S5-Verlängerung

Das sagt der Rhein-Main-Verkehrsverbund zum Vorstoß

Für die anstehende Elektrifizierung der Eisenbahnlinie zwischen Friedrichsdorf und Usingen und den dafür notwendigen Umbau der Streckeninfrastruktur ist der Verkehrsverband Hochtaunus (VHT) als Eigentümer der Strecke verantwortlich.

Für die anstehende Elektrifizierung der Eisenbahnlinie zwischen Friedrichsdorf und Usingen und den dafür notwendigen Umbau der Streckeninfrastruktur ist der Verkehrsverband Hochtaunus (VHT) als Eigentümer der Strecke verantwortlich.

Dennoch hat der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) ein sehr großes Interesse am Ausbau der Infrastruktur, teilt dazu der Verbund mit. „Viele Strecken im RMV-Gebiet zählen zu den am besten ausgelasteten im gesamten Bundesgebiet“, sagte RMV-Sprecher Sven Hirschler. „Deshalb haben wir ein sehr hohes Interesse daran, dass auch im Hochtaunuskreis die Infrastruktur zügig ausgebaut wird.“ Die Verlängerung der S-Bahnlinie S 5 über Friedrichsdorf hinaus nach Usingen sei für den RMV „eine Herzensangelegenheit“. Die von Pro Bahn vorgeschlagene Elektrifizierung beider Eisenbahnlinien im Taunus – also neben der Taunusbahn, auch die Bahnlinie von Frankfurt Höchst nach Königstein – setze aller Erfahrung nach extrem hohe Investitionen voraus, so Hirschler.

„Unserer Einschätzung nach kann dabei ein positives Verhältnis von Kosten und Nutzen nicht erreicht werden.“ Das habe zur Folge, dass diese Idee nicht förderfähig wäre. Zudem würde eine Elektrifizierung der Strecke nach Königstein aller Voraussicht nach Baumaßnahmen an Stationen, Bahnsteigen und Arbeiten am dortigen Stellwerk nach sich ziehen, welche ebenfalls mit hohen Kosten verbunden wären.

„Mit der Verlängerung der S-Bahnlinie S 5 ins Usinger Land und dem geplanten Test-Einsatz wasserstoffbetriebener Fahrzeuge auf den verbleibenden nicht-elektrifizierten Strecken im Taunus nach Grävenwiesbach sowie nach Königstein erreichen wir mit vertretbarem Kostenaufwand klare Verbesserungen für die Fahrgäste und niedrigere Emissionswerte. „Wir schaffen also neue attraktive Angebote für die Fahrgäste und entlasten gleichzeitig die Umwelt.“ map

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