Start zum 1. April

Pilotprojekt Taunus Shuttle: Acht Haltestellen im Feldberggebiet

  • schließen

Die schlaueste Art, am Wochenende schnell ins Naherholungsgebiet zu kommen, ist der neue Shuttle-Bus rund um den Großen Feldberg. Der verbindet die Parkplätze mit touristischen Zielen und der Gastronomie.

Pech für die Tagestouristen vom Sonntag. Viele mussten einen guten Teil ihres Ausfluges damit verbringen, am ersten schönen Frühlingswochenende rund um den Frankfurter Hausberg im Stau zu stehen und einen Parkplatz zu suchen. Denn die sind Mangelware rund um das Feldbergplateau. Das soll künftig viel entspannter ablaufen, wenn nämlich vom 1. April an der neue Shuttle-Bus zum Großen Feldberg fährt.

Diese gemeinsame Initiative des Hochtaunuskreises, der Gemeinde Schmitten, des Naturparks Taunus, des Verkehrsverbands Hochtaunus (VHT) und des Busunternehmens Gutacker Reisen soll den Verkehr rund um den Feldberg spürbar entlasten. „Die Verkehrssituation ist keine einfache“, sagte Landrat Ulrich Krebs (CDU) gestern bei der Vorstellung des Projekts.

Der Bus sei ein Signal, betonte der Landrat. „Wir antworten damit auf die oft als chaotisch kritisierte Verkehrssituation rund um den Feldberg“, so Krebs weiter. Die Suche nach geeigneten Parkplätzen werde sich jetzt leichter gestalten, das Gebiet für die Besucher „noch besser erschlossen“. Wenn die rund 500 Parkplätze rings um den Feldberg besser genutzt würden, könnte vor allem an stark frequentierten Tagen die Verkehrslage direkt am Plateau entspannt werden.

„Viele wollen Zeit gewinnen und fahren möglichst weit hoch und stellen dann fest, dass es dort keine Parkmöglichkeiten gibt“, weiß auch Verkehrsdezernent Uwe Kraft (CDU). Statt sich diesem Stress auszusetzen, können Besucher künftig auch von eher abgelegenen Parkplätzen aus zum Kleinen oder Großen Feldberg oder zu anderen touristischen Zielen gelangen. Gut zu wissen: Fahrräder oder Wintersportgeräte nimmt der Shuttle-Bus ebenfalls mit. Zudem werden auf der Route acht Gaststätten angesteuert. Damit sei das Shuttle „die kulinarisch am besten ausgestattete Buslinie Europas oder zumindest Hessens“, mutmaßte Schmittens Bürgermeister Marcus Kinkel (FWG). „Wer will, kann den ganzen Tag Bus fahren, essen und trinken.“

Am Wochenende und an Feiertagen befährt der Bus in einem 13 Kilometer langen Rundkurs die Feldbergregion. Ein- und Aussteigen ist an acht Haltestationen möglich, die der Naturpark Taunus in direkter Nähe von 14 Parkplätzen eingerichtet hat. „Von den Parkplätzen gelangen die Besucher bequem an verschiedene touristische Ziele“, so Naturpark-Geschäftsführer Uwe Hartmann. Der Taunus-Touristik-Service (TTS) bewirbt das neue Angebot. Flyer liegen unter anderem im Taunus-Informationszentrum aus. Darin findet sich unter anderem eine Übersichtskarte mit den Haltestellen. An allen Wochenenden, an denen mit großem Andrang zu rechnen ist, startet der Rund-Shuttle um 9.30 Uhr am Loipenhaus in Oberreifenberg. Bis mindestens 16 Uhr wird jede Haltestelle im 40-Minuten-Takt bedient. Bei entsprechender Nachfrage wird die Shuttle-Zeit verlängert. „Der Busfahrer sieht ja, wieviel Betrieb noch ist“, so Unternehmer Gutacker.

Ob der Bus am jeweiligen Wochenende oder an einem der Feiertage seinen Betrieb aufnimmt, erfahren Interessierte spätestens am Freitag oder am Vortag unter , auf der Tourismus-Website oder telefonisch unter (0 61 71) 5 07 80 von 10 Uhr an bei der Tourist-Info im Taunus-Informationszentrum. Die Tageskarte für den Shuttle kostet zwei Euro und ist beim Busfahrer erhältlich. Für Kinder bis 14 Jahren ist die Fahrt kostenlos.

Derzeit wird die Hohemark nicht angefahren. Aber von dort aus gibt es ja die Buslinie zum Sandplacken. An der Hohemark endet auch die U 3, die direkt aus der Frankfurter Innenstadt kommt. „In einer halben Stunde ist man von der Hauptwache im Taunus und kann dort komplett ohne Auto seinen Spaß haben – so etwas schafft kein anderes Mittelgebirge“, ist sich der Landrat sicher.

Das Pilotprojekt – in der Pilotphase werden die Kosten vom Verkehrsverband Hochtaunus übernommen – wollen die Initiatoren zunächst ein Jahr lang laufen lassen. Bis dahin werde sich zeigen, ob Wanderer, Wintersportler und Mountainbiker das Angebot annehmen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare