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Segelflieger halten sich im ersten Drittel

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Tore Graeber in seinem Ventus und Daniel Hanner. © privaT

Erst schwache Thermik und dann gleich zwei 1000-Kilometer-Flüge

Neu-Anspach -Es läuft immer noch recht gut für den Luftsportclub Bad Homburg (LSC): Letztes Jahr schaffte der Verein erstmals den Aufstieg von der Zweiten in die Erste Segelflug-Bundesliga und fliegt jetzt unter den besten 30 Segelflugvereinen Deutschlands mit. Vor zwei Wochen war man auf Gesamtrang drei vorgeflogen.

Am vorvergangenen Wochenende reichte es aber nur zum 28. Runden-Rang. Das vergangene Wochenende lief es dann besser, so dass der Verein nun auf Gesamtrang sechs rangiert. Am ersten Flugwochenende waren Rainer Reubelt, Volker Mahnke, Gerd Spiegelberg, Klaus Mangels, Uwe Stüben und Steffen Göttler für den LSC unterwegs. Göttler wurde von der langsamen Wetterentwicklung überrascht und musste auf dem Rückweg von Saarbrücken in Langenlonsheim zwischenlanden. "Ich hatte kurz vor der Rheinquerung eine falsche Entscheidung getroffen. Dort flog ich auf der Südseite des Hunsrücks durch eine große Abschattung, die thermisch sehr schwach ausgeprägt war, so dass ich zwischenlanden musste."

Segelfliegen wird oft mit einem Schachspiel am Himmel verglichen: Ununterbrochen muss über der Landschaft navigiert und der richtige Flugweg gefunden werden, gleichzeitig aber das vorausliegende Wetter genau beobachtet und richtig interpretiert und die strategisch richtigen Entscheidungen getroffen werden.

Am vergangenen Wochenende überragte Tore Graeber mit zwei 1000-Kilometer-Flügen alle. Aber auch andere Vereinsmitglieder legten große Strecken zwischen 300 und 900 Kilometern zurück. So konnten auch jüngere Piloten wie Riccardo Mathes und Phillip Wieschnewski Erfahrungen sammeln und persönliche Rekorde knacken. Insgesamt wurden vom LSC Bad Homburg an diesem Wochenende 16 Flüge gemeldet und 9650 Streckenflugkilometer absolviert.

Am Samstag ging es für Graeber erst nach Paderborn, dann bis 140 Kilometer nordöstlich von Leipzig und dann über den Thüringer Wald, an Erfurt vorbei, wieder in den Taunus zurück. Am Sonntag reichte es für ihn nicht ganz bis nach Hause. In Braunfels musste er den Motor zur Hilfe nehmen. Die 1000 Kilometer waren aber erreicht. So landete er glücklich, aber geschafft nach über zehn Stunden Flug wieder in Anspach. Solche Flüge sind nur mit viel Training, mental, körperlich und technisch, möglich. Graeber fliegt, seit er 14 Jahre alt ist. kop

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