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Tabula rasa: Das Gelände ist für die Arbeiten gerodet.

Bauprojekt

Schillergärten nimmt Fahrt auf - Verkehrs- und Lärmbelastung für Anwohner

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Nach langem Vorlauf startet demnächst in der Nähe des Bahnhofs ein weiteres Bauprojekt: Die Bei den „Schillergärten“ beginnt die heiße Phase. Für die Anwohner ist dies mit einigen Belastungen verbunden.

Rund um den Bahnhof verändert Kronberg herrscht derzeit fast täglich sein Gesicht. Während am künftigen Hotel und der Konzerthalle eifrig gearbeitet wird, geht es unweit davon an einem 6200 Quadratmeter großen Hanggelände wesentlich ruhiger zu. Arbeiter sind gerade dabei, die letzten Wurzeln einer wild gewachsenen Schonung zu entfernen, die dort bis vor einiger Zeit auf dem ehemaligen Gartengrundstück stand.

Demnächst ist es jedoch mit der Ruhe in dem Gebiet erst einmal vorbei, startet doch ein Bauvorhaben, das in der Vergangenheit für Kontroversen gesorgt hat. Die Rede ist vom sogenannten Baufeld VI „Schillergärten“, für das nun die Grobplanung vorliegt. Wie Erster Stadtrat Robert Siedler (parteilos) dieser Tage den Mitgliedern des Stadtentwicklungsausschusses (ASU) mitteilte, ist für Ende November der Beginn der Erdarbeiten für die Tiefgarage und die Keller der künftigen Gebäude geplant. Laut Projektentwicklerfirma Wilma soll dieser Teil der Bauphase drei Monate dauern.

Für die Anwohner ist dies mit einigen Lärm- und Verkehrsbelastungen verbunden, wird nach aktueller Berechnung doch mit 400 Lkw-Ladungen Erde gerechnet, die abtransportiert werden müssen. Auf circa drei Lkws pro Stunde beziffert Siedler das Aufkommen. Die Laster fahren dabei anfangs über die Ludwig-Sauer-Straße auf das Gelände und verlassen es über den Bahnhofsvorplatz, um möglichst einen reibungslosen Verlauf sicherzustellen. Später fahren die Lkw nur noch über die Ludwig-Sauer-Straße an und ab. Bei all dem müssen die Fahrzeuge bei der Abfahrt eine 15-prozentige Steigung überwinden.

Die gute Nachricht für die Anwohner: Später beruhigt sich die Lage. Wenn der Roh- respektive Hochbau im März oder April 2019 beginnt, sollen nur noch fünf bis sechs Lkw pro Tag unterwegs sein. Eine „normale Lärmbelastung“ für die Anwohner sei das ab diesem Zeitpunkt, sagte Siedler. Die müsse man bei Baustellenverkehr hinnehmen.

Wie berichtet, sollen in den Schillergärten sechs Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 39 Eigentumswohnungen entstehen. In jeder der Stadtvillen finden fünf bis sieben Zwei- bis Vier-Zimmer-Wohnungen Platz. Diese sind zwischen 74 und 212 Quadratmeter groß. Billig ist das Ganze nicht, vorgesehen ist gehobenes Wohneigentum, der durchschnittliche Preis liegt bei 6000 Euro pro Quadratmeter. Zum Ausgleich soll im sogenannten Baufeld V auf dem Grundstück von „Gleis 3“ bezahlbarer Wohnraum entstehen. Das ist allerdings noch nicht spruchreif.

Die Gebäude werden laut Siedler von oben nach unten errichtet. Das letzte Haus zum Lokschuppen hin soll im Rohbau Ende Mai 2019 stehen. Danach folgt der technische Ausbau der Gebäude, der etwa Mitte 2020 abgeschlossen sein soll. Schließlich folgen bis etwa September 2020 die Arbeiten an den Außenanlagen. Fertig sein soll das Ganze dann nach bisheriger Planung Ende 2020. Der Start des Gewerbebaus ist derzeit für etwa Mitte 2020 angedacht.

Bei all dem sind noch Unabwägbarkeiten drin. Aus logistischen Gründen könne es noch erforderlich werden, diese grobe Zeitschiene an der einen oder anderen Stelle nachzujustieren, sagte Siedler.

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