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Durchfahrt verboten: Am neuen Kunstrasenplatz wurden Maßnahmen ergriffen, um motorisierte Vandalen fernzuhalten.

SGO

Schäden behoben, Kunstrasen verlegt

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Grün, glatt und friedlich liegt der Kunstrasen auf dem künftigen Vereinsgelände der SGO an der Altkönigschule. Im September war der Untergrund von einem Autofahrer teilweise zerstört worden, der mit seinem Wagen über den Platz kurvte.

Die Tore rund um den neuen Kunstrasenplatz der SGO in der Nähe der Altkönigschule sind abgeschlossen. Die einzige Lücke in dem massiven Metallzaun ist mit beweglichen Gitterteilen versperrt, die mit einem Zahlenschloss gesichert sind. Vor diesem provisorischen Tor haben Arbeiter eine Palette mit Pflastersteinen abgesetzt und so die Zufahrt versperrt. Doppelt gesichert, hält besser, werden sie sich wohl gedacht haben.

In der Nacht auf den 7. September waren Unbekannte mit einem Auto auf den Platz gefahren und hatten den Untergrund des künftigen Fußballplatzes ruiniert. Der Schaden geht in die Hunderttausende.

Die Polizei konnte bislang keinen Täter ermitteln. Es habe weder brauchbare Spuren noch Zeugenhinweise gegeben, sagt Erster Polizeihauptkommissar Rüdiger Jesse, der die Polizeistation in Königstein leitet. Man gehe mittlerweile davon aus, dass nur ein Auto auf dem Gelände gefahren sei.

Tore stehen noch nicht

Mittlerweile ist der Kunstrasen verlegt, allerdings müssen noch einige Restarbeiten erledigt werden. Tore gibt es beispielsweise noch nicht. Erster Stadtrat Robert Siedler (parteilos) hatte in der jüngsten Stadtverordnetensitzung erklärt, auf welches Verfahren sich die Stadt mit dem ausführenden Unternehmen geeinigt hatte. Die Bereiche, die Fahrspuren auswiesen, wo der Belag aber noch liegen geblieben war, wurden demnach mit Bindemittel stabilisiert. Bereiche, in denen der Belagt offensichtlich zerstört wurde, wurden erneuert. Dort wurde der Belag herausgeschnitten, die Tragschicht aus Schotter nivelliert und abschließend mit neuem Belag versehen. Bevor der Kunstrasen eingebaut wurde, sollte zudem eine Fachfirma Messungen zum Kraftabbau vornehmen.

Garantiefrist verlängert

„Der Gewährleistungszeitraum für den Bereich des ,Kunststoffrasen Großspielfeld‘ wird von vier auf acht Jahre verlängert, um für die Sanierungsflächen entsprechende Sicherheit zu wahren“, führte der Erste Stadtrat aus.

Der Sportplatz soll künftig von der Sportgemeinde Oberhöchstadt genutzt werden. Das städtische Gelände an der Altkönigstraße muss sie aufgeben. Dort sollen Wohnungen entstehen.

Natürlich braucht der Verein auch an seinem neuen Platz Umkleideräume und einen Treffpunkt. Das Multifunktionsgebäude sollte, so war es geplant, in Holzrahmenbauweise errichtet werden. Allerdings erhielt die Stadt auf ihre Ausschreibung lediglich Angebote, die doppelt so hoch lagen, wie ursprünglich vorgesehen.

Man habe sich deshalb, so Siedler, darauf verständigt, das Gebäude in Massivbauweise errichten zu lassen. Dabei sollen einzelne Gewerke ausgeschrieben und kein Generalunternehmer mehr eingesetzt werden. Dank des Doppelhaushalts sei man jetzt früher im Rennen (die Mittel für das Gebäude sind ja bereits bewilligt). Damit steigen laut Siedler die Chancen, im neuen Jahr bessere Angebote zu erhalten,

Nach dem Starkregenereignis am 9 Juni sind in Kronberg verstärkt Fragen des Hochwasserschutzes in den Blickpunkt gerückt. Erster Stadtrat Siedler geht davon aus, dass das künftige Neubaugebiet „Altkönigblick“ besser das Wasser zurückhalten kann, als es der Sportplatz an der Altkönigstraße konnte. Die Böden in Kronberg seien nicht geeignet, Wasser aufzunehmen, erklärt der Erste Stadtrat.

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