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Wenn man den einen oder anderen Ratschlag befolgt, sollte das Grillen mit Freunden ein ungetrübtes Vergnügen sein.

Ohne Risiko: So wird der Spaß am Grill eine saubere, sichere und gesunde Sache

Grillen ist für viele Deutsche der Inbegriff von Spaß, Genuss und Geschmack. Da lässt man gerne mal alle Fünfe gerade sein und schaut nicht so genau auf Kalorientabellen oder Empfehlungen von Amts wegen. Dennoch ist es ganz nützlich, zu wissen, was Fachleute raten, um das Grillen etwas gesünder zu halten.

Das Umweltbundesamt rät auf seiner Homepage in Sachen Grillen und Gesundheit zum

  Verzicht auf Holzkohle : Die Schadstoffentwicklung (PAK, Feinstaub, CO, CO2) macht Kohle nicht empfehlenswert. Besser sind da Gas- oder Elektrogrill. Allerdings weiß man auch beim Bundesamt, dass die Deutschen beim Grillen ungern auf Kohle verzichten. Deshalb gilt, wenn schon Kohle, dann die mit dem DIN-Prüfzeichen (DIN EN 1860-2). Das stellt sicher, dass die Holzkohle kein Pech, Erdöl, Koks oder Kunststoffe enthält. Darüber hinaus ist gewährleistet, dass kein Tropenholz genutzt wurde.

  Nur im Freien grillen : In Innenräumen reichern sich CO und CO2 schnell an und führen zu ernsthaften Vergiftungen. Grundsätzlich gilt: Starke Rauchentwicklung vermeiden. Hierbei helfen geeignete Grillanzünder und gute Luftzufuhr.

  Nichts anbrennen lassen: Schwarze Krusten enthalten krebserregende Stoffe. Diese entstehen vor allem, wenn Fett oder Bier in die Kohlenglut tropfen und sich der dann aufsteigende Rauch auf das Grillgut legt. Deshalb: Grillschalen verwenden und nicht mit Bier ablöschen.

  Kein Nitritpökelsalz einsetzen: Bei großer Hitze entstehen sonst im Grillgut als krebserregend geltende Nitrosamine.

  Alu vermeiden: Egal, ob Schale oder Folie. Unter dem Einfluss von Säure und Salz kann Aluminium auf Lebensmittel übergehen. Grillschalen aus Edelstahl, Keramik oder mit Emaillebeschichtung sind Alternativen.

  Asche in den Restmüll: Holzkohlenasche sollte ausgekühlt im Restmüll landen. Für Garten und Kompost ist sie nicht oder allenfalls in sehr geringen Mengen geeignet.

  Rücksichtnahme: Nicht jeder Nachbar mag den Grillduft. Deshalb ist es sinnvoll, die Hausordnungen und die kommunalen „Grillsatzungen“ zu beachten.

  Übrigens: 2012 importierte Deutschland nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 243 000 Tonnen Grillkohle. Hauptlieferanten waren Polen, Paraguay und Litauen. Eine Ökobilanz-Studie des TÜV Rheinland hat ergeben, dass die Art des Grillens (Kohle, Gas- oder Elektrogrill) für die Umwelt nicht so wichtig ist, wie die Auswahl des Grillguts. Tierische Produkte belasten die Umwelt über den gesamten Lebensweg weit mehr als Gemüse.

Und das raten die Verbraucherzentralen zusätzlich auf ihrer Homepage:

  Grillplatz: Jeder Rost braucht einen festen und sicheren Standplatz. Ein mit Holzkohle betriebener Grill darf niemals in der Garage oder in Räumen angefacht werden – auch nicht, wenn vorsorglich Fenster oder Türen geöffnet wurden. Das entstehende Kohlenmonoxid kann zu tödlichen Vergiftungen führen.

  Grilltechnik : Als Brennmaterial für den Holzkohlegrill eignen sich nur Holzkohle oder -briketts. Altpapier oder Holz hingegen können beim Abfackeln giftige Gase entwickeln, die sich mit dem Rauch auf die Grillwaren legen.

  Grillhygiene: Rohe tierische Lebensmittel können krankheitserregende Keime enthalten. Eine Übertragung von Keimen von rohen auf gegarte Lebensmittel muss vermieden werden, deshalb verschiedenes Besteck und Teller verwenden. Hände, Geräte und Flächen, die mit rohen Waren oder verwendeten Marinaden in Kontakt waren, gut mit heißem Wasser und Spülmittel säubern. red

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