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Rock-Festival feiert Comeback auf der Burg

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Königstein (red). Sie heißen »Itchy«, »Smash into Pieces«, »The Oklahoma Kid« und »Revolte Tanzbein« und haben alle ein Ziel: Sie wollen gemeinsam mit acht weiteren Bands am 6. August endlich die Königsteiner Burg rocken. Viel zu lange schon mussten sie darauf warten, viel zu oft musste das Festival wegen Corona in den vergangenen beiden Jahren verschoben werden.

Damit soll jetzt Schluss sein. Der Termin ist fix, das Programm auch, der Kartenvorverkauf läuft und die Königsteiner Rock AG steht in den Startlöchern. Schließlich können auch Hendrik Mangold und seine Mitstreiter in der Arbeitsgemeinschaft der rockigen Art es kaum noch erwarten, dass es endlich los geht. Der Countdown läuft, in weniger als einem Monat ist es so weit.

»Wir wollen ein Rockspektakel der Sonderklasse abliefern«, kündigt Mangold in einer Mitteilung bereits an. Eigens dafür haben er, die AG-Mitglieder und die Stadt 13 Bands engagiert, die am Samstag, 6. August, auf zwei Bühnen - eine auf der Festwiese, eine im Nüringkeller - zu hören und zu sehen sein werden. Mangold: »Auf der Hauptbühne ist für jeden Geschmack etwas dabei, national trifft auf international, lokal auf regional, groß auf klein, Pop auf Heavy!«

Als so genannte »Headliner« werden zu vorgerückter Stunde auf der Hauptbühne »Itchy« und »Smash into Pieces« stehen. Die beiden Bands könnten musikalisch kaum unterschiedlicher sein.

Da sind zum einen die deutschen Punk-Legenden, die sich bereits als »Itchy Poopzkid« einen klangvollen Namen in der Musikszene gemacht haben und bereits mit internationalen Größen wie »Bad Religion« oder »Billy Talent« tourten. Hatten die drei Jungs von »Itchy« ihre über 1000 Konzerte und sieben Studioalben zwischen 2007 und 2017 mit Songs in englischer Sprache bestückt, haben sie vor zwei Jahren ihr erstes deutschsprachiges Album veröffentlicht.

»Smash into Pieces« stehen für Alternative-Rock made in Schweden und haben gerade ihr neues Album »Throne« an den Start gebracht. Mit insgesamt sechs Alben, knapp 30 Singles, über einer Million monatlicher Hörer auf Spotify und mehr als 100 Millionen Klicks auf YouTube gehört die Band zu den erfolgreichsten skandinavischen Alternative Rock-Bands der Gegenwart. Und das liegt nicht zuletzt an den spektakulären Live-Shows. In ihrer Ankündigung spricht die Rock AG von einem »elektrischen Zirkus, in dem ein Rock-Konzert stattfindet«.

»The Oklahoma Kid« sind der Haupt-Act auf der Kellerbühne bei Rock auf der Burg 2022. Sie stehen für Modern Metal und wollen eine Brücke zwischen instrumentaler Finesse und impulsiver Rhythmik schlagen. Auch wenn der Name der Band etwas anderes vermuten lässt, ist ihr Heimathafen Rostock.

»Cold Years« stehen mit ihrem Mix aus Blues, Rock ›n' Roll, Punk und Americana auf der Hauptbühne. Nach einigen ersten Achtungserfolgen in den Charts wird den Schotten eine vielversprechende Karriere vorausgesagt. »Auch wir sind fest davon überzeugt, dass die Band nicht nur bei Rock auf der Burg 2022 ganz groß rauskommen wird«, unterstreicht Hendrik Mangold.

Ähnlich gute Perspektiven sieht man bei der Rock AG offensichtlich für »Breathe Atlantis« . »Sie sind einer der vielversprechendsten Alternative-Metalcore-Newcomer überhaupt«, heißt es dazu in der Ankündigung.

Bei der »Revolte Tanzbein« ist der Name Programm: »Wir hüpfen. Wir springen. Wir tanzen. Wir schrei’n - wir sind die Revolte, du bist das Tanzbein« - so lautet die Ansage der Frankfurter, die mit ihrem Ska-Balkan-Reggae-Rock« am 6. August auf der Hauptbühne stehen.

Den Outfits und vor allem dem Gitarren-Sound der 1970er haben sich »Atrio« verschrieben. Jimi Hendrix und Co. sind ja auch wahrlich nicht die schlechtesten musikalischen Vorbilder.

Dass man den Steppenwolf-Klassiker »Born to be wild« auch auf Ukulelen rocken kann - den Beweis haben die Frankfurter »Raketen Jungs« abgeliefert. Die fünfköpfige Ukulele-Cover-Punk-Band ist der Gewinner der internen Abstimmung der Rock AG und hat damit die Chance, Rock auf der Burg 2022 auf der Hauptbühne zu eröffnen.

Wer es gerne noch etwas rockiger und lauter mag, ist an der Kellerbühne im Nüringkeller richtig. Mangold: »Die Kellerstage ist die ,harte‹ Stage bei Rock auf der Burg, hier gibt es Metal, Core und Ausrasten.« Neben »The Oklahoma Kid« werden folgende Bands dort spielen: »Chiefland« (Melodic Hardcore), »Bad Assumption« (Melodic Hardcorepunk), »Watch me Rise« (Emo, Post-Hardcore und klassischer Punk-Rock), die Glashüttener Lokalmatadoren von »Certain Skies« (Metalcore) und »Bird’s View« (Rock ›n' Roll).

Veranstalter ist wieder die Stadt Königstein in Zusammenarbeit mit der »Rock AG«. »70 Mitglieder und über 100 ehrenamtliche Helfer arbeiten schon seit Monaten an dem Rock-Festival«, unterstreicht Hendrik Mangold. Das Konzept sehe vor, Nachwuchsbands die Möglichkeit zu geben, mit bekannteren Bands aufzutreten. Dabei setzt der Verein komplett auf ehrenamtliche Arbeit. Erwirtschaftete Gewinne werden zu 100 Prozent in gemeinnützige Projekte wie Nachwuchswettbewerbe, Benefiz-Konzerte oder Vergleichbares investiert.

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Die Organisatoren versprechen wieder eine händisch kuratierte Auswahl an Bands.

Tickets für das Festival am 6. August auf der Burg können online im Vorverkauf für 22 Euro zuzüglich Gebühr unter www.etix-tickets.rockaufderburg.de erworben werden.

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