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Feldberghaus-Eröffnung erneut verschoben – aus mehreren Gründen

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Von: Evelyn Kreutz

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Die Arbeiten am und im Feldberghaus dauern immer noch an.
Die Arbeiten am und im Feldberghaus dauern immer noch an. © Evelyn Kreutz

Der Termin zur Feldberghaus-Eröffnung in Schmitten (Hochtaunus) wird verschoben. Lieferengpässe wegen Corona, Schnee und Frost verzögern das Bauprojekt.

Schmitten – Seit Tagen ist der Große Feldberg in Nebel gehüllt, und nur wenige Besucher verirren sich derzeit auf den höchsten Taunus-Gipfel. Das ist vielleicht ganz gut so, denn einkehren können sie dort nicht, und ganz so schnell wird es mit der Eröffnung der Gastronomie im ehemaligen Feldberghof, der jetzt wieder Feldberghaus heißt, auch nicht gehen.

Am 7. Oktober hatte Landrat Ulrich Krebs (CDU) als Vorsitzender des Zweckverbands Feldberghof, der jetzt auch Zweckverband Feldberghaus heißt, die Eröffnung des Hauses für den 3. Februar angekündigt. Doch dieser Termin ist nicht zu halten. Seit bald drei Jahren, genauer seit März 2019, ist hier wegen umfangreicher Sanierungs- und Umbauarbeiten überhaupt kein Gastronomiebetrieb mehr möglich. Während der strengsten Corona-Beschränkungen war sowieso jegliche Gastronomie geschlossen. Aber während Ausflügler inzwischen unter den geltenden Corona-Bedingungen wieder rundum überall einkehren können, bleiben am Gipfel weiterhin nur die beiden Kioske.

Feldberghaus im Hochtaunuskreis: Innenausbau zu 85 Prozent fertig

Noch immer ist das Feldberghaus mit seiner inzwischen rustikalen wunderschönen Holzfassade von einem Bauzaun umgeben. Handwerkerfahrzeuge stehen davor und man kann sehen, wie innen tüchtig gearbeitet wird. Auf Anfrage bei der Pressestelle des Hochtaunuskreises heißt es: „Die Arbeiten am neuen Feldberghaus gehen mit Hochdruck voran. Mittlerweile kann man nicht nur an der Fassade sehen, dass sich die Besucher des Taunus auf ein echtes Schmuckstück freuen können.“ Auch der Innenausbau sei zu 85 Prozent fertiggestellt.

Und was ist der Grund für die erneute Verzögerung? „Die Corona-Lage und weiter andauernde Lieferengpässe führen erneut zu einer Anpassung der Zeitschiene“, so Pressesprecherin Andrea Nagell. Zur Erinnerung: Anfangs war die Bausubstanz maroder als gedacht und die Arbeiten waren umfangreicher und wurden teurer als ursprünglich geplant. Dann wurde umgeplant, und es fehlte den Firmen wegen Corona Personal. Vor einem Jahr durfte das Plateau wochenlang nicht angefahren werden, dadurch kam auch der Innenausbau erheblich in Verzug.

„Aufgrund der Witterung mit Schnee und Frost mussten die beauftragten Firmen ihre Arbeiten in den Außenbereichen rund um das Feldberghaus Ende November leider wieder einstellen“, teilt die Pressestelle mit. Nicht nur die Erd- und Kanalarbeiten konnten nicht wie geplant ausgeführt werden.

Feldberghaus in Schmitten (Hochtaunus) soll bald fertig werden

„Auch die anhaltend pandemiebedingten Lieferschwierigkeiten für Baumaterial setzen dem Bauherrn Grenzen. Davon betroffen sind in der Folge weitere Bereiche wie beispielsweise die Pflasterarbeiten für die Zuwege zum Feldberghaus, die Fertigstellung des Biergartens und Pflanzarbeiten“, heißt es weiter.

Trotzdem sei der Zweckverband als Bauherr zuversichtlich, dass das Feldberghaus zu Beginn des zweiten Quartals 2022 an den Start gehen kann. „Dann freuen wir uns beispielsweise auch auf die mit hochwertigem Mobiliar ausgestattete Innen- und Außengastronomie. Wir bitten nochmals um Verständnis für die Verzögerungen, die bei einem Projekt in schwierigen Zeiten und in dieser Größenordnung auftreten können“, so die Pressestelle.

Den Besuchern bleibt also Hoffnung, sich ab Frühjahr im Feldberghaus und dem dann dazu gehörenden Biergarten von Carolin und Jens Fischer, die zusammen mit Hedmar Schlosser die Gastronomie übernommen haben, bewirten zu lassen. Jens Fischer verspricht zeitgemäße bodenständige Küche für jedermann, bei der die Qualität im Vordergrund steht und die mit einer gewissen Raffinesse präsentiert wird. Seine Frau, zuständig für den Service, möchte, dass sich jeder wohlfühlen kann. Kulinarische und andere hessische Souvenirs und dazu passende Events soll es im Concept-Store von Melanie Küssner geben. (Evelyn Kreutz)

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