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Seniorenbeirat startet wieder

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Monika Huschka © Red

Usingen (msc). Das Leben normalisiert sich wieder, und das freut auch die älteren Usinger Mitbürger. Denn die vielen Angebote, die der Seniorenbeirat den älteren Menschen in der Stadt macht, können jetzt wieder genutzt werden. Die Schmaus- und Plausch-Gruppe war erst kürzlich im Hirschgartenlokal in Bad Homburg. Als nächstes geht es in die Gaststätte im Wehrheimer Schwimmbad.

Zur Rapsblüten- und Ginsterwanderung brach die Wandergruppe auf, und am 6. Juni geht es in den Tiergarten nach Weilburg. Jeden zweiten Donnerstag treffen sich Boule-Begeisterten zum gemeinsamen Spiel im Schlosspark. Und es werden immer mehr. Auch der Smartphone-Kurs findet mit großem Erfolg mittwochs ab 16 Uhr in der Hugenottenkirche statt. Einzig die Radfahrer und die Wanderer hatten keinen Ausfall während der Coronazeit, weil sie sich im Freien treffen konnten.

Busfahrer dringend gesucht

Was aber derzeit ganz wichtig für die Arbeit des Seniorenbeirates ist, das ist ein Fahrer für den Bus. »Wir suchen dringend einen Busfahrer«, erklärte Monika Huschka als Vorsitzende des Seniorenbeirates auf der jüngsten Sitzung des Gremiums.

Aber nicht nur die einzelnen Gruppenangebote gehören zum Alltagsgeschehen. Am 17. August lädt der Seniorenbeirat ab 14.30 Uhr gemeinsam mit dem Usinger Carneval-Verein und dem Verein »Wir Helfen« zum Rosengartenfest mit Kaffee und Kuchen, Musik und einem unterhaltsamen Programm in den Usinger Schlossgarten und dort vor allem in den Rosengarten ein. Beim Ashura-Fest des Ausländerbeirates hilft der Seniorenbeirat ebenfalls mit.

Was ist ein Ashura-Fest? Dorit Lohrmann vom Ausländerbeirat erklärte es den Mitgliedern des Seniorenbeirates bei der Sitzung in der Hugenottenkirche. Danach handelt es sich um einen Gedenktag für einen Teil der Muslime. Auch teilte sie mit, dass es eine große Bandbreite an Umsetzungen dieses Festes gibt. Die des Ausländerbeirates war vor zwei Jahren ein Friedensbrunch. Dann sei Corona gekommen und das Ashura-Fest ausgefallen. »In diesem Jahr wollen wir es wieder anbieten«, berichtete sie. »Es soll kein religiöses Fest werden, sondern ein Fest für die Mitmenschen aus anderen kulturellen Kreisen.«

In ihrer Funktion als Vereinsförderin machte Nadine Fork vom Ehrenamtsbüro der Stadt Usingen auf Maßnahmen zur Seniorenbeiratswahl im Jahr 2023 aufmerksam. Sie regte dazu an, laut mit dem Handwerk zu klappern, beispielsweise auf dem Wochenmarkt. Fork schlug zudem vor, ein Netzwerk aufzubauen und dafür mit anderen Beiräten Kontakt aufzunehmen. Dazu sollten Anreize geschaffen werden, so dass neue Mitglieder das Dabeisein als Mehrwert empfinden.

Zu den Erfolgen des Beirates zählt es auch, Probleme gelöst zu haben. So bei der Bushaltestelle in der Bahnhofstraße, für die sich die Senioren eine Überdachung wünschen. 2023 soll das Thema nach Informationen von Bürgermeister Steffen Wernard (CDU) bei der Sanierung der Bahnhofstraße abgearbeitet werden.

Ein weiteres Problem ist der Aufzug im Fachmarktzentrum, der immer wieder defekt ist. Gerade ältere Menschen sind auf dessen Nutzung angewiesen, um zum höher gelegenen Alten Marktplatz zu gelangen. Die Senioren waren sich einig, dass der Fachmarkt laut Vertrag die Verantwortung trägt.

Doch es gibt nach wie vor einen Knackpunkt: Die fehlenden Räumlichkeiten. Huschka schwillt die Zornesader an bei diesem Thema. »Wir sind eine Gruppe von Senioren, die Öffentlichkeitsarbeit macht und haben keine Räumlichkeiten«, erklärte sie. Eigene Räume würden die Möglichkeiten des Seniorenbeirates deutlich erhöhen, so die Vorsitzende.

FOTO: SCHWARZ-CROMM

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