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Was machen eigentlich Schädlingsbekämpfer? Darüber informierte die Firma Vogt und Sommer beim Berufsparcours.

Schüler treffen Unternehmer

Beim ersten IB-Berufsparcours suchen Jugendliche Lehrstellen und Betriebe Azubis

Beim ersten Berufsparcours des Internationalen Bundes (IB) in Weißkirchen präsentierten sich verschiedene Unternehmen, um bei Jugendlichen für ihre Ausbildungsstellen zu werben. Für die künftigen Schulabgänger eine gute Gelegenheit, erste Kontakte zu knüpfen.

Schädlingsbekämpfer sind Männer, die in Schutzanzügen stecken und gegen Ungeziefer vorgehen. Dieses gängige Bild wurde von Jürgen Sommer, Geschäftsführer der Oberurseler Firma Vogt und Sommer, beim ersten Berufsparcours des IB zurechtgerückt. Er war einer von zehn Ausstellern, die im Alten Rathaus in Weißkirchen um Auszubildende warben.

„Mit Schutzanzügen herumlaufen und Schädlinge bekämpfen ist lediglich ein kleiner Teil unserer Arbeit. Meist geht es jedoch darum, Strategien zu entwickeln, damit es gar nicht erst zu einem Ungezieferbefall kommt“, erläuterte Sommer. Künftige Azubis sollten für die dreijährige Ausbildung Interesse an Biologie, das heißt Tieren und Pflanzen mitbringen.

Beliebtes Hotelfach

Informationen, die für einige der zahlreichen Besucher des Berufsparcours sicherlich neu und von Interesse waren. „Das ist nicht so mein Ding, aber ich habe bei Steigenberger einige Prospekte mitgenommen und mich mit jemanden unterhalten. Das hat sich ganz gut angehört“, sagte der 16-jährige Roman aus Weißkirchen. Er macht im Sommer seinen Hauptschulabschluss und hat noch keine Idee, wie es danach weitergehen soll. Hotelfachmann sei eine Möglichkeit. „Ich finde diese Veranstaltung hier ganz gut, denn dann kann man schon einmal in verschiedene Berufe reinschnuppern“, sagte er und schaute sich in den Räumen weiter um. Dort stellten sich Frisöre ebenso wie die Stadtwerke Oberursel vor. Sie alle suchen aktuell Nachwuchskräfte.

Vertraute Umgebung

„Das war auch einer der Gründe, warum wir diesen Berufsparcours veranstalten“, sagte Cemre Kilinc, IB-Teamleiterin in Weißkirchen. Durch die Veranstaltung wolle man Firmen und junge Leute zusammenführen. „Hier können die Jugendlichen erst einmal mit sich selbst glänzen, bevor sie sich mit ihren Zeugnissen, die manchmal nicht so gut sind, vorstellen. So haben sie die Möglichkeit, die Firmenvertreter anzusprechen und direkten einen Kontakt herzustellen“, sagte Kilinc.

Die Hemmschwelle der künftigen Azubis sei auch nicht so hoch, denn die Räumlichkeiten seien ihnen vertraut. Und: Die suchenden Unternehmen könnten mögliche Arbeitskräfte unverkrampft kennenlernen und ihnen ihre Vorzüge präsentieren. „Es ist das erste Mal, dass wir diese Berufsbörse organisieren, und ich bin überrascht, wie gut es angenommen wird“, freute sich die IB-Teamleiterin. Ewa 30 Jugendliche waren gekommen.

Unter ihnen war auch der 14-jährige Abdulahi aus Bommersheim. „Ich suche für das nächste Jahr ein Praktikum“, erzählte er. Und er sei auch schon fündig geworden: „Ein Hotelpraktikum wäre gar nicht so schlecht, mal schauen, ob das was wird.“ Der 16 Jahre alte Köksan ist sich bereits im Klaren, was er später machen will. „Ich möchte in Richtung Stahlbetonbauer oder Maurer gehen, so wie mein Vater“, erklärt er. Nun sei er auf der Suche nach einem Ausbildungsbetrieb und hoffe, dass er beim Berufsparcours erste Kontakte knüpfen könne. Denn im Sommer werde er die Hauptschule beenden. Da wäre es gut, wenn er gleich ins Berufsleben einsteigen könnte, sagte der junge Mann.

von CARLA MARCONI

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