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Herzenswald ist größer geworden

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Von: Evelyn Kreutz

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Auch Elisa, Baumspenderin Patricia Wilcke, Nils Medenbach, Karla und ihre Tante sowie Baumpatin Jenny Medenbach (von links) haben einen Baum im Herzenswald gepflanzt.
Auch Elisa, Baumspenderin Patricia Wilcke, Nils Medenbach, Karla und ihre Tante sowie Baumpatin Jenny Medenbach (von links) haben einen Baum im Herzenswald gepflanzt. © Evelyn Kreutz

Pflanzaktionen auf verschiedenen Arealen sorgen für mehr Grün.

Der Herzenswald II oberhalb von Arnoldshain in Richtung Hegewiese ist am Samstag um weitere 250 Bäume gewachsen. Auch der Herzenswald I zwischen Arnoldshain und Oberreifenberg ist wieder ein Stückchen größer geworden. Bei sonnigem Herbstwetter hatte Herzenswald-Initiatorin Brigitta Brüning-Bibo mit ihrem inzwischen bestens eingespielten Team und mit Unterstützung von Hessen Forst wieder eine große Pflanzaktion organisiert.

An der ersten Abgabestelle gab es die bestellten Bäumchen inklusive Holzherz mit Baumnummer, an der nächsten den Verbiss-Schutz und jeweils eine persönliche Anleitung, was genau zu tun ist. Für fachliche Fragen, aber auch für tatkräftige Unterstützung stand von Hessen Forst Lukas Lemme zur Verfügung. Den Platz auf der ausgewiesenen Fläche durfte sich jeder selbst aussuchen. Die Pflanzstellen waren bereits mit farbigen Holzstöcken markiert.

Sehr persönliche Geschichten

Dass es auf dem steinigen Untergrund gar nicht so einfach war, ein Pflanzloch auszuheben, merkten diejenigen, die nur einen Spaten dabei hatten. Da war es gut, dass der Forst auch noch Spitzhacken mitgebracht hatte. Wie tief gebuddelt werden musste, hing von den jeweiligen Wurzeln ab. Erfahrene Helfer hatten bei Rückfragen ein Auge darauf und gaben Tipps. Denn die jungen Bäumchen sollen gut anwachsen und gedeihen. Damit die jungen Pflanzen, wenn sie im Frühjahr austreiben, nicht vom Wild angeknabbert werden, war es wichtig, den Verbiss-Schutz anzubringen.

Wie bei jedem Pflanztag stand hinter jedem Baum der Wunsch, zur Wiederaufforstung von Kahlflächen beizutragen, hinter vielen Bäumen aber auch eine sehr persönliche Geschichte. Schmittens erster Beigeordneter Hartmut Müller (CDU) hatte bereits im Vorjahr mit seinem Sohn Sebastian und Schwiegertochter einen Baum für Enkelin Paula gepflanzt. Am Samstag pflanzte er einen Walnussbaum für seine verstorbene Frau Karin und einen weiteren als Hochzeitsbaum für seine Tochter Daniela und Schwiegersohn Christoph Vogl.

Unternehmen spendet Sträucher und Bäume

Inzwischen pflanzen auch viele Frankfurter einen Baum im Schmittener Herzenswald. Jenny Medenbach hat ihrer Schwester Patricia Wilcke zum 50. Geburtstag einen Baum geschenkt und mit ihren Kindern beim Pflanzen geholfen. „Ich wollte dem Wald im Taunus helfen und bin beim gezielten Googeln auf diese tolle Aktion gestoßen“, erzählte sie. Ähnlich war es auch bei Taufpatin Miriam Winkelmann, die mit der Familie ihres zweijährigen Patenkindes Clemens Fritz Conrad eine Wildkirsche in die Erde brachte.

Nach getaner Arbeit an der frischen Luft gönnten sich viele Baumpflanzer ein Kaltgetränk oder einen Glühwein und eine Bratwurst am Stand der Feuerwehr Oberreifenberg. Die Würstchen hatte das Restaurant Sandplacken gespendet. Brüning-Bibo freute sich, dass viele helfende Hände den einen oder anderen Baum einbuddelten, wenn die Baumspender es selbst nicht bewältigen konnten.

Außerdem wurde am Samstag auch die erste Wildschutzhecke gepflanzt. Fresenius Kabi Deutschland hat dafür 100 Wildsträucher gespendet und beim „Aktiv-Helfen-Tag“ in die Erde gebracht. Das gleiche Unternehmen hat auch weitere 150 Bäume gespendet, die am Donnerstag im Herzenswald III am Dillenberg gepflanzt werden. Dort findet im März/April die nächste Pflanzaktion statt. VON EVELYN KREUTZ

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