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Für mehr Sicherheit auf den Schmittener Straßen

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Damit solche brenzligen Situationen im Notfall nicht vorkommen, gilt im unteren Teil der Hauptstraße in Niederreifenberg künftig eingeschränktes Halteverbot. FOTOS: KREUTZ © Red

Schmitten . Raser sollten in Schmitten künftig gut aufpassen. Wie Bürgermeisterin Julia Krügers (CDU) mitteilt, ist das neue mobile Blitzgerät inzwischen eingetroffen, und die Mitarbeiter des Ordnungsamtes sind geschult. »Es geht jetzt los mit unangekündigten Messungen«, teilt die Rathauschefin mit. Sie macht aber deutlich: »Wir wollen uns damit nicht die Taschen vollmachen.

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Prävention, kein Abkassieren

Vielmehr handele es sich um eine präventive Maßnahme, um Tempolimits zur Verkehrsberuhigung durchzusetzen. »Im Interesse der schwächsten Verkehrsteilnehmer sollten ja eigentlich alle Fahrer, dort wo es angezeigt ist, runter vom Gas gehen«, ergänzt die Rathauschefin. Und sie weist darauf hin: »Es sollte auch jedem bewusst sein, dass der neue Bußgeldkatalog verschärft worden ist.« Die Gemeinde sei nicht verantwortlich dafür, dass Rasen jetzt teurer werde. »Uns geht es allein um die Sicherheit.« Das gilt auch für die Umsetzung des eingeschränkten Halteverbots im unteren Bereich der Hauptstraße in Niederreifenberg. Hier hat der jüngste Brand gezeigt, wie wichtig es ist, dass Rettungsfahrzeuge schnell genug durch die enge Straße kommen. Wenn die Straße zugeparkt ist, geht den Einsatzfahrzeugen im Notfall wertvolle Zeit verloren.

Die Durchfahrt ist auch für Müllfahrzeuge und den Winterdienst oft Millimeterarbeit. Ein weiteres Problem ist, dass es in der unteren Hauptstraße auf der einen Seite so gut wie keinen Gehweg gibt und auf der anderen Seite der Bürgersteig regelmäßig komplett zugeparkt ist. Gehwege haben aber grundsätzlich frei zu bleiben für Fußgänger und Eltern mit Kinderwagen oder Senioren mit Rollatoren.

Die Bürgermeisterin bedauert, dass bisher alle Appelle nichts geholfen haben und viele rücksichtslos vor der eigenen Haustür parken.

Kein Platz für Einsatzfahrzeuge

Schlimmstenfalls blockierten sie Anwohnern auf der gegenüberliegenden Seite die Einfahrt zu ihren Grundstücken oder Garagen.

Dabei müssten die meisten, die an der Straße parken, nur ihre Garagen freiräumen und auch als solche nutzen. Im betroffenen Straßenabschnitt gibt es laut Krügers drei Häuser ohne eigene Parkplätze. Auch für diese Anwohner werde es keine Ausnahme geben können. Sie könnten in der nahe gelegenen Brunhildestraße parken oder private Abstellmöglichkeiten anmieten.

Grundsätzlich weist die Bürgermeisterin darauf hin, was eingeschränktes Halteverbotszone bedeutet. Hier darf man nur drei Minuten lang halten, um eine mitfahrende Person aus dem Auto zu lassen oder ein Fahrzeug be- oder entladen. Diese Zeit reiche auch für Lieferdienste oder Handwerker. Besuchern und Handwerkern, die länger bleiben, sei ein kurzer Fußweg zuzumuten. Um auch die Sicherheit zwischen den einzelnen Ortschaften zu erhöhen, hatte die Koalition aus CDU, b-now und Grünen einen Antrag zur »Vermeidung von Verkehrslärm und Abwehr von Gefahren durch Raser« gestellt.

Vermeidung von Verkehrslärm

Die Möglichkeit zur Geschwindigkeitsreduzierung gibt es nach intensiver Prüfung laut Krügers nur auf der Kreisstraße zwischen Brombach und Hunoldstal und auf dem Streckenabschnitt zwischen Nieder- und Oberreifenberg. Im ersten Schritt wurden dazu die Ortsschilder versetzt, damit die erforderliche Distanz zwischen zwei Ortsteilen eingehalten werden kann. Auf den neuen Ortsschildern befindet sich auch der Hinweis, dass die Gemeinde Schmitten »im Taunus« liegt. Wenn die Anordnung vorliegt, werden auch die Tempo-80-Schilder aufgestellt. Mobile Messungen werden zeigen, ob das auch eingehalten wird.

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