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Schmitten will bei Wasserversorgung kreisweit kooperieren

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Diese Idylle am Bärenfichtenweiher zwischen Schmitten und Niederreifenberg täuscht ein wenig: Der Taunus ist bedingt durch seine besondere Geologie eigentlich ein wasserarmes Gebiet. Grundwasser ist Mangelware. © Imago Sportfotodienst GmbH

Um die Wasserversorgung im Hochtaunuskreis langfristig sicherzustellen, sind strukturelle Veränderungen in der Zusammenarbeit aller Kommunen im Hochtaunuskreis nötig. Schmitten will dabei sein.

Schmitten/Usinger Land (evk). Einstimmig hat sich die Gemeindevertretung Schmitten für die kommunale Zusammenarbeit in der Wasserbewirtschaftung im Hochtaunuskreis ausgesprochen. Dahinter steht die Absicht Synergien und Möglichkeiten zu prüfen, um die Wasserversorgung zu verbessern und die gebildete Lenkungsgruppe zu unterstützen.

Der Hintergrund: Zur Erfüllung ihrer Pflicht zur Daseinsvorsorge betreiben die Kommunen im Hochtaunuskreis öffentliche Einrichtungen. Daneben sind die vier Wasserbeschaffungsverbände Taunus, Tenne, Usingen und Wilhelmsdorf überörtlich tätig. In Verbänden und Kommunen sind unterschiedliche technische Ausstattungen vorhanden. Bei der Betreuung der Anlagen decken einige Kommunen sowohl die Bereiche Wassergewinnung als auch Wasserverteilung ab, andere nur für die Wasserverteilung.

Ampel steht bereits auf »Gelb«

Die Geologie des Taunus ist Ursache dafür, dass der Trinkwasserbedarf im Mittel zu 50 Prozent über Bezug von Fremdwasser von der Hessenwasser GmbH & Co. KG gedeckt wird. Bedingt durch den stark schwankenden Anteil der Eigengewinnung an der öffentlichen Wasserversorgung differiert der Anteil in den 13 Hochtaunuskommunen. Einflüsse des Klimawandels auf den Grundwasserhaushalt werden sich ebenfalls negativ auf die Trinkwassereigengewinnung auswirken.

Seit der Einführung der sogenannten Wasserampel 2021 hat sich die mäßige Verfügbarkeit von Grundwasser nicht verbessert. Und diese im Vogelsberg installierte Warnanlage für den Grundwasserspiegel steht seit Januar auf »Gelb«, also mäßige Verfügbarkeit von Grundwasser. Um die Wasserversorgung im Hochtaunuskreis langfristig sicherzustellen, sind strukturelle Veränderungen erforderlich in der Zusammenarbeit aller Kommunen im Hochtaunuskreis. Vorteile versprechen sich Bürgermeisterin Julia Krügers (CDU) und Annett Fomin-Fischer (b-now) nicht nur vom Austausch von Wasserstudien, -bedarfsprognosen und -bestandsanalysen. Krügers sagte: Wenn wir die Kräfte bündeln, haben wir gegenüber Hessenwasser eine stärkere Stimme.«

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