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Zum Schmökern und Spielen ist Platz im Kindergarten Spatzennest in Arnoldshain. Dort zwei U 3-Gruppen unterzubringen, scheint im Vergleich zu anderen Einrichtungen sehr teuer zu werden.

Standorte für neue U 3-Plätze

Wo kostet der Umbau in Schmitten am wenigsten?

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Sollen wie beschlossen im neuen Kindergartenjahr zwei neue U 3-Gruppen eröffnet werden, muss die Schmittener Gemeindevertretung bald entscheiden, wo. Die inhaltliche Debatte haben Haupt- und Finanzausschuss (HFA) und Sozialausschuss bereits geführt, wegen eines Formfehlers gab es aber keine offizielle Abstimmung. Jetzt klärt die Verwaltung weitere Fragen und der HFA berät noch einmal.

Inhaltliche Diskussionen über den Ausbau der Kinderbetreuung führte das Schmittener Parlament nicht. Dafür sind die Ausschüsse da. Aber die Gemeinsame Sitzung von Haupt- und Finanzausschuss (HFA) und Sozialausschuss vom 19. September war aus Sicht der b-now nicht ordnungsgemäß, weil nicht zuvor vom Parlament überwiesen.

Dies bestätigte der Vorsitzende der Gemeindevertretung Volker Lehwalder (FWG) und klassifizierte die Sitzung im Nachhinein als Informationsveranstaltung. Gleichzeitig sicherte er zu: „Die eigenmächtige Anberaumung von Ausschusssitzungen ist nicht zulässig, ich werde künftig ein Auge darauf haben.“

Dennoch hatten die Mitglieder aus beiden Ausschüssen nicht umsonst beraten. Wie HFA-Vorsitzender Bernhard Eschweiler berichtete, hat die Verwaltung das Gebäude, in dem die Montessori-Schule untergebracht ist, und der katholische Kindergarten in Niederreifenberg, als weitere mögliche Standorte geprüft. Als zusätzlich Standorte zu den Kitas in Brombach und Arnoldshain.

In Arnoldshain liegen die Umbaukosten von jeweils 250 000 Euro relativ hoch. Ganz ohne Investitionen geht es nirgends. Sollen neben dem Montessori-Betrieb U 3-Kinder betreut werden, müssten für den Umbau rund 100 000 Euro in die Hand genommen werden.

Der Eigentümer der Immobilie würde diese Summe als Darlehen zur Verfügung stellen, aber eine monatliche Miete von 40 332 Euro verlangen. Die Gemeinde könnte diese Liegenschaft auch für 1,5 Millionen Euro erwerben. Der Umbau in Niederreifenberg wäre mit 86 000 Euro am günstigsten, die Nutzung mietfrei. Die Erstausstattung wäre an allen Standorten gleich und läge bei 21 000 Euro. Auch die Erhaltungsnebenkosten von jährlich 10 000 Euro sind an allen Standorten identisch.

Der U 3-Betrieb unter Regie der Montessori-Schule ist nicht gewünscht. Bei den Personalkosten für 6,05 Stellen, liegen an allen Standorten alle Varianten gleich.

In Niederreifenberg würde die katholische Kirche die Trägerschaft übernehmen, im Montessori-Gebäude wäre denkbar, dass nicht die Gemeinde, sondern der VzF-Taunus die Betreuung übernimmt. Die jährlichen Betriebskosten im Eigenbetrieb sind auf dem Montessori-Gelände auf 330 332 Euro kalkuliert, in Trägerschaft des VzF auf 339 032 Euro. Die jährlichen Betriebskosten in Niederreifenberg liegen bei 298 700 Euro.

Im Vergleich stellt der Kindergarten in Niederreifenberg die kostengünstigere Lösung dar, kann aber nicht mehr als zwei Gruppen aufnehmen.

Das Montessori-Gebäude ist jedoch groß genug um später eine weitere Gruppen aufzunehmen. Noch zu konkretisieren ist die mögliche Zusammenarbeit mit dem VzF. Mit dem Besitzer des Montessori-Gebäudes soll über die Miete nachverhandelt werden und noch offen sind die Fördermöglichkeiten für Investitionen und den möglichen Kauf er Montessori-Immobilie. Weiter Fragen brachte in der Gemeindevertretung Annett Fomin-Fischer (b-now) ein.

Sie hält es für zu spät, wenn erst am 1. August zwei U 3-Gruppen eröffnet werden, weil jetzt schon 18 Anmeldungen vorliegen. „Brauchen wir eine Interimslösung?“ fragte sie in die Runde. Außerdem gab sie zu Bedenken, ob zwei neue Gruppen überhaupt ausreichen. In Schmitten haben laut Fomin-Fischer 160 Kinder Anspruch auf einen U 3-Platz. Sie bat um Informationen über den aktuellen Belegungsstand in den Schmittener Kitas. Außerdem stellte die b-now-Vertreterin fest, dass, laut Vorlage, die Verlängerung der Öffnungszeiten nicht für Einrichtungen mit U 3-Betreuung vorgesehen sei.

Ihre und die weiteren Fragen, die aufgekommen sind, will die Verwaltung nun klären.

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