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Selbst am Geburtstag wird Müll gesammelt

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Unter anderem Birgit Hess, Ingrid Schwemmlein, Jörg Diergarten, Günter Schwemmlein, Karin Ziener, Dr. Gudrun Urban, Bernd Fiedler und Roland Wilfing (von links) haben am Wichtelweg Müll gesammelt. © Red

Schmitten (evk). Selbst ihr 20-jähriges Bestehen wollten die Schmitten Umweltpaten (Umpas) nicht einfach nur feiern. Wer die Bürgerinitiative, die ehrenamtlich Natur und Umwelt in der Gemeinde sauber hält und vorbeugenden Umweltschutz betreibt, kennt, weiß: Sie werden vorher, wie so oft, gemeinsam Müll sammeln.

Für die Jubiläumssammlung hatten das Organisationsteam um Hauptansprechpartner Günter Schwemmlein und die aktuelle Federführende der Umpas, Karin Ziener (SPD), zum Frühjahrsputz rund um den stark frequentierten Wichtelweg aufgerufen. Vom Schwimmbadparkplatz aus schwärmten die Umpas mit Müllsäcken und Greifzangen in beide Richtungen aus. Die Ausbeute war eher gering. »Das liegt daran, dass die zuständigen Revierpaten regelmäßig unterwegs sind«, meinte Schwemmlein. Ausgerechnet Christel Kinkel, die als Initiatorin des Wichtelwegs auch große Teile der beliebten Wanderroute betreut, war zur verabredeten Zeit noch nicht wieder am Parkplatz. »Ich bin die große Runde gelaufen und da lag doch wieder jede Menge Kleinzeug, vor allem viele Zigarettenkippen«, berichtete sie vor der Jubiläumssitzung mit anschließendem geselligem Beisammensein im Kurhaus Ochs.

Dort erhielten 15 Teilnehmer und die Gäste zur Begrüßung die Festschrift und einen Ansteck-Pin, der sie als Umweltpaten kennzeichnet. Ziener würdigte in einem kurzen Rückblick auf 20 Jahre Umpas die verstorbenen Initiatoren Horst Siegemund und Albrecht Dommes. Sie hätten eine solide Basis geschaffen für das Weiterbestehen der Initiative, die sich bis heute auszeichnet durch Beständigkeit, Nachhaltigkeit und Wachstumsbereitschaft. Obwohl kein Verein, haben die Umpas im Jubiläumsjahr Statuten erstellt, die einer Satzung vergleichbar und auf der Homepage eingestellt sind.

Bürgermeisterin Julia Krügers (CDU) hob in der Sitzung hervor: »Sie leisten mit Ihrer Arbeit für die Gemeinde einen sehr wertvollen Beitrag zum Umweltschutz.« Als Dankeschön hat die Gemeinde den Umpas eine gemütliche Liegebank mit Gedenkschild auf dem Feldberg spendiert.

Weiter Kampf gegen Neophyten

Ziener bedankte sich dafür und für die gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde. Die nimmt über ein eigens eingerichtetes Konto für die Umpas zweckgebundene Spenden für den Umweltschutz entgegen und wickelt über dieses Konto laufende Kosten der Umpas ab. Die Gemeinde stellt den Umpas einen jährlichen Zuweisungsbetrag zur Verfügung und kostenlos die Garage am Pfarrheckenfeld. Zieners Dank galt auch dem Orga-Team der Umpas. Bernd Pfister, der nach einem Jahr Federführung für die FDP jetzt ins Orga-Team gewechselt sei, stelle dort eine wichtige Verstärkung dar.

Trotz Einschränkungen durch Corona waren die Umpas nicht nur regelmäßig in ihren eigenen Revieren für ein sauberes Schmitten aktiv. Gemeinsame Aktionen waren im September der Clean-up-Day auf dem Feldberg, die Säuberung rund um den Pechberg, nachdem der Schnee getaut war, und der mit einer Müllsammlung verbundene Osterspaziergang.

Mit der Vegetationsperiode beginnen jetzt wieder die Aktionen der Neophytengruppe, für die Dr. Gudrun Urban noch weitere Helfer sucht. Freiwillige sind gerne gesehen beim »Clean-up im Herzenswald« am 5. Juni. Im Sommer wollen die Umpas Reste der Skimatten an der Nordbahn beseitigen. Als neue Umweltpatin für das Gebiet rund um den Skilift überreichte Yvonne Schuster, die Vorsitzende des Vereins Förderung des Skilifts Oberreifenberg, den Umpas zum Jubiläum Freikarten für den Skilift. Neuer Umweltpate für den Bereich rund um das Kurhaus Ochs ist Anton Ochs.

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