Rummel unterm Hallendach

Da sage noch einer, in der Stadt wäre nichts mehr los. Wenn das Angebot stimmt, sind die Leute durchaus zu begeistern. Den Beweis trat der Falkensteiner Vereinsring mit seinem „Tanz in den Mai“ im Bürgerhaus an.

Da sage noch einer, in der Stadt wäre nichts mehr los. Wenn das Angebot stimmt, sind die Leute durchaus zu begeistern. Den Beweis trat der Falkensteiner Vereinsring mit seinem „Tanz in den Mai“ im Bürgerhaus an.

Von einem „unglaublichen Run auf die Karten bereits im Vorverkauf“ schwärmte der diesjährige Vereinsringchef, Michael Danzer. Die Halle voll, die Stimmung toll – so muss es sein. Und nachdem es in den vergangenen Jahren zeitweise kaum ein Durchkommen gegeben hatte, hatten die Organisatoren in diesem Jahr den kleinen Saal einbezogen und in eine „Straußwirtschaft“ verwandelt. Hier konnten die Helfer der TSG Falkenstein gleich mal die neue Hütte für das Weinfest testen. Durch die Erweiterung gab es auch wesentlich mehr Sitzplätze als in den Vorjahren und das kleine, aber feine Fest gewann noch mal wesentlich an „Flair“.

Verantwortlich für die Durchführung zeichneten wieder die sechs Stammvereine des Falkensteiner Vereinsrings. Lange Schlangen bildeten sich am Stand des Partnerschaftskomitees. Die Flammkuchen gingen weg wie die sprichwörtlichen warmen Semmeln. Und auch der leckere „Secco“, der 2015 doch schmerzlich vermisst wurde, und der Calvados aus der Normandie fanden reichlich Absatz.

Liebevoll dekorierte Buden und Stände und ein kleines Karussell für die Kinder sorgten für Jahrmarktstimmung. Darts und andere Wurfspiele gab es am Stand des Heimatvereins. Egal, wo letztendlich der Pfeil landete, wer mitmachte, durfte sich an dem gut gefüllten Korb mit Süßigkeiten oder Schaumküssen eindecken. Beim Männergesangverein wurde derweil mehr oder minder scharf „geschossen“.

Handkäs mit Musik und Äppelwoi waren die Renner für alle Freunde hessischer Spezialitäten am Stand der Falkensteiner Brandbekämpfer. Mit süffigem Bier und Laugenbrezeln versorgten die Helfer des Mandolinenclubs die Gäste. Wer den Reben- dem Gerstensaft vorzog und mit Käsewürfeln und Salzbrezeln eine Grundlage schaffen wollte, kam am Stand der TSG auf seine Kosten.

An der Band Dejavu war es, den musikalischen Teppich aus Rock, Pop und Schlager auszurollen, auf dem die Gäste in den Mai tanzen konnten. Die Tanzfläche war meist rappelvoll. Hier tummelten sich Jung und Alt. Ob geschultes Tanzpaar oder „Freestyle“, Hauptsache, es machte Spaß. Was sicher auch für Evi Dorn galt. Die Vorsitzende des Heimatvereins und Lehrerin an der Falkensteiner Grundschule wurde gleich von einer ganzen Rasselbande ihrer Schülerinnen zum Tanz geholt.

Genau diese bunte Mischung, das gemeinsame Feiern aller Generation macht den besonderen Reiz des Familienfestes aus. „Für uns ist es zudem eine gute Plattform, um uns zu präsentieren. Natürlich freuen wir uns, dass wir mit diesem Fest viele alteingesessene Falkensteiner ansprechen. Wir hoffen aber auch, dass die Neubürger zu uns finden, damit sie die Vereine kennenlernen und vielleicht auch Interesse an uns entwickeln“, betonte Michael Danzer.

Übrigens: Die Einnahmen fließen ausnahmslos in die Kasse des Vereinsrings. Danzer: „Von dem Geld werden Anschaffungen finanziert, die jeder braucht, aber vielleicht nur einmal im Jahr. So können alle Vereine bei Bedarf auf einen gut bestückten Fundus für Veranstaltungen zurückgreifen.“ juba

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