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Die Wehrheimer Jagdgenossen mit Siegfried Gräfe verkaufen auch in diesem Jahr Wildbret im Wehrheimer Jagdhaus.

So gut schmeckt der Herbst

Leser präsentieren Rezepte, die Lust auf den kulinarischen Herbst machen

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Durch das bunte Herbstlaub hat sich das Usinger Land in ein prächtiges Farbenmeer verwandelt. Auch in der Küche stehen jetzt andere Speisen auf dem Programm. Unsere Leser haben uns in ihren Kochbüchern blättern lassen. Denn im Usinger Land sind mannigfaltige typische Taunus-Rezepte bekannt.

Ohne Zweifel: Herbstzeit ist Kürbiszeit. Das ist auch bei der Schwiegermutter des Autors nicht anders. Während sie des Sommers stets mit dem ersten eigenen Salat aus dem Garten und über Wochen hinweg die Familie mit selbst geerntetem Gemüse versorgt, werden im Herbst mit Vorliebe neue Rezepte ausprobiert.

Aber auch das mit Hand selbst geschriebene, mit vielen alt-überlieferten Rezepten gespickte Kochbuch wird oft hervor geholt. Und dann steht sie Freude strahlend vor der Tür, und reicht bei der Tochter und Familie etwas Leckeres vorbei.

Ihre Freude am Gärtnern, Kochen und Backen wirkt ansteckend. Dieser Tage landete sie sogar bei der Enkelin einen Volltreffer. Bei Broten ist die 16-Jährige für gewöhnlich sehr festgelegt: je weißer der Teig, desto besser. Vollkornbrote? Gehen gar nicht an die Jugendliche ran.

Nussiger Geschmack

Groß sind Auswahl und Vielfalt da nicht mehr. Doch Oma Ilse hat die zündende Idee. Luftig, locker und leicht ist das von der Usinger TZ-Leserin gebackene Kürbisbrot. Zudem ist der Teig leuchtend gelb, das hat was. Und der leicht nussige Geschmack überzeugt sofort.

„Die Kerne werden aus dem Hokkaidokürbis herausgeholt. 700 ml Fruchtfleisch und die dünne Schale passiere ich mit einem Mixer zu Kürbismus“, sagt Ilse Velte. „Zusammen mit einem Kilo Mehl, zwei Eiern, 50 Gramm Zucker, 125 Gramm Butter zwei Päckchen Hefe und etwas Salz knete ich in der Küchenmaschine den Teig. In einer großen Kastenform wird dann das Brot gebacken.“

Auch Andrea Krist aus Hausen liebt den orangeroten Speisekürbis. Bevor sie mit ihrer Tochter zu einem Kurzurlaub aufbricht, hat sie ihrem Mann eine Kürbissuppe mit Ingwer und Kokosmilch zubereitet. „Die kann er sich an einem der kommenden Tage nach Feierabend warm machen“, sagt die Vorsitzende der Landfrauen Hausen-Arnsbach.

Hier die Zutaten:

1 Kilo Hokkaido-Kürbis, 1 Zwiebel, 1 Stange Lauch, 500 g Möhren, 5 cm Ingwer, 1 Knoblauchzehe, 1 Esslöffel Butter, 1 Liter Gemüsebrühe, 1 Dose Kokosmilch, 200 ml Orangensaft, etwas Salz und Pfeffer zum Abschmecken. „Kürbis, Zwiebel, Lauch, Möhren, Ingwer und Knoblauchzehe schälen und würfeln und in der Butter andünsten“, erläuter Krist.

Lieber Wild

Mit der Brühe aufgießen und etwa 15 bis 20 Minuten weich kochen. Dann sehr fein pürieren, eventuell durch ein Sieb streichen. Die Kokosmilch und den Orangensaft unterrühren, mit Salz, Pfeffer abschmecken und noch mal erwärmen. Fertig ist die genussvolle Kürbissuppe.

Merlene Becker von Wehrheimer Landfrauen schwört im Herbst auf Hirsch Gulasch. Die benötigten Zutaten: 1 Kilo Hirsch-Gulasch, 1 große Zwiebel, 5 bis 6 Wachholderbeeren, 2 Lorbeerblätter, 1 Messerspitze Wildgewürz, Thymian, Basilikum, eine Messerspitze Chili, Pfeffer, Salz, klare Brühe und Rotwein zum Aufgießen. Für die Soße nimmt Becker vier bis fünf Becher saure Sahne.

„Das Hirschgulasch wird in kleine Würfel geschnitten mit Pfeffer und Salz gewürzt. Das Fleisch anbraten, dann die Zwiebel in Würfeln dazu geben und mitschmoren. Dazu gebe ich ganze Wachholderbeeren, Thymian, Basilikum, Lorbeerblätter und etwas Chilipulver“, sagt die Wehrheimer Landfrau. „Wenn alles kross gebraten ist mit der Brühe nach und nach aufgießen bis der Sud schön braun ist.“

Zum Schluss fügt sie den Rotwein bei. Nebenbei: Es muss hier nicht unbedingt der billige Wein aus dem Discounter sein. Alles zusammen lässt sie 20 Minuten im Schnellkochtopf köcheln. Erst ganz zum Schluss kommt nach dem Kochen die saure Sahne dazu. Dazu reicht sie natürlich Rotkraut und Klöße.

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