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Steffen Bonk

Politik

CDU schickt Steffen Bonk einstimmig ins Rennen

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Erster, kräftiger Rückenwind für Steffen Bonk: Einstimmig hat die Parteibasis den CDU-Kandidaten am Freitag ins Rennen um das Bürgermeisteramt geschickt.

23 der 69 Steinbacher CDU-Mitglieder waren am Freitagabend zur Kandidaten-Nominierung für die Bürgermeisterwahl ins Gasthaus Zum Schwanen gekommen, und 23 stimmten auch für Steffen Bonk – jenen Kandidaten, für den sich tags zuvor ebenso einstimmig der Parteivorstand ausgesprochen hatte. Der 38-Jährige, der im Steinbacher Rathaus Haupt- und Sozialamtsleiter ist und in seiner Heimatstadt Flörsheim CDU-Chef war, bevor er dort das Amt des Stadtverordnetenvorstehers übernommen hat, bedankte sich nach der Wahl „für den Vertrauensvorschuss“ und zeigte sich überzeugt: „Jetzt werden wir das Ding gemeinsam rocken! Wenn’s geht, schon am 24. März.“

„Ein Gefühl für die Stadt“

Aber auch für eine mögliche Stichwahl am 7. April, einen Tag vor seinem 39. Geburtstag, hätte Bonk schon Pläne: „Dann feiern wir alle gemeinsam in meinen Geburtstag rein. Das Bürgermeisteramt wäre das größte Geschenk für mich.“ Er spiele um Sieg, nicht auf Platz, gab er sich kämpferisch. Wie berichtet, ist Bonk nach FDP-Fraktionschefin Astrid Gemke der zweite Kandidat, der sich für die Direktwahl im Frühjahr in Stellung bringt, die ansteht, weil Amtsinhaber Dr. Stefan Naas (FDP) in die Landtagsfraktion der Liberalen wechselt.

Der Parteibasis stellte sich Bonk als ein Mann vor, der „ein Gefühl für die Stadt“ habe. „Ich kenne die Steinbacher Themen und ich kenne viele Steinbacher“, sagte der Diplom-Verwaltungswirt, der, sollte er Rathauschef werden, mit Lebensgefährtin Petra Steinhuber auch nach Steinbach ziehen will.

Mit ihm, warb Bonk, gebe es im Rathaus einen nahtlosen Übergang statt einer langen Einarbeitungsphase. „Ich kenne die Mitarbeiter, die Projekte und die Finanzen“, so der Haupt- und Sozialamtsleiter. Eines der wichtigsten Themen sei das Infrastruktur-Förderprogramm Soziale Stadt, das noch fünf Jahre laufe – das zugehörige Konzept gelte es „ordentlich und gut abzuarbeiten“, aber auch, „den Spirit“ des Programms mitzunehmen, betonte Bonk.

„Steinbach hat keine Zeit zu verlieren“, sagte Bonk, der drei Großprojekte aufzählte, die in der kommenden Wahlperiode auf der Agenda stünden: den Bau einer zusätzlichen städtischen Kita – aktuell fehlten 50 Plätze im Krippen- und im Kindergartenbereich, eine „massive Zahl“, die „dringenden Handlungsbedarf“ bedeute – , die Rathaus-Sanierung und den Feuerwehrhaus-Neubau.

„Und dieser Stich muss richtig sitzen. Wenn uns das die nächsten Jahre nicht gelingt, dann gelingt es gar nicht mehr“, so der CDU-Kandidat, der ein neues Feuerwehr-Gerätehauses „dringend erforderlich“ nannte. „Viel Geld“, acht bis zehn Millionen Euro, schätzte Bonk, müssten für diese drei Maßnahmen aufgebracht werden. „Klug und zügig“ gelte es hierbei, auch Fördermöglichkeiten in Anspruch zu nehmen.

Möglicher Brückenbauer

Auch CDU-Fraktionschef Holger Heil unterstrich die Erfahrung des 38 Jahre alten Kandidaten. „Wenn man keine Experimente hier in Steinbach will, kann man nur Steffen Bonk als Bürgermeister sehen.“ Das habe dereinst auch schon Alt-Bürgermeister Peter Frosch (CDU) geahnt, wie Jonny Kumar, Vorsitzender der Steinbacher CDU, verriet: „Sie werden mal einen Kandidaten vorschlagen müssen – gucken Sie sich den Steffen Bonk an“, habe Frosch ihm geraten, und zwar beim Neujahrsempfang der Steinbacher FDP – und das sei im Jahr 2015 gewesen.

Bonk, so Kumar, habe das Potenzial zum „Brückenbauer“ zu werden, zum „Ansprechpartner für alle“ in einer Stadt, in der jeder achte Bürger von Sozialhilfe lebe und der Anteil der Bürger mit Migrationshintergrund so hoch sei wie nirgendwo sonst im Hochtaunuskreis. „Steffen Bonk wird den Laden zusammenhalten“, zeigte sich Kumar überzeugt, der die Marschrichtung für den bevorstehenden Wahlkampf vorgab: „Jetzt müssen wir ran: an Hecken, Zäune, Haustüren.“

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