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Ortsbeirat will Tempo 30 für gesamte Ortsdurchfahrt

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Ein Umbau der alten Wartehalle zum öffentlichen Bücherschrank sowie die Geschwindigkeitsreduzierung in der Ortsdurchfahrt sind aktuelle Themen in Niederlauken. © Sabine Neugebauer

Weilrod-Niederlauken (sng). Der Niederlaukener Ortsbeirat wünscht eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h in der gesamten Ortsdurchfahrt. Darüber waren sich die vier anwesenden Ortsbeiratsmitglieder bei ihrer jüngsten Sitzung am Donnerstagabend schnell einig. Sie hatten darüber bereits bei einer Ortsbegehung im vergangenen Jahr gesprochen. Besonders der Ortseingang aus Richtung Oberlauken ist hier ein neuralgischer Punkt.

Zuhörer Klaus Wilke, der direkt dort wohnt und die Geschwindigkeitsmesstafel im Blick hat, berichtete, dass der Rekord der vergangenen Wochen bei einer Geschwindigkeit von 138 km/h gelegen habe. »Wenn irgendwo Schilder aufgestellt werden, muss auch kontrolliert werden«, betonte Ortsvorsteher Hans-Jürgen Geißler (FWG) und meinte damit nicht nur die gefahrenen Geschwindigkeiten, sondern auch Durchfahrtsverbotsschilder für landwirtschaftliche Wege. In der an die Sitzung anschließenden Diskussion ging es nämlich auch um Hundebesitzer, die die landwirtschaftlichen Wege mit ihren Autos nutzen und ihre Tiere dann oft frei laufen lassen.

Darüber ärgert sich vor allem Norbert Auth. Er wies auch darauf hin, dass die Schilder »Brut- und Setzzeit« außerhalb dieser Zeit abmontiert gehörten. Denn sonst würden sie ja unglaubwürdig. Er setzt außerdem auf Aufklärung, indem er als Jagdpächter Hundebesitzer direkt anspricht.

Geißler setzte sich dafür ein, an landwirtschaftlichen Wegen fehlende Durchfahrtsverbotsschilder wieder aufzustellen, denn nur so könne dieses Verbot auch umgesetzt und gegebenenfalls geahndet werden.

Aus den Reihen der sieben anwesenden Bürger kam der Vorschlag, einen Radweg in Richtung Gemünden anzulegen. Diese Idee sei nicht neu, berichtete der Ortsvorsteher. Schon vor Jahren sei ein Radweg entlang der Straße in Richtung des Nachbarortes bei deren Neubau abgelehnt worden. Aber jetzt werde geprüft, inwieweit der Weg entlang des Sattelbaches entsprechend aufgewertet werden könne. Dafür seien jedoch Absprachen mit der Gemeinde Grävenwiesbach nötig.

Reparatur des »Backes« zu teuer

Zu Beginn der Sitzung hatte der Ortsvorsteher die erledigten Dinge benannt. Eine Bank am Friedhof sei aufgestellt worden, die Straßenbeleuchtung in der Kirchgasse und an der Mühlwiese sei seitens der Syna repariert worden. Die Ausleuchtung im Ort solle noch überprüft werden. Eine Aufhebung der Brunnenordnung für Niederlauken sei nicht machbar, da hierfür der Gemeindevorstand zuständig sei. Für das wegen der Auflösung des Vereins vakante ehemalige Vereinsheim der Geflügelzüchter interessiere sich die Weilroder Pfadfindergruppe. Eine Reparatur des Backes-Ofens werde seitens der Gemeinde nicht durchgeführt, die Kosten seien zu hoch. Der Ofen sei ja trotzdem mit ein paar »Tricks und Kniffen« nutzbar. Die ehemalige Buswartehalle am Alten Rathaus sei im Eigentum der Gemeinde. Diese könne sich aber vorstellen, diese für einen Umbau zu einem öffentlichen Bücherschrank zur Verfügung zu stellen. Die Aufstellung von zwei weiteren Hundetoiletten aus dem Ortsbeiratsbudget sowie einer weiteren, finanziert von der Jagdgenossenschaft, ist in Planung.

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