittskarten fürs Theater im Park zu gewinnen gibt, kommt hilfsbedürftigen Senioren in Form von Einkaufsgutscheinen zugute. Die Gewinner werden am 15. Dezember, 19 Uhr, im Dorf gezogen.

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