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Mit Geduld einen Wassertank am Friedhof realisiert

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Bürgermeisterin Julia Krügers freut sich, dass dank Gisela Händler und der durch Michael Usinger vertretenen Bürgerstiftung (von links) ein Wassertank (im Hintergrund) errichtet werden konnte. FOTO: KREUTZ © Red

Schmitten-Seelenberg (evk). Auch bei einem möglichen Wassernotstand können künftig die Gräber auf dem Seelenberger Friedhof gegossen werden. Möglich macht das der neue Wassertank neben der Trauerhalle.

Die Initiative hatte im vergangenen Jahr Gisela Händler ergriffen. Dank ihrer Spende und mit einer großzügigen Förderung durch die Bürgerstiftung Schmitten sowie einem weiteren finanziellen Beitrag aus einer Sammlung im Dorf hat der Bauhof das Projekt nun umgesetzt.

Händler ist Mitglied im Ortsausschuss St. Kasimir Seelenberg, Organistin in der katholischen Kirche und hat im November 2019 ihren Mann Heinz-Peter verloren. In zwei Hitzesommern nacheinander war der Zapfhahn am Friedhof abgestellt. Vor allem für ältere Angehörige sei es aber mühsam, Kannen und Handkanister zum außerhalb des Dorfes liegenden Friedhof zu schleppen.

Bürgerstiftung mit 500 Euro dabei

Händlers erster Versuch, mithilfe der Freiwilligen Feuerwehr und über einen Landeszuschuss den rund 1000 Euro teuren Wassertank zu realisieren, scheiterte. Die Seelenbergerin ließ aber nicht locker, stellte selbst die ersten 200 Euro zur Verfügung und warb um weitere Spenden. »Bei so viel Eigeninitiative sind wir gerne dabei«, sagt Michael Usinger von der Bürgerstiftung Schmitten, die das Projekt mit weiteren 500 Euro unterstützt hat. Die restlichen 300 Euro hat Bernd Kaltwasser bei Einwohnern gesammelt.

Inzwischen wird der neue Wassertank schon rege genutzt. Auf einem kleinen Podest stehen zwei jeweils einen Kubikmeter fassenden Kanister. Das Brauchwasser vom Dach der Trauerhalle wird über ein Fallrohr in den ersten Kanister geleitet. Ist dieser voll, wird von ihm aus automatisch der zweite Kanister gespeist. Damit es hübsch aussieht, sind die Kanister ummantelt. Der Ablauf hat noch einen kleinen Schlauch bekommen, damit die Gießkannen beim Füllen nicht unter den Hahn gehalten werden müssen.

Feuerwehr sorgt für Nachschub

Für Bürgermeisterin Julia Krügers (CDU) ist es wichtig, dass der Wassertank am Friedhof auch wertvolles Trinkwasser spart. Auch wenn es derzeit immer wieder kräftig regnet, könnte es jederzeit wieder zu einem Wassernotstand kommen, beginnt doch der Sommer erst. Sollte es heiße und trockene Wochen geben und das Wasser aus dem Tank zur Neige gehen, wird die Feuerwehr Brauchwasser nachfüllen.

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