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Schola gestaltet Passionsandachten

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Sabine Lenz, Inge Müller-Feldeck, Christine Bartsch und Gerhard Lenz (von links) gestalten die Passionsandachten in Merzhausen und Niederlauken. © Red

Merzhausen/Lauken (evk). Nicht erst seitdem Pfarrer Thomas Hessel im November in den Ruhestand gegangen und ein Nachfolger für die derzeit vakante Pfarrstelle Merzhausen/Lauken nicht in Sicht ist, haben sich Aktivitäten aus der Kirchengemeinde heraus entwickelt. Der Posaunenchor unter Leitung von Erhard Reuter veranstaltet seit Jahren musikalische Andachten, so auch in diesem Jahr eine Passionsandacht.

Als Kind der Coronazeit ist eine neue vierköpfige Gesangs-Schola entstanden, die auch Passionsandachten gestaltet und auch am heutigen Freitag noch einmal dazu einlädt.

Zur Schola gehören Inge Müller-Feldegg und Christine Bartsch (Sopran), Sabine Lenz (Alt) und Gerhard Lenz (Tenor). Sie bedauerten, dass die Corona-Regeln es seit Anfang Mai 2020 nicht mehr zuließen, dass die Gemeinde während des Gottesdienstes singt. Auch der Kirchenchor musste seine Proben einstellen. »Gerade am Sonntag Cantate wirkte dies sehr befremdlich auf uns, da die Musik wesentlicher Bestandteil der Gottesdienste ist. Daher gründeten wir spontan eine Gruppe, um die Gottesdienste gesanglich zu begleiten. Als kleine Gruppe durften wir singen, sofern ein Mindestabstand zur Gemeinde eingehalten wurde.«

Repertoire im Laufe der Zeit erweitert

Anfangs haben sie die Gemeindelieder und die Liturgie anstelle der Gemeinde einstimmig gesungen. »Wir haben unser Repertoire im Laufe der Zeit erweitert und singen mittlerweile auch dreistimmig, vorwiegend a cappella, damit die Stimmen besser zur Geltung kommen«, so Sabine Lenz. Für die Passionszeit haben sich die Sänger jetzt etwas Besonderes einfallen lassen.

Mit den Passionsandachten knüpfen sie in Absprache mit dem Kirchenvorstand an eine gute Tradition innerhalb der Kirchen an. »Wir wollen uns unter der Woche treffen zu einer Andacht, um uns gemeinsam über die Passionszeit hinweg auf Ostern vorzubereiten«, so Gerhard Lenz. Er betont: »Die derzeitige Vakanz der Pfarrstelle und die Reduzierung der Gottesdiensttermine hat sicherlich die Entscheidung mit beeinflusst, war aber nicht ausschlaggebend.«

Bei jeder Andacht stellt die Schola ein bestimmtes Lied in den Mittelpunkt. In Niederlauken war das Lied Nr. 98 aus dem Gesangbuch »Korn, das in die Erde, in den Tod versinkt«. Der Text zeichnet Bilder von Tod, Verlorenheit und Gefangenschaft, die aber überstrahlt werden vom Auferstehungsbild, symbolisiert durch das Samenkorn des aufwachsenden Weizens. Wunderschön klang diese gesungene Ankündigung der Osterbotschaft nach der Melodie eines sehr alten französischen Weihnachtsliedes. Mit weiteren Liedern wie »Herr gib uns Frieden«, dazu Gebeten und Textauszügen aus der Passionsgeschichte des Johannes regten die Sänger zum Nachdenken an über das Kreuz und das Leiden Christi und die Gewissheit der Auferstehung im Schutz Gottes. »Denn das Geheimnis des Glaubens lautet: Im Tod ist das Leben«, hieß es. In Gedanken waren die Sänger auch bei den Menschen in der Ukraine und den vielen, die bereits von dort geflüchtet sind. Ihnen kommt die Kollekte zugute. Am heutigen Freitag, 1. April, ab 19 Uhr findet in Niederlauken eine weitere Passionsandacht unter Mitwirkung der Schola statt. Die musikalische Passionsandacht am Freitag, 8. April, ab 19 Uhr in der Kirche in Merzhausen gestaltet der Posaunenchor, dabei wirken auch Orgel und Gitarren mit.

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