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Zu wenig Platz in der Lange Straße

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Von: Alexander Schneider

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Es wird vermutlich noch einige Jahre dauern, bis die Lange Straße auch bis zur Friedenslinde verkehrsberuhigt ausgebaut wird. Die Mitglieder der Oberurseler CDU verschafften sich im Rahmen ihrer Sommerfraktion aber schon mal einen Überblick davon, wie sich die Verkehrssituation in diesem Streckenabschnitt mit kleineren Lösungen entschärfen lässt.
Es wird vermutlich noch einige Jahre dauern, bis die Lange Straße auch bis zur Friedenslinde verkehrsberuhigt ausgebaut wird. Die Mitglieder der Oberurseler CDU verschafften sich im Rahmen ihrer Sommerfraktion aber schon mal einen Überblick davon, wie sich die Verkehrssituation in diesem Streckenabschnitt mit kleineren Lösungen entschärfen lässt. © schneider, alexander

Im Ortskern des Oberurseler Stadtteils Bommersheim ist der Bürgersteig schmal und der Schulweg unsicher. Bei einem Rundgang mit der CDU wurde über Lösungen für die Lange Straße diskutiert. Schon ein geschlossenes Tor könnte helfen.

Oberursel -Die "Lange Straße" im Oberurseler Stadtteil Bommersheim heißt zu Recht so, immerhin ist sie in der Tat sehr lang. Mit zweitem Namen sollte sie allerdings besser "Schmale Straße" heißen: Denn sie ist für die Verkehre, die sich in ihr bündeln - Pkw, Lkw, Traktorgespanne, Reiter, elterlicher Hol- und Bringverkehr - über weite Strecken zu eng, jedenfalls bei Beibehaltung der Zweibahnrichtung. Die Ferienfraktion der Oberurseler CDU hat sich am Dienstag unter der Führung von Stadtverbandschef Thomas Poppitz zu einer Begehung des unteren, noch nicht ausgebauten Abschnitts der Straße zwischen Burgstraße und Friedenslinde getroffen.

Stadtverordnete und Vertreter des Bommersheimer Ortsverbands mit Daniel Synek an der Spitze sowie Anlieger haben daran teilgenommen, ebenso der Landesvorsitzende der Jungen Union Hessen und Kandidat für das Direktmandat der Hochtaunus-CDU bei der Landtagswahl 2023, Sebastian Sommer.

Darüber, dass der Verkehr in der Lange Straße anders geregelt werden muss, herrschte Konsens, nur beim "wie" blieben Fragen, die auch Florian Book, Mitarbeiter im Bereich Stadtplanung im Rathaus, nicht beantworten konnte. Book musste Hoffnungen von Anliegern, ihre Hälfte der Straße könne so schön verkehrsberuhigt werden, wie das erst kürzlich fertiggestellte Teilstück zwischen Ölgarten und Burgstraße dämpfen.

Ausgeschlossen sei das zwar nicht, zu den "Top 10"-Projekten zähle der Abschnitt jedoch nicht. Bei solchen Straßenumbauten brauche es immer eine "Initialzündung", sagte Book. Im oberen Teil sei dies der eine Komplettsanierung erfordernde Zustand des Kanals gewesen. Bei solchen Gelegenheiten lasse sich dann mit vertretbarem finanziellem Aufwand auch eine Verkehrsberuhigung realisieren. Der Kanal im weiteren Verlauf der Straße bis zur Friedenslinde sei aber intakt. Book könnte sich hier jedoch einen "Verkehrsversuch" mit probeweiser Möblierung durchaus vorstellen.

Ob dies das Grundproblem in der Lange Straße aber lösen wird, blieb offen. Einig waren sich die Teilnehmer der Begehung, dass die teils chaotischen Zustände vor allem im Bereich der Schule auf den Hol- und Bringverkehr der Eltern zurückzuführen ist. Häufig hielten sie im Gegenverkehr mitten auf der Straße, um ihre Kinder ein- oder aussteigen zu lassen - "nur weil die Schule zu eng gebaut ist, um mit dem SUV bis ins Klassenzimmer zu fahren", hieß es halblaut aus der zweiten Reihe. Auch Poppitz und Synek sahen hier ein großes Problem, das sich aber dadurch lösen ließe, dass das Tor zum Schulhof an der Lange Straße geschlossen wird.

Stattdessen müssten die Kinder das Schulgelände dann vom Parkplatz Himmrich aus, im Volksmund wegen seiner Form die "Null" genannt, betreten. Dort könnten dann einige sogenannte "Kiss & Ride"-Kurzparkplätze abgezweigt werden.

Dass die Lange Straße mit ihren schmalen Bürgersteigen kein Fußgängerparadies und schon gar kein sicherer Schulweg ist - auch darüber war man sich einig. Ein Teilnehmer startete einen Selbstversuch und stellte lachend fest, "dass es ab Konfektionsgröße 54 schon gefährlich wird". Die einfachste Lösung des Problems wäre eine Einbahnregelung - allerdings nur in der Theorie, denn die Landwirte sähen sich dadurch vor neue Probleme gestellt. Sie kämen aus ihren Höfen zwar raus, aber nicht wieder rein.

Platz an der Kirche offen gestalten

Eine weitere Möglichkeit wäre nach Auffassung mehrerer Teilnehmer die Einschränkung des Parkens in der Lange Straße. Viele Anlieger seien aber zu bequem, ihre Autos in die leeren Höfe zu fahren. Selbst auf den mit Zickzacklinien markierten Aufstellflächen für Feuerwehrautos werde geparkt.

Mehr Aufenthaltsqualität in der Lange Straße könnte eine offene Platzgestaltung an der Kirche bringen. Im Rahmen des Sozialraumprojektes werde über diesen "Platz der Begegnung", auf den sich viele Bommersheimer bereits freuen, schon diskutiert.

CDU-Chef Poppitz versprach am Ende des Rundgangs, alle Ideen zu bündeln. Sie sollen in einen Antrag an den Ortsbeirat einfließen mit dem Ziel, ihre Umsetzung zu prüfen.

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