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Wäre schön, wenn das alles etwas würde . . . Karikatur: Schwarze-Blanke

Jahreswechsel

Schlagzeilen, die wir uns dieses Jahr wünschen

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Das Leben ist nun mal kein Wunschkonzert. Aber nehmen wir doch mal an, es wäre doch so. Dann hätte die Taunus Zeitung eine ganze Reihe Vorschläge, wie manche Schlagzeile in diesem Jahr aussehen könnte.

Im Usinger Land schweben viele Themen im freien Raum und warten darauf, dass sich endlich Lösungen finden, die das Leben etwas leichter machen könnten. Doch die Mühlen der Bürokratie und der Politik mahlen eben nicht in Lichtgeschwindigkeit. Wenn sich die Redaktion Schlagzeilen für 2019 wünschen dürfte, dann wäre manches schneller passiert. Eine Auswahl:

S-Bahn-Bau kommt früher

Das wäre eine Schlagzeile, die viel Beifall verdient hätte. Und wenn die Unterzeile dann noch lauten würde: Verlängerung über Grävenwiesbach nach Weilburg beschlossen, dann wäre die Überraschung perfekt. Derzeit bescheidet man sich mit der Ankündigung, dass bis Ende des Jahres eine erste Planung stehen soll. Und schon wäre die nächste Schlagzeile in Arbeit:

Preissenkung beim RMV

Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Mit dem Pkw sind es gerade mal 66 Kilometer und 45 Minuten, trotzdem zahlt man derzeit mit der Taunusbahn von Brandoberndorf nach Frankfurt-Flughafen über 16 Euro – und sitzt mit Umsteigen knapp drei Stunden in der Bahn. Einzelfahrt, wohlgemerkt. Zurück muss man ja auch noch. Nicht eingerechnet die Zeit von und zum Bahnhof, was eben meist mit dem Pkw geschieht. Das ist doch mal ein verlockendes Angebot, auf die Bahn umzusteigen. Aber auch schon bei Kurzstrecken überlegt sich der Autofahrer ernsthaft, was es ihm bringt. Für die Strecke von Brandoberndorf nach Usingen zahlt man derzeit 3,20 Euro und sitzt 23 Minuten im Zug. Wie groß wäre die Akzeptanz, würde man sich an Fahrpreisen anderer europäischer Länder orientieren. In Ungarn, genauer Budapest, kostet die Einzelfahrt selbst aus den umliegenden Städten 2,15 Euro. Die Tageskarte 5,50 Euro. Und in Paris zahlt man fürs Ticket 1,90 Euro, egal, wohin in der Stadt. Und um mit böser Zunge zu reden: Wenn der Staat so viel Geld in den Zuschuss von Windkraft steckt . . .

Land zahlt Kinderbetreuung

Mit der Schlagzeile würde sich jede Landesregierung, egal welcher Couleur – gerade bei den kleineren Kommunen im Usinger Land – sehr beliebt machen. Die derzeit frei gestellten sechs Stunden sind zwar ein Anfang, haben aber allen Städten und Gemeinden, die durch ihr spezielles Angebot für die Eltern höhere Kosten haben als die vom Land angerechnete Vergütung, ordentlich ins Kontor geschlagen. Kinderbetreuung kostenfrei geht – auch hier reicht ein Blick ins europäische Ausland. Straßenbeitrag abgeschafft

Mit dieser Headline würde sich jeder Freunde machen. Statt die Bürger trotz Kfz-Steuer und Grundsteuer B noch zusätzlich bei jeder grundhaften Straßensanierung zur Kasse zu bitten, übernimmt der „Steuernehmer“ die Kosten. Die ganze Steuer hat etwas von einem Brötchen, das man beim Bäcker kauft und fürs Heimtragen noch Wegezoll bezahlt.

Großgemeinde gegründet

Die sechs Kommunen im Usinger Land, gerade mal knapp mehr Einwohner als Oberursel, einigen sich und gründen eine Großstadt. Ein Bauamt, eine Kämmerei, einen Bürgermeister. Gleiche Kosten bei Kindergärten und fürs Wasser. Damit könnten Kosten gesenkt werden, Entlastungen für die Bürger winken. Alle Orte hätten natürlich trotzdem ein Bürgerbüro und ein Stadtteilparlament.

Hessentag Usinger Land

Mit einem gemeinsamen Aufschlag könnte das hessische Großereignis doch tatsächlich ins Usinger Land geholt werden. Eine Kommune allein würde an den extremen Kosten und der aufwendigen Organisation des Hessentages schwer zu knabbern haben, doch wenn sich die drei Großen – Neu-Anspach, Wehrheim und Usingen – auf einen Standort einigten, könnte man ganz Hessen den schönen Landstrich und seine Leistungsfähigkeit näher bringen.

Die Weil hat Wasser

Nach 2018 hat jeder im Taunus erkannt, dass Trinkwasser mit das höchste Gut ist, das wir haben. Bei allen Bauvorhaben und der Ansiedlung von Neubürgern muss nun erst einmal gesichert sein, dass auch alle ausreichend Trinkwasser haben. Mit den richtigen Vorgaben – etwa Zisternen an allen Neubauten – könnte ein erster Schritt diese Sicherheit gewährleisten.

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