1. Startseite
  2. Region
  3. Hochtaunus

Romantisches Stelldichein

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

HP_0LOK06TZH-B_084412_4c_1
Monika Huschka unterhält sich mit kessem Hütchen gekleidet mit den Gästen des Rosengartenfestes. © Schwarz-Cromm

Seniorenbeirat feiert nach zwei Jahren wieder Rosenfest

Usingen -Zwei Jahre ohne Rosenfest, das hatte am Samstag endlich ein Ende gefunden. Prächtig herausgeputzt präsentierte der Seniorenbeirat den üppig blühenden Rosengarten den vielen Besuchern, die das traditionelle Fest kaum erwarten konnten. Vor den von der Stadt jüngst installierten neuen Bänken standen jeweils Tische, festlich mit Rosen dekoriert. Mit was auch sonst?

Doch die Verantwortlichen hatten dafür altes Geschirr wie Mokkatässchen oder Suppenterrinen herausgekramt und sie voller Rosenblüten bestückt zu üppig dekorierten Kunstobjekten verzaubert, die dazu auch noch dem ganzen Geschehen eine sehr romantische Note verliehen. Sonnenschirme ließen die Besucher bei Kaffee und Kuchen etwas Schatten genießen.

Dank an Gärtner Manuel Moses

Bürgermeister Steffen Wernard (begrüßte die Gäste, viele davon mit kessem Hütchen auf dem Kopf. Er vergaß nicht, den Gärtner mit Lob zu überschütten. Denn Manuel Moses sei für die Rosenpracht verantwortlich. "Dazu haben wir alle lieb gemeinten Tipps zur Rosenpflege beherzigt", betonte Wernard. Diese Tipps stammten vor allem von dem leider inzwischen verstorbenen Karl Zwermann und seinen umfangreichen Kenntnissen zur Rosenzucht.

Ein weiterer Name ist fest mit dem Rosenfest Verbunden. Und so erinnerte der Bürgermeister natürlich auch an die verstorbene Lieselotte Saltenberger. Denn sie war es, die dieses beliebte und stimmungsvolle Fest vor 13 Jahren ins Leben rief.

Erinnerung an die Initiatorin

"Damals musste die gesamte Familie Saltenberger mithelfen, dieses Fest zu gestalten", berichtete Wernard. Eine Feier, an die sich Lieselotte Saltenbergers Tochter Jutta noch gut erinnern konnte. Sie half auch bei dieser 13. Ausfertigung wieder gerne mit, die Gäste zufrieden zu stellen und quittierte die Aussage des Bürgermeisters mit einem Lächeln.

Wer sich über die Einladung zum Rosenfest ebenfalls sehr freute, waren die Musiker des Musikvereins Wernborn, die nach der langen Corona-Pause endlich wieder vor Publikum spielen durften. "Wenn ihr wollt, dann kommt hier in den Rosengarten zum Üben", schlug Steffen Wernard ihnen vor.

Übrigens war dieses Rosengartenfest für den Bürgermeister ebenso eine Premiere. Er sei ansonsten immer im Urlaub gewesen, bekannte er. Und wenn schon anwesend, nahm er für seine Familie auch gleich den Sonntagskuchen mit, als er die Feier verließ.

Denn Kuchen standen in reichlicher Auswahl zum Verkauf. Monika Huschka hatte dafür gesorgt, dass der Eiswagen am Nachmittag vorbeikam, weil ein Eis auch nach dem Kuchen noch gehe, wie sie betonte.

Und dann kamen sogar noch die Kindergartenkinder vom Schlappmühlerpfad. Die Kleinen hatten extra für diesen Tag Lieder einstudiert. Mit ihnen wurde erneut die Erinnerung an Lieselotte Saltenberger wach. "Sie bemühte sich sehr um die Kinder dieses Kindergartens", erzählte Monika Huschka. Die Kinder wiederum wollten mit ihrem Beitrag ihren Dank aussprechen.

Falls einer der Gäste den Seniorenbeirat und seine vielen Aktivitäten noch nicht kannte, sorgte die Vorsitzende dafür, dass sich das schnell änderte. "Wir sind nicht nur ein Gremium der Stadt Usingen, wir stellen auch jede Menge auf die Beine", sagte sie und zählte so manche Aktivitäten wie das Boule Spielen, das Wandern, das Radfahren, den Literaturstammtisch, Schmaus und Plausch sowie Spielenachmittage vor. Die Frauen und Männer des Seniorenbeirates füllen ihn mit Leben, betonte sie.

Traditionell endete das Fest mit den Liedern des Usinger Gesangvereins Walter von der Vogelweide, die den Gästen ganz nah vorgesungen wurden. Aber ohne die Hilfe des Vereins "Wir Helfen" und des Usinger Carnevalvereins wäre das alles kaum möglich gewesen. Monika Huschkas Dank ging daher an alle, die dafür gesorgt hatten, das Rosenfest nach so langer Zwangspause endlich wieder in gewohnter Pracht auferstehen zu lassen.

Auch interessant

Kommentare