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Steigende Preise führen in Grävenwiesbach zu Umdenken der Politik

In rekordverdächtiger Zeit von weniger als einer Stunde absolvierten in Grävenwiesbach der Haupt- und Finanzausschuss (HFA) und der Jugend,- Sozial-, Kultur- und Sportausschuss (JSKSA) die gemeinsame Sitzung am Donnerstag im Bürgerhaus. Alle Beschlussvorschläge des Gemeindevorstandes wurden von beiden Ausschüssen in getrennter Abstimmung einmütig bestätigt.

Zuerst stimmten beide Ausschüsse für den Vorschlag zur Änderung der Satzung über die Bildung und Aufgaben von Elternversammlungen und Elternbeirat für die Kindergärten der Gemeinde Grävenwiesbach. Die Änderung erfolgte auf Vorschlag des VzF als Betreiber der Kindergärten.

Angespannte Haushaltslage

Mit der Errichtung des Gesamtelternbeirates sollte ein einheitlicher Ansprechpartner aus den Reihen der Eltern für alle Kitas gebildet werden. Durch die Änderung wird nun die Möglichkeit geschaffen, aus allen Einrichtungen einen Gesamtelternbeirat ohne zusätzliche Wahl zu bilden. Das neue Gremium müsste nur intern einen Vorsitzenden und Stellvertreter wählen.

So soll künftig die Einbeziehung der Eltern in die Beratungen über die Kindergärten zum Beispiel im Haushalt oder bei den Öffnungszeiten ermöglicht werden. Die entsprechende Änderung soll zum 1. September 2022 in Kraft treten.

Im Mittelpunkt der Beratungen des HFA stand die Kenntnisnahme des Jahresabschlusses 2021. Hier erläuterte Kämmerer Frank Schmitz eine unverändert angespannte Liquiditätslage sowie die vom Rechnungsprüfungsamt empfohlene massive Auflösung von Rückstellungen verbunden mit einer erheblichen Verbesserung des Ergebnishaushaltes.

Besondere Aufmerksamkeit verdiente eine erste Bilanz der enormen Vermögensverluste im Wald. Nach einer Berechnung in Zusammenarbeit mit Hessenforst belaufen sich die Vermögensverluste aufgrund von Verringerung beziehungsweise extremer Schädigung des Aufwuchses bereits auf 2,6 Millionen Euro.

Akuter Handlungsbedarf im Hinblick auf eine Neubewertung des Vermögens bestehe laut Auskunft von Bürgermeister Roland Seel (CDU) nicht, weil bei der Eröffnungsbilanz bereits im Voraus ein Sicherheitsabschlag in Höhe von 30 Prozent einkalkuliert wurde. Angesichts eines Gesamtvermögens Wald in Höhe von 28 bis 29 Millionen Euro bleiben die 2,6 Millionen Verlust noch im Rahmen des Sicherheitsabschlages. Allerdings müssten die Kalamitäten besonders durch Borkenkäferbefall bei der Fichte als Ausgangsbasis Eingang in das neue Forsteinrichtungswerk finden.

aushaltsgenehmigung durch die Aufsichtsbehörde machte Seel eine Einschränkung. Aufgrund der erheblichen Preissteigerungen müsse mit der Verschiebung bereits vorgesehener Projekte gerechnet werden. Die Preissteigerung belaufe sich durchschnittlich auf 50 Prozent mehr als ursprünglich vorgesehen.

Abschließend hob der HFA einmütig die Hand für vorgeschlagene Änderungen am Gesellschaftsvertrag mit der Wohnungsbau Hochtaunuskreis GmbH. Die Änderungen der Vertragsfassung aus dem Jahre 1990 betreffen vor allem Rechtsanpassungen zum Beispiel bei der Gemeinnützigkeit. Aufsichtsrat und Gesellschafterversammlung hatten dem neuen Vertragswerk bereits zugestimmt.

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