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Ein Jahr lang hat Osvin Nöller drei Stunden lang an seinem Erstlingswerk ?Verfluchtes Taunusblut? gearbeitet, dazu Recherchefahrten unternommen und immer wieder am Manuskript gefeilt. Jetzt liegt das Erstlingswerk in gedruckter Form vor.

Erster Krimi veröffentlicht

Osvin Nöller ist Autor aus Leidenschaft

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Die beschauliche Kurstadt als Schauplatz mehrerer Morde und Mordversuche: Osvin Nöller hat mit „Verfluchtes Taunusblut“ einen empfehlenswerten Kriminalroman geschrieben, der mit einer guten Handlung und viel Lokalkolorit daherkommt.

Osvin Nöller ist keiner, der die Dinge gerne dem Zufall überlässt. Und so ist auch der Krimi, den der Ober-Eschbacher vor wenigen Wochen veröffentlicht hat, das Ergebnis akribischer Vorbereitung. Die Arbeit hat sich gelohnt, denn mit „Verfluchtes Taunusblut“ ist dem 60-Jährigen ein bis zum Schluss spannendes Erstlingswerk gelungen.

Der gebürtige Frankfurter, der sein Arbeitsleben in der Finanzbranche verbracht hat und seit fast 40 Jahren in Ober-Eschbach lebt, ist von jeher eine Leseratte: „Am liebsten Krimis“. Seinem Ausstieg aus dem Beruf vor gut vier Jahren folgte zunächst der 1000 Kilometer lange Jakobsweg von Sevilla nach Santiago de Compostela – nachdem er sich ein Jahr lang theoretisch und praktisch auf den Marsch vorbereitet hatte. „Das war total klasse, das schärft die Sinne“, erzählt er und ergänzt: „Auf die Idee kam ich übrigens durch die Taunus Zeitung, die vor mindestens zehn Jahren mal über einen Friedrichsdorfer auf dem Jakobsweg berichtet hat.“

Während der sechseinhalb Wochen auf der Via de la Plata verfasste er einen Blog und stellte fest, wie viel Freude ihm das Schreiben macht und wie viel positive Resonanz sein Reisebericht erfuhr. Wieder zuhause schrieb sich der Diplom-Betriebswirt bei der „Schule des Schreibens“ zum zweijährigen Fernstudium ein, machte fleißig und begeistert seine Hausaufgaben und engagierte sich im „Autoren-Campus“. Aus einer dieser Hausaufgaben entwickelte sich die Idee zum jetzt gedruckten (und natürlich auch als E-Book erhältlichen) Lokalkrimi.

Nöller arbeitete zunächst den Plot aus („Davon sind nur ungefähr 50 Prozent übriggeblieben, aber die Grundidee ist noch die gleiche.“) und machte sich dann in der kleinen Schreibstube unterm Dach täglich rund drei Stunden an die Arbeit. Birgit Nöller – ebenso eine Leseratte wie ihr Mann – hat wieder und wieder geduldig Korrektur gelesen, Vorschläge unterbreitet, den Gatten auf seinen Recherchetouren begleitet.

Die Story spielt in Bad Homburg und im Vordertaunus, der Leser erkennt viele, viele Orte und Personen wieder; lediglich die Lokalzeitung nennt sich „Taunusblick“ und hat ihre Redaktion in der Obergasse. Aber auch in Celle, wo ein kleiner Teil der Geschichte spielt, waren die beiden und haben Straßennamen, Restaurants und Häuser recherchiert: „Es ist mir wichtig, dass es die Plätze, Orte und Straßen auch wirklich gibt“, so der Autor.

Nach einem guten Jahr war der Krimi beendet. Doch anstatt das Werk jetzt im Selbstverlag zu veröffentlichen, nutzte Nöller jede Möglichkeit, seinem Erstlingswerk den letzten Schliff zu geben: Kommentare von Probelesern aus dem Freundeskreis nahm er ebenso an wie Tipps einer Literaturagentin. „Ein Schreibcoach hat mir drei Stunden lang den Kopf gewaschen, aber es waren wertvolle Hinweise, die der Geschichte gut getan haben“, erzählt er von seiner akribischen Vorgehensweise: „Das ist meine Art – wenn ich was mach’, mach’ ich’s richtig.“ Produziert wurde das Werk im Selbstverlag tredition.

Mitte Juli dann der spannende Moment als er die ersten Examplare von „Verfluchtes Taunusblut“ in den Händen hielt. Inzwischen sind schon mehr als 100 Bücher sverkauft. „Und ich habe bereits drei Fünf-Sterne-Rezessionen bei Amazon – unbestellte!“, freut sich der Autor, der derzeit an seinem zweiten Krimi arbeitet: „Es geht um eine Privatdetektivin aus Hamburg, die hier in Homburg ermittelt. Daraus könnte vielleicht auch eine Serie werden“.

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