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Schallmauer durchbrochen

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Von der Türmerwohnung im Turm der evangelischen Laurentiuskirche aus sieht man dort, wo die sechs Kräne stehen, wie die großen Wohneinheiten der beiden neuen Stadtquartiere am ehemaligen Krankenhaus sowie an der ehemaligen Konrad-Lorenz-Schule emporwachsen." © Pieren

Nach jüngster Erhebung 15 123 Einwohner gemeldet

Usingen -Würde der Türmer - der einst droben im Turm der Ev. Laurentiuskirche lebte - einen imaginären Zeitsprung machen und nun anno 2022 wieder aus den Fenstern seiner Wohnung auf die Stadt blicken, würde es ihm gewiss die Sprache verschlagen. Aber auch Zeitgenossen, die am 'Tag des offenen Denkmals' (11. September) die nächste Möglichkeit nutzen und die 135 Stufen vom Kirchenschiff der Stadtkirche ausgehend über diverse Treppen bis zur Türmer-Wohnung emporsteigen, werden staunen: freilich über den einmaligen Ausblick in alle Himmelsrichtungen, vor allem aber über die rege Bautätigkeit in der Kernstadt. Am deutlichsten wird diese durch die insgesamt sechs Kräne im nordwestlichen Teil der Stadt: Seit langem schwingen die mächtigen Ausleger über die dortigen Dächer hin und her und setzen punktgenau schwere Lasten mit Baumaterialien auf den dortigen beiden Großbaustellen ab.

Zwei neue

Stadtquartiere

Von der Türmer-Wohnung aus kann man dem Treiben, welches links und rechts der Hugenottenkirche vonstattengeht, wunderbar zuschauen. Dabei wird sofort klar, dass die Neubauten der beiden neuen Stadtquartiere auf den Arealen des einstigen Krankenhauses und der ehemaligen Konrad-Lorenz-Schule bereits eine stattliche Höhe erreicht haben. Wie viele Menschen dort leben werden? Überhaupt stellt sich angesichts der vielen neuen Mehrfamilienhäuser - am markantesten sind die Wohnblöcke zwischen der Hattsteiner Allee und der Heinrich-Müller-Siedlung - die eine entscheidende Frage: Wie viele Menschen leben eigentlich derzeit in Usingen?

Bereits vor zwei Jahren hatten wir in dieser Zeitung vermeldet, dass für die Kernstadt und die sechs Stadtteile die Schallmauer von 15.000 Einwohnern durchbrochen wurde.

Danach sackte die Bevölkerungszahl wieder unter die markante Grenze. Generell gilt: Das Bevölkerungswachstum resultiert dabei aus Zuzügen ebenso, wie aus einer positiven Geburtenentwicklung - natürlich abzüglich der Abmeldungen und der Sterbefälle.

Damals teilte das Einwohnermeldeamt mit, dass zum Stichtag am 30. Juni 2020 insgesamt 15 018 Einwohner mit einem Hauptwohnsitz in Usingen gemeldet wurden. Mit dem Stichtag 31.12.2021 sind demnach zwar nur noch 14.969 Menschen mit ihrem Hauptwohnsitz in der Stadt gemeldet. Hinzu kommen 154 Menschen, die ihren Zweitwohnsitz hier haben. Macht summa summarum 15 123 (Quelle ekom21).

Davon leben 9249 in der Kernstadt, Eschbach ist mit 2045 Einwohnern der größte Stadtteil, gefolgt von Wernborn (1576). Der nächstgrößte Stadtteil ist Merzhausen, wo mit 881 Menschen aber bereits eine dreistellige Einwohnerzahl erreicht ist. Am kleinsten sind Kransberg (661), Wilhelmsdorf (381) und Michelbach (330)

Dass Statistiken kompliziert sind und je Erhebungsart sich voneinander unterscheiden können, ist bekannt. So vermeldet der Hochtaunuskreis unter Berufung der Erhebungen des Statistischen Landesamtes zum gleichen Zeitpunkt (31.12.2021)hingegen nur 14 733 Einwohner für Usingen.

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