+
In der Ortsdurchfahrt von Niederreifenberg wird schon jetzt auf die Vollsperrung der L 3025 in den Ferien hingewiesen.

Sanierung L 3025

Pendler müssen sich in den Sommerferien auf lange Staus einstellen

  • schließen

In den Sommerferien wird die L 3025 zwischen Schmitten und dem Roten Kreuz zur Baustelle. Das ist aber nicht die einzige Straßenbaumaßnahme im Usinger Land. Rund um den Feldberg könnte es zu erheblichen Behinderungen im Berufsverkehr kommen. Die künftige Schmittener Umleitungsstrecke nutzen seit dem Umbau der PPR-Kreuzung viele Pendler bereits als Ausweichstrecke.

Auf der Brunhildestraße in Niederreifenberg, die erst im nächsten Jahr erneuert wird, steht schon weit vor dem Abzweig nach Seelenberg ein großes Hinweisschild: Vollsperrung der L 3025 zwischen Niederreifenberg und Schmitten vom 25. Juni bis zum 4. August. Für weitere Schilder im Ort und im benachbarten Schmitten hat Hessen Mobil schon die Halterungen aufgestellt.

„Es wird ein Desaster geben“, hatte Schmittens Bürgermeister Marcus Kinkel (FWG) im Bauausschuss befürchtet, obwohl er die von Hessen Mobil vorgesehenen Umleitungsstrecken noch nicht kannte. Aber viele Möglichkeiten gibt es ohnehin nicht. Inzwischen liegen vom Straßen- und Verkehrsmanagement der Landesbehörde auch die offiziellen Umleitungsempfehlungen (siehe Infobox) vor. Das könnte einigermaßen laufen, wenn in den Ferien das Verkehrsaufkommen reduziert ist.

Aber schon jetzt fahren etliche Pendler wegen der Arbeiten an der Bad Homburger PPR-Kreuzung statt über die Saalburg die Strecke über den Sandplacken. Ab Ferienbeginn kommen dann noch diejenigen dazu, die nicht nach Oberursel, sondern nach Königstein oder Wiesbaden oder einfach nur nach Niederreifenberg wollen. „Es wird zu katastrophalen Situationen im Straßenverkehr kommen“, ahnt FWG-Fraktionsvorsitzender Rainer Löw. Er ist auch Handwerker und weiß: „Ich werde genau wie die Berufspendler längere Fahrzeiten in Kauf nehmen müssen um zu manchen Kunden zu kommen.“

Löw weiß aber auch, dass die Landesstraße unbedingt erneuert werden muss. Seit Jahren sei diese Maßnahme immer wieder verschoben und die Straße nur notdürftig geflickt worden. Da gebe es inzwischen mehr als eine gefährliche Stelle. Was in den Ferien auf die Verkehrsteilnehmer zukommt, kann er nur ahnen. Schon jetzt, wo der Weg nach Königstein noch frei ist, gehe es morgens über den Sandplacken nach Oberursel nur im Schritt-Tempo vorwärts, manchmal nur „stop and go“. Löw befürchtet: „Das könnte noch schlimmer werden.“ Außerdem beobachtete er, seitdem der Verkehr an der PPR-Kreuzung nicht richtig rollt, zu bestimmten Zeiten „ellenlange Rückstaus“ an der Einmündung der L 3041 aus Richtung Neu-Anspach.

War in Absprache mit der Stadt Bad Homburg keine andere Terminplanung möglich? Dazu teilt Suzanne Braake, Pressesprecherin von Hessen Mobil, mit: „Im Vorfeld und zur Abstimmung der Maßnahme L 3025 wurden die zuständigen Straßenverkehrsbehörden angehört, in diesem Fall die Straßenverkehrsbehörde des Hochtaunuskreises und der Gemeinde Schmitten. Ebenso wurden die sogenannten Träger öffentlicher Belange angehört (Feuerwehr, Rettungsdienste und Verkehrsunternehmen). Hierbei wurde festgelegt, dass die Maßnahme aufgrund des Schulbusverkehrs unbedingt in den Sommerferien durchzuführen ist.“ „Aus unserer Sicht hat die Maßnahme der Stadt Bad Homburg an der PPR-Kreuzung keine gravierenden Auswirkungen auf die Umleitungsstrecke für die Baumaßnahme L 3025“, ist sich Braake sicher.

Von Seelenberg kommend, könnte es in den Stoßzeiten am Abzweig an der Schmittener Kirche in Richtung Dorfweil für Linksabbieger zu erheblichen Problemen kommen sich einzufädeln, wenn die Blechlawine vom Sandplacken ins Weiltal rollt. Wie auf Anfrage zu erfahren war, plant Hessen Mobil nicht, an dieser Stelle eine Ampel zu installieren.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare