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Rosenkönigin regiert Gartenbauer

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Rosenkönigin Anja Semmelbauer (Mitte) ist neue Vorsitzende des Obst- und Gartenbauvereins Wernborn. © Red

Usingen-Wernborn (fms). Der Obst- und Gartenbauverein Wernborn hat eine neue Vorsitzende: Mit Anja Semmelbauer regiert den Verein jetzt eine Hoheit, denn Semmelbauer ist zugleich Rosenkönigin des Usinger Stadtteils. Damit geht nicht nur eine fast zweijährige Vakanz zu Ende, Semmelbauer bringt auch Erfahrung mit, denn bis dato war sie Schriftführerin des Vereins.

Eröffnet und geleitet wurde die Jahresversammlung, die im vergangenen Jahr noch digital abgehalten worden war, vom Vizevorsitzenden Peter Zinke, der über die Ereignisse im zurückliegenden Jahr berichtete, in dem das Programm allerdings coronabedingt erneut eingeschränkt war.

Einige Aktionen und vor allem Arbeitseinsätze wurden dennoch durchgeführt. Erfolgreich war beispielsweise die Sammelaktion von Friedhofsblumen, die nicht entsorgt, sondern im Herbst auf Blumenwiesen ausgebracht wurden. Entsprechende Fotos belegten die Aktionen sowie das Engagement der Mitglieder, die zu zahlreichen Arbeitseinsätzen ausgerückt waren. Vor allem galt es, die Rosen zurückzuschneiden, was pro Einsatz von bis zu zehn Helfern übernommen wurde.

Der Verein ist darüber hinaus für Mitarbeit aus der Bürgerschaft dankbar und sucht daher weitere Patenschaften für Rosenbeete, denn, so Zinke: »Das Erbe Karl Zwermanns soll weitergeführt werden.« Im Frühjahr müssten Rosen auf eine gleichmäßige Höhe zurückgeschnitten werden, die Pflege müsste besorgt und im Herbst verblühte Stängel und Blüten abgeschnitten werden. Das Düngen übernehme der Verein, erklärte er.

15 neue Bäume gepflanzt

Apropos Düngen: Der Verein präferiert vor allem den Naturgarten. Das Thema lockte im vergangenen Jahr auch Besucher aus Österreich in das Rosendorf im Taunus. Aber nicht nur Rosen liegen dem Verein am Herzen, sondern auch die Streuobstwiesen, über die Ute Kranlich berichtete. »Leider gab es für uns in diesem Jahr kaum Obst zu ernten«, sagte sie, denn wegen der Minusgrade während der Blütezeit sei der Ertrag gering gewesen.

Im Herbst wurden, finanziert durch die Stadt, 15 neue Obstbäume gepflanzt. Mit dem Streuobstwiesenbeauftragten Frank Voß hat der Verein einen Experten in seinen Reihen, der die Mitglieder in einem Obstbaumschnittkurs fit gemacht hat, sodass die Bäume »Im Hallgarten« und auf der »Kolchose« fachmännisch geschnitten wurden.

Der Verein ist leicht geschrumpft und hat aktuell 154 Mitglieder. Damit das Interesse am Obst- und Gartenbau nicht abnimmt, fragte der Verein bei seinen Mitgliedern nach ihren Wünschen. Über die Befragung berichtete Alfred Bernhardt. Zwar hätten nur 21 Mitglieder Fragebogen ausgefüllt, aber die bescheinigten dem Vorstand eine gute bis sehr gute Vereinsführung. Die Befragung ergab auch, dass 50 Prozent der Mitglieder über 70 Jahre alt sind und 57 Prozent weiblich. Es wurde mehr Austausch untereinander gewünscht und Vorträge zu verschiedenen Themen, zudem Kurzreisen beziehungsweise Ausflüge.

Jüngere verstärkt für den Obst- und Gartenbau zu gewinnen, wurde gleich von mehreren gefordert, sodass die neue Vorsitzende einige Impulse mit in die Vorstandsarbeit nehmen konnte. Ein nächstes Reiseziel schon vorgestellt: Bad Kissingen.

Neben der Vorsitzenden wurden gewählt: als Schriftführer Alfred Bernhardt und als Beisitzerin für Öffentlichkeitsarbeit Karin Zwermann. Die Betreuung der Website übernimmt Brigitte Voß, Günter Rebhan gehört als Beisitzer dem Vorstand an, und Margarete Schmitz bleibt dem Vorstand als Ehrenvorsitzende erhalten.

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