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Hoch hinaus geht es in Reifenberg: Die Burg ist die höchste des Taunus.

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Das ist die höchste Burg im Taunus

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Die Reifenberger Burg liegt über 600 Meter hoch und ist damit die höchstgelegene Burg im Taunus und eine der höchst gelegenen nördlich der Alpen. Wer die Anlage besichtigen will, kann das jederzeit und ohne Eintritt tun. Dennoch lohnt sich ein Besuch eher am Wochenende: Dann ist der Wohnturm, von dem man eine herrliche Fernsicht genießen kann, geöffnet.

Jetzt in der Adventszeit ziert ein Tannenbaum mit Lichterkette den Burgturm. „Die gesamte Burganlage ist bis 22 Uhr beleuchtet, der Tannenbaum allerdings ist abends und nachts immer an“, erzählt Peter Frasch, der von seinem Haus aus die Burg immer im Blick hat. „Wenn die Lichter der Burg dann aus sind, sieht es lustig aus, so als ob der Tannenbaum in der Luft schwebt“, meint der stellvertretende Vorsitzende des Burgvereins.

Die Burg Reifenberg steht Besuchern tagsüber immer offen. „Der Eintritt ist frei“, berichtet Frasch. Allerdings kann man den Wohnturm nur am Wochenende besichtigen. „Den Schlüssel können sich Besucher im Hotel Haus Reifenberg bei der Familie Usinger ausleihen“, berichtet Peter Frasch.

Vom Turm aus hat man eine tolle Aussicht über den Hochtaunus bis in die Tiefebene von Wiesbaden und Mainz“, verrät Frasch. Bei gutem Wetter herrscht das ganze Jahr über reger Betrieb auf der Burg: „Die Besucher kommen aus der ganzen Rhein-Main-Region“, erklärt er.

Frasch gehört zu den Gründungsmitgliedern des Reifenberger Burgvereins. Der Verein hat sich 1995 auf Initiative der Oberreifenberger gegründet. „Anlass war damals, dass das Land Hessen, in dessen Besitz die Burganlage ist, die Ruine aus Sicherheitsgründen sperren wollte“, erinnert Frasch. Dank des Einsatzes des Burgvereins konnte in Kooperation mit den zuständigen Behörden der Hessischen Landesregierung und mit vielen ehrenamtlichen Helfern der Wohnturm 1997 wieder begehbar gemacht werden.

Seit seiner Gründung hat der Verein um die 100 Mitglieder. „Die meisten sind fördernde Mitglieder. Zum aktiven Kreis gehören 25“, schildert Peter Frasch. Bei Arbeitseinsätzen rund ums Jahr kümmern sich die Mitglieder um die Pflege und den Erhalt der Burg. „Die finanziellen Mittel dafür gewinnen wir durch unsere Veranstaltungen“, berichtet Frasch. Jedes Jahr bittet der Burgverein zu seinem traditionellen Jazzkonzert. An Halloween biete der Verein eine Gruselnacht an. Aus dem Burgverein-Engagement ist 2004 auch eine Tanzgruppe entstanden. „Wir nennen uns die Reifenberger Härmleins“, so Frasch. Der Name leitet sich von einem Findelkind namens Härmlein ab, das in alten Zeiten auf der Reifenberger Burg lebte.

„Wir widmen uns mittelalterlichen Tänzen aus dem 13. bis zum 15. Jahrhundert“, informiert Frasch. Die „Härmleins“ tragen bei ihren Auftritten passende Gewandungen, die in der vereinseigenen Nähstube entstehen.

Gegen eine Spende organisieren die Vereinsmitglieder auch individuelle Burgführungen. Wer Interesse hat, kann sich per Mail unter der Adresse info@burgverein.reifenberg.de melden. Wer die Reifenberger Burg erkunden möchte, kann in der Schlossstraße parken. „Bei einem Spaziergang durch die Untergasse Richtung Wald kann man auch noch Mauerreste des alten Burgareals finden“, informiert Peter Frasch.

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