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Der Umbau der katholischen Kirche in Niederreifenberg für zwei U3-Gruppen wird teurer als gedacht.

Außerhab der sechs Regelstunden

Kita-Gebühren in Schmitten um 13 Prozent erhöht

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Für Zeiten außerhalb der kostenfreien sechs Regelstunden werden die Kindergartengebühren in Schmitten um 13 Prozent erhöht. Der Sozialausschuss schloss sich dem haushalts- wie sozialverträglichen Ansatz des HFA an. Wenn der Ausbau der U3-Betreuung in Niederreifenberg mit der katholischen Kirche als Träger nicht funktioniert, könnte langfristig der Kirchenstandort gefährdet sein.

Die Betreuung für Kinder über drei Jahre ist seit 1. August auch in Schmitten sechs Stunden pro Tag für die Eltern kostenfrei. Dass Eltern für Zeiten, die darüber hinausgehen, etwas mehr zahlen sollen, hält auch der Sozialausschuss für legitim. Denn die Gebührenbefreiung für die Regelstunden erhöht trotz Landesförderprogramm das jetzt schon rund 1,5 Millionen Euro hohe Defizit der Gemeinde im Bereich der Kinderbetreuung.

Der HFA hatte eine Erhöhung der Kitagebühren um 13 Prozent auf den Weg gebracht. Das klingt viel, aber der Sozialausschuss schloss sich diesem Ansatz einstimmig an. Weil nur die Zusatzstunden berechnet werden, kosten dann 9,5 Stunden Betreuung die Eltern nur rund 100 Euro im Monat. „Für Unter-Dreijährige, für die es keine Kostenbefreiung gibt, wird es aber deutlich teurer“, stellte Annett Fomin-Fischer (Bürgerliste b-now) fest. Da sind für 9,5 Stunden knapp 500 Euro fällig. Kämmerer Gerd Kinkel machte deutlich, dass der Aufwand in der U3-Betreuung deutlich höher ist als bei der Ü3, was sich im fast doppelt so hohen Stundensatz niederschlägt.

Auch beim Thema U3-Ausbau in der katholischen Kirche in Niederreifenberg, die dafür umgebaut werden soll, schloss sich der Sozialausschuss der HFA-Empfehlung an. Der Gemeindevorstand soll unter anderem mit dem Bistum über einen Zuschuss der Kirche an den Umbaukosten verhandeln.

In der Diskussion kamen jetzt Informationen zutage, die klar machen, warum die Verfechter dieses Standortes der Kirche nicht einfach eine Absage erteilen wollen. Es sei davon auszugehen, dass die Sparmaßnahmen im Bistum weitergehen, meinte Erster Beigeordneter Hartmut Müller (CDU). Es sei zu befürchten, dass dann in Schmitten eines der Gotteshäuser verkauft werde – und das sei dann garantiert das modernste und nicht eine der klassischen Kirchen. Wenn jedoch U3-Gruppen in der Kirche untergebracht seien, werde das Gebäude vielleicht nicht so leicht verkauft.

Siegfried Diehl (UBB) gab zu bedenken, dass die Kirche die Räume für die Kinderbetreuung mietfrei zur Verfügung stellt und auch 15 Prozent der Personal- und Betriebskosten übernimmt. „Das ist günstiger, als wenn wir es selbst machen“, so Julia Krügers (CDU).

Das gleiche gilt sicher auch für die Volkshochschule (VHS) Hochtaunus. Sie deckt 12,9 Prozent ihrer Kosten über Zuschüsse aus den Kommunen und erfüllt dafür den gesetzlichen Bildungsauftrag. Carsten Koehnen, der Leiter der VHS Hochtaunus, informierte im Ausschuss über die Erfolgsgeschichte der VHS. In Schmitten finden mehr als 60 Kurse mit rund 400 Teilnehmern statt. Das neue Gesicht der VHS in Schmitten und das neue Semesterprogramm hat diese Zeitung bereits vorgestellt. Yvonne Schuster berichtete im Ausschuss, was sie seit März umgesetzt hat und signalisierte Ausschussmitgliedern Gesprächsbereitschaft.

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