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Ortsbeirat fordert neues Wartehäuschen

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Usingen-Wernborn (msc). Mit neun Teilnehmern bezeichnete Ortsbeirätin Evy-Lise Strube (fraktionslos) die Ortsbeiratssitzung am Montagabend als richtig gut besucht. Genauso wie sie waren auch die anderen Mitglieder des Gremiums zufrieden, so viele Bürger begrüßen zu dürfen. Zumal die Gäste einige Wünsche äußerten und zudem Schwachpunkte im Ort aufzeigten.

Ziemlich beharrlich kritisierte einer der Bürger, dass es in dem Stadtteil keine Bauplätze gibt. »Für die Jugend ist hier in Wernborn kein Platz«, meinte er und begründete seine Kritik mit etlichen Anfragen junger Menschen für Bauplätze.

Weder Ortsvorsteher Heiko Selzer (fraktionslos) noch seine Kollegen konnten ihn eines Besseren belehren. Aber es gebe noch etliche Baulücken im Ort und die Stadt Usingen habe das Problem im Blick, erklärte Selzer. Das aber ließ der Mann nicht gelten. Letztlich forderte Selzer ihn auf, die Bürger, die ihre Grundstücke nicht verkaufen wollen, dazu zu überreden und somit mitzuhelfen, das Problem für die jüngere Generation zu lösen.

Ein anderer Zuhörer verwies auf die Kleingärten in der Ortsmitte, die bisher als Gewerbegebiet ausgewiesen seien. Jetzt aber sei das Gebiet zum Ackerland umgewidmet worden. Und das habe zur Folge, dass dieser Grund und Boden nicht mehr wie bisher rund 75 Euro pro Quadratmeter wert sei, sondern lediglich 2 Euro.

Dass der Bodenrichtwert alle zwei Jahre überprüft werde, habe ihm die Bauamtsleiterin bereits mitgeteilt, berichtete der Bürger weiter. Dass dieser Vorgang am Ortsbeirat und auch an der Stadtverordnetenversammlung vorbeigegangen sei, empfand er als Entwertung des Eigentums. Der Ortsbeirat einigte sich darauf, die Bauamtsleiterin um Informationen zu bitten.

In der Turnhalle ist es zu warm

Ins Protokoll aufgenommen wurde aber auch der Wunsch nach einer Aufschotterung der Grünecke und die Beleuchtung der Eichkopfhallen-Rückseite, die derzeit komplett im Dunkeln liegt, wie eine Bürgerin berichtete. Und auch das Absenken der Temperatur in der Turnhalle, die mit 21 Grad zum Turnen zu hoch ist, soll geklärt werden. »Da reichen doch auch 19 Grad«, meinte die Frau.

Geht es nach dem Willen des Ortsbeirats, dann wird die Bushaltestelle »Am Betzenberg« erneuert. »Dieses Wartehäuschen steht in einer sehr dunklen Ecke«, bemängelte Evy-Lise Strube und forderte gerade für die Schulkinder eine neue, moderne und vor allem sicherere Wartemöglichkeit auf den Bus. Optimal wäre auch eine zusätzliche Beleuchtung.

Das Thema öffentliche Gehwege und ihre Pflege erklärte Heiko Selzer zu einem leidigen Problem. Denn es fehle dem Bauhof an Personal, um alle Wege der Stadt und ihrer Ortsteile regelmäßig zu säubern. Strube sah die Lösung in einem Plan, in dem alle Gehwege und ihre Reinigung verzeichnet sein sollten. »Den gibt es«, verteidigte Selzer den Bauhof. Das Problem trete auf, sobald einer der Mitarbeiter erkranke und ausfalle.

Das umgefallene Holzschild an der Bundesstraße 275 in Richtung Kransberg sei entfernt worden, teilte der Ortsvorsteher mit. Die Bemühungen des Ortsbeirates, der Jugend mit einem WLAN-Hotspot im Juz in der Eichkopfhalle zu helfen, gingen leider nicht positiv aus. Selzer teilte mit, die Jugendpflegerin habe erst einmal zum Abwarten geraten.

Ebenso zeigten sich alle Mitglieder des Ortsbeirates erstaunt, dass wieder kein Vertreter des Magistrats während dieser Sitzung anwesend war.

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