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Die vielen Besucher auf dem Weihnachtsmarkt müssen sich in diesem Jahr an eine neue Route Richtung Epinay-Platz gewöhnen. Archivfoto: jp

Aus Kostengründen

Oberurseler Weihnachtsmarkt zieht Richtung Epinay-Platz

Aus Kostengründen spielt sich der Weihnachtsmarkt in diesem Jahr zwischen Rathaus und Epinay-Platz ab. Rund 70 Stände von Händler und Vereinen werden dort ein vielfältiges Angebot vorhalten. Auch das Weihnachtsdorf öffnet wieder seine Tore. Im kommenden Jahr könnte es ein Drei-Plätze-Konzept geben.

In diesem Jahr haben der Marktplatz und die Strackgasse Pause , zumindest, was den Weihnachtsmarkt betrifft. Der startet am 29. November und dauert bis zum 2. Dezember. Wegen der Kürzungen bei der städtischen Kultur zur Haushaltssicherung wird sich das Marktgeschehen nun zwischen dem Rathausplatz über die Kumeliusstraße bis zum Epinay-Platz abspielen. Die Besucher werden den weihnachtlichen Markt als eine Art Achse erleben.

Die Stadt rechnet sich dabei nicht nur einer stärke Konzentration aus. In erster Linie geht es darum, Kosten zu sparen. Vor allem bei der Bereitstellung der Infrastruktur für die Stände, wie beispielsweise deren Stromanschlüsse, für den Brandschutz und die umfangreichen Verkehrsmaßnahmen müsse man bei der neuen Lage nicht so viel ausgeben wie zuvor als der Bereich Markplatz und Strackgasse bespielt wurden. „Das war extrem teuer“, sagte Bürgermeister Hans-Georg Brum (SPD) bei der Vorstellung der Pläne zum diesjährigen Weihnachtsmarkt.

Diese Kosten kämen längst nicht über die Standgebühren herein. Die belaufen sich in diesem Jahr für die vier Tage Markt pro Stand auf 140 Euro für Vereine und Privatleute und 280 Euro für gewerbliche Händler. Insgesamt sieht das städtische Budget für den Weihnachtsmarkt in diesem Jahr 46 000 Euro im Haushalt vor. Im letztes Jahr waren es noch 66 000 Euro.

Zugleich weiß der Rathauschef, dass vielen Weihnachtsmarktbesuchern die heimelige Atmosphäre auf dem Marktplatz gefällt. Mit Blick auf 2019 kündigt er deshalb an: „Wir werden alles daran setzen, im nächsten Jahr den Marktplatz und die Strackgasse wieder einbinden zu können.“ Das könnte dann eine Art Drei-Plätze-Konzept ergeben, mit Rathausplatz, Marktplatz und Epinay-Platz als den zentralen Punkten. Verbindungen mit verschiedenen Ständen soll es da geben, wo es sinnvoll, das heißt wohl auch bezahlbar ist.

Aber zurück zum aktuellen Weihnachtsmarkt: Bei dessen Gesamtangebot soll nach Aussagen von Steve Schwab, dem neuen Leiter im Stadtmarketing, keine Abstriche geben. An über 70 Ständen werden ansässige Vereine und Händler das typische winterlich-weihnachtliche Sortiment anbieten, von Kerzen über Keramik und Spielwaren bis hin zu süßen Leckereien, Glühwein und Bratwurst.

Auch die Feuerwehr Oberursel Mitte wird wieder dabei sein und ihren Feuerzauber diesmal auf dem Epinay-Platz präsentieren. Dort wird es zudem eine Dampfeisenbahn und ein Kinderkarussell geben. Ein weiteres großes Karussell ist für den Parkplatz neben der Greisslerei gebucht.

Dampfen wird es auch auf dem Rathausplatz, wenn der Dampfbahnclub Oberursel Fahrten rund um den großen Weihnachtsbaum anbietet. Damit tritt der Club die Nachfolge von Dampfbahnbetreiber Hans-Joachim Acker an, der aus Altersgründen nicht mehr dabei ist. Und während im Rathaus wieder der Kunst- und Kunsthandwerkermarkt im kleinen und großen Sitzungssaal einlädt, findet sich, weil der Markplatz wegfällt, der Mittelaltermarkt in diesem Jahr auf dem Parkplatz am Urselbach hinter der Stadthalle wieder.

Auch das Weihnachtsdorf mit seinen Buden und Schankhütten, das vor zwei Jahren zum ersten Mal veranstaltet wurde, gibt es wieder. Es startet im Anschluss an den Weihnachtsmarkt auf dem Rathausplatz zu Nikolaus am 6. Dezember. Es habe sich zu einem beliebten Treffpunkt gemausert. Auch verschiedene Vereine sind beteiligt und laden an ihrem Stand abwechselnd bis zum 28. Dezember zum „After-Work“-Treffen ins weihnachtliche Dorf ein.

Etliche Benefizaktionen, Konzerte und weitere Veranstaltungen runden das Angebot in der Vorweihnachtszeit genauso ab, wie der Wunschbaum, den es wieder geben wird ab. Das ausführliche Programm mit den exakten Termin und Uhrzeiten wird noch bekanntgegeben.

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