Ein Blumenstrauß zum Start: Landrat Ulrich Krebs schaut am späten Vormittag im Büro der neuen Bürgermeisterin Julia Krügers vorbei.
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Ein Blumenstrauß zum Start: Landrat Ulrich Krebs schaut am späten Vormittag im Büro der neuen Bürgermeisterin Julia Krügers vorbei.

Schmittens neue Bürgermeisterin überrascht Angestellte

Der erste Arbeitstag mit Unterschriften und Besuch vom Landrat

  • Anja Petter
    vonAnja Petter
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Julia Krügers freut sich auf die kommenden Herausforderungen

70 weiße Tüten stehen auf dem Konferenztisch im Büro von Julia Krügers (CDU). Sie sind jeweils gefüllt mit einem Apfel, einer Mandarine, einer Praline, einem Stückchen Streuselkuchen und einer in CDU-orange gehaltenen Karte. "Start. Klar! Mit voller Energie für Schmitten" steht auf der Vorderseite, und auf der Rückseite grüßt die neue Bürgermeisterin, die gestern ihren Dienst angetreten hat, ihre Mitarbeiter im Rathaus.

Krügers hat die Frühstückstüten an ihrem ersten Arbeitstag um kurz nach 8 Uhr gemeinsam mit ihrer Assistentin Marion Dietrich gepackt. Am späten Vormittag hat sie schon viele Angestellte begrüßt, zwei Etagen bereits absolviert, wie sie erzählt, nur eine fehlt noch. Auf ihrem Schreibtisch steht - anders als bei ihrem Vorgänger Marcus Kinkel (parteilos) - bereits ein zweiter Bildschirm. "Ohne den kann ich nicht mehr arbeiten", sagt Krügers, die bislang als Market-Managerin bei einem Telekommunikationsunternehmen tätig war.

Landrat überreicht Blumen

In dem Moment bringt Dietrich die nächste Mappe herein. Die Verwaltungschefin müsste die Akten eigentlich durcharbeiten, doch zu mehr als ein paar Unterschriften ist sie noch nicht gekommen. "Ich habe nur mal kurz reingeschaut", sagt sie und wird erneut von der Arbeit abgehalten, denn nun schaut Landrat Ulrich Krebs (CDU) vorbei. Er überreicht ein Jahrbuch des Hochtaunuskreises und einen Strauß mit orangefarbenen Blumen. Er spricht von "Angie-Orange" und sagt: "Angela Merkel ist nach wie vor die erfolgreichste Frau in der Politik."

Erfolgreich ist aber auch Krügers, die sich bei der Bürgermeisterwahl am 1. November mit 59,2 Prozent der Stimmen gegen ihren Mitbewerber Hans Kurdum (FWG) durchsetzen konnte. Krügers werde neue Impulse setzen, meint der Landrat, kündigt Gespräche über ein Verkehrskonzept auf dem Feldberg und ein Corona-Impfzentrum für Schmitten an.

"Es ist eine gute Nachricht, dass es das hier jetzt auch geben wird", stellt die Bürgermeisterin, vor der noch viele weitere Aufgaben liegen, fest. Die 45-Jährige nennt unter anderem die Umsetzung des Online-Zugangsgesetzes, die Nachverhandlungen mit der Deutschen Glasfaser und den geplanten Neubau des Accadis-Kindergartens.

Gespräche mit den Fachabteilungen

Mit jeder Fachabteilung werde sie die anstehenden Themen durchsprechen und sehen, dass sie schnell in die üblichen Routinen und Abläufe hineinkomme. Auch sei es ihr wichtig, trotz der Pandemie ein schönes Veranstaltungsprogramm für die Menschen zu entwickeln. Dazu soll auch das Autokino gehören, das im vergangenen Sommer schon erfolgreich gestartet war.

"Ich freue mich auf die Herausforderungen, bereichernde Begegnungen, wertvolle Gespräche und verspreche, dass ich mich mit Herz, Seele und voller Energie für Sie einsetze", steht auch noch auf der eingangs erwähnten Karte, und Krügers ist, wie sie sagt, "voller Vorfreude".

Am Nachmittag steht noch eine Videokonferenz mit den Bürgermeistern aus dem Usinger Land an, und in den Kindergärten möchte die Bürgermeisterin auch noch vorbeischauen. Wie lange sie an dem Tag wohl arbeiten wird? "Mir hat man gesagt, dass ein Bürgermeister sieben Tage die Woche 24 Stunden im Einsatz ist", meint sie und strahlt. anja petter

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