Haushalt

Sanierung der Sportstätten steht oben auf der Agenda

Der Haushalt ist ausgeglichen, Steuererhöhungen wird es nicht geben, investiert wird kräftig. Glashütten steht nach Angaben von Bürgermeisterin Brigitte Bannenberg gut da. Nur das Thema kostenfreie Kitaplätze bereitet der Gemeinde Sorgen.

Allein der Zeitkorridor zwischen der Einbringung des Haushalts durch Bürgermeisterin Brigitte Bannenberg (parteilos) am Donnerstag und der Abstimmung der Fraktionen darüber in der nächsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am kommenden Samstag erschien einigen Gemeindevertretern etwas knapp. Ansonsten ist in Glashütten von knapper Kasse keine Rede. Die Rathauschefin konnte im dritten Jahr in Folge einen ausgeglichenen Haushalt vorlegen. Mehr noch: „Im vierten Jahr in Folge wird es keine Steuererhöhungen im Bereich der Grundsteuer B geben“, gab Bannenberg gleich zu Beginn ihrer Rede Entwarnung.

Erfreulich: Auch in Sachen Wasser, Abwasser und Müll bleibt alles beim alten. Trotzdem wolle man auch weiter den eingeschlagenen Weg fortsetzen, die notwendigen Investitionen in die Infrastruktur und die Gebäude umzusetzen.

Bei diesem Vorhaben hilft, wie berichtet, auch der Investitionszuschuss durch die Hessenkasse in Höhe von 750 006 Euro, den die Städte und Gemeinden beantragen können, die es „unter Einhaltung der Regeln geschafft haben, ohne Kassenkredite auszukommen“. Das Geld wird auf drei Projekte verteilt: Die grundhafte Sanierung der „Alten Schule“ in Oberems, die Sanierung des „Bürgerservice“ und die Sanierung der Verwaltung.

Investiert wird im kommenden Jahr kräftig. Dies unterstreicht die Gesamtinvestitionen in Höhe von rund 6,49 Millionen Euro. Zu den wichtigsten Maßnahmen zählen die Sanierungsarbeiten an der Sporthalle in Glashütten, die Sanierung der Mehrzweckhalle in Schloßborn, die nötigen Maßnahmen zum Bau der Einfeldsporthalle in Schloßborn und notwendige Anpassungen und Ergänzungen der Straßenbeleuchtung nach der Umstellung auf LED-Technik. Außerdem auf der Agenda: Weitere Maßnahmen zum Ausbau der Digitalisierung in der Verwaltung.

Ein weiterer Brocken betrifft das Bürgerhaus inklusive des Bürgerservices, der, so Bannenberg, „über die nächsten drei Jahre mit dem Umbau des Bürgerservices, des Saal-Foyers inklusive einer neuen Küche sowie der Verwaltungsetage geplant ist“. In diesem Jahr sei ein Architekt mit einer „Vision“ beauftragt worden, die nun bald den Gremien zur Abstimmung vorgelegt werde.

Zu den Zahlen: „Der Haushalt 2019 weist im ordentlichen Ergebnis einen Überschuss in Höhe von 78 420 Euro aus, eine Verbesserung gegenüber dem Haushaltsplan 2018 um 71 965 Euro. Im Finanzhaushalt beträgt der Überschuss aus dem Zahlungsmittelfluss für laufende Verwaltungstätigkeit 526 635 Euro. „Somit können zum dritten Mal in Folge die Tilgungsleistungen aus der laufenden Verwaltungstätigkeit finanziert werden“, sagte Bannenberg und verglich: „2018 belief sich der Gesamtbetrag der ordentlichen Erträge auf rund 11,7 Millionen Euro. 2019 werden die Gesamterträge um 712 491 Euro auf etwa 12,4 Millionen Euro steigen. Die Veränderung resultiert vor allem aus zu erwartenden Steuermehreinnahmen und den gestiegenen öffentlichen Leistungsentgelten.“

Auch die ordentlichen Aufwendungen werden sich im Vergleich zum laufenden Jahr um 640 526 Euro erhöhen. „Im Personalbereich werden die Aufwendungen um 57 750 Euro, im Bereich Sach- und Dienstleistungen um 480 610 Euro steigen“, kündigte Bannenberg an und sparte wie schon im vergangenen Jahr nicht mit Kritik am Landesprogramm zur kostenfreien Kindergartenbetreuung: „Wir begrüßen ausdrücklich die Entlastung der Familien. Wir kritisieren aber, dass das Land die Maßnahme nicht ausreichend finanziert. Gegenüber 2018 sind die Aufwendungen um 225 458 Euro gestiegen.“

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